Montag, 13. August 2012, 12:35

Siedlitzki Gesamtzweiter bei Premiere

Zum ersten Mal fand am Sonntag, bei herrlichen Sommerwetter, der erste City-Triathlon in Bremen statt. Dabei gab es drei verschiedene Wettkämpfe zur Auswahl. Neben einer Sprintdistanz gab es auch einen Staffeltriathlon und eine Kurzdistanz. Bei der Sprintdistanz mussten 500 Meter geschwommen, 20 km Rad gefahren und 5 km gelaufen werden. Die selben Strecken waren auch beim Staffelbewerb zu bezwingen.

Auf der Kurzdistanz waren 1,5 km zu schwimmen, 40 km zu radeln und abschließend 10 km zu laufen. In den letzten Jahren fand eine ähnliche Veranstaltung bei der Waterfront statt. Diesmal sollte alles anders werden. Und so wurde erstmals der Europahafen als Veranstaltungsort hergenommen, der sich auf Anhieb dafür gut bewährte. Auftakt machten die Sprinter, wo 300 Ambitionierte und Neueinsteiger Ihre Kräfte messen wollten.

Mit dabei war auch der Gewinner des Silberseetriathlons und eines der größten Talente Deutschlands, Jonas Schomburg (SC Hannover). Aus Bremer Sicht war, nach seiner Heimpremiere vor zwei Wochen in Österreich, der für den SV Werder Bremen startende Gmundner Christian Siedlitzki am Start. Er machte sich gute Chancen abermals eine vorderen Platzierung zu erreichen. Siedlitzki zur Zeitung: “Wenn alles optimal läuft, ist ein Platz unter den ersten Drei drinnen.”

Der Schwimmbewerb fand bei angenehmen 19 Grad im Hafenbecken des Europahafens statt. Es mussten zwei Bojen umschwommen werden, bevor es in die Wechselzone ging. Gleich von Anfang an machte Jonas Schomburg alles klar, wer hier der Herr im Ring ist und stieg mit einer 6.08 Min. als Erster aus dem Wasser. Akzeptabel war auch die Schwimmleistung von Siedlitzki, der als 7. das Wasser verlies. Schon auf dem, diesmals sehr langen Weg zur Wechselzone, konnte er wertvolle Plätze gutmachen und mit einem perfekten Wechsel als Zweiter auf das Rad steigen.

Gesperrt vom Straßenverkehr waren nun zwei Runden á 10 km zu fahren. Kleines Negativum waren die vielen Gleisübergange auf der Strecke, die vom Material alles abforderten. Trotz seiner guten Radform wurde Siedlitzki zur Hälfte des Rennens von Frank Lessmeister, der die zweitbeste Radzeit fuhr, überholt und konnte sich ein wenig absetzen.

Mit der viertbesten Radzeit folgte Siedlitzki auf Rang Drei nach dem Radfahren. Nichts anbrennen lies Jonas Schomburg, der mit der besten Radzeit, seinen Vorsprung weiter ausbaute. In der Wechselzone warteten schon hunderte Zuschauer und feuerten die Athleten lautstark an. Der abschließende Laufbewerb führte erstmals entlang der Weser zur Schlachte, wo bei der Martinibrücke ein Wendepunkt eingerichtet war. Siedlitzki, für seine guten Laufzeiten bekannt, konnte schon bei Kilometer 1 auf Lessmeister auflaufen und überholte ihn.

Mit der zweitbesten Laufzeit machte Siedlitzki dann alles klar und lief als Gesamtzweiter, mit einer Endzeit von 1.00.37 Std. über die Ziellinie, gefolgt von seinem direkten Konkurrenten in seiner Altersklasse Frank Lessmeister in 1.00.58 Std. Überlegener Sieger mit Bestzeit in allen drei Disziplinen wurde, der 30 Jahre jüngere, Jonas Schomburg in utopischen 56.30 Min. Siedlitzki konnte dieses Jahr schon zum neunten Mal seine Altersklasse gewinnen. Siedlitzki zur Zeitung: War ganz schön hart heute auf der Strecke, aber so kann es weitergehen. Muss nur das Training in den nächsten Wochen richtig dosieren.” In den nächsten drei Wochen startet Siedlitzki noch bei drei Triathlon´s in Celle, Otterndorf und Hannover. Sein Hauptaugenmerk liegt aber bei der Duathlon-WM, die Ende September in Frankreich stattfindet.

Siedlitzki Gesamtzweiter bei Premiere