Samstag, 13. April 2013, 10:35

Reisen mit dem Roten Kreuz – Teilnehmer erzählen

Mit dem Roten Kreuz reisen ohne Sorgen: Ansteckende Lebenslust auch im Alter Vöcklabruck. Wenn ältere oder kranke Menschen denken, sie können nicht mehr in andere Länder reisen – das Rote Kreuz macht´s möglich. Elisabeth Wielander aus Timelkam und Ing. Josef Schmidtbauer aus Vöcklabruck haben die Annehmlichkeiten einer betreuten Reise kennengelernt.

Und sie sind total begeistert. Ihr Sohn war es, der Elisabeth Wielander einmal dazu drängte, doch in der Obhut des Roten Kreuzes eine Reise zu unternehmen. Denn eigentlich wollte sie mit ihrem 86-jährigen Lebensgefährten nicht mehr wegfahren.

Eine verpatzte Reise ans Schwarze Meer über ein „normales Reisebüro“ hatte den beiden rüstigen Senioren die Lust am Fortfahren genommen. „Wir mussten sehr lange warten, dann ging alles sehr schnell und wir sind kaum mehr nachgekommen, mussten sogar unsere schweren Koffer tragen“, erinnert sich Wielander. „Da haben wir gesagt: das tun wir uns nicht mehr an.“

Dass sie sich überreden haben lassen, eine betreute Reise mit dem Roten Kreuz zu unternehmen, das bereuen Elisabeth Wielander und Josef Schmidtbauer keine Sekunde. Ganz im Gegenteil: Eine Reise nach Opatija heuer im Mai ist bereits gebucht. „Wir können alle Belastungen delegieren, können völlig stressfrei auf Urlaub fahren“, sagt Elisabeth Wielander.

Und Josef Schmidtbauer ergänzt: „Die Betreuung ist einmalig. Und dass ein Arzt und kompetente Rot-Kreuz-Mitarbeiter dabei sind, das beruhigt uns sehr.“ Das sei eine ganz andere Art von Erholung, denn sie könne auch einmal zwei, drei Stunden etwas alleine unternehmen und ihr Lebensgefährte sei trotzdem in guten Händen, erklärt die Timelkamerin.

„Unsere Reisen sind heuer schon wieder sehr gut gebucht. Es spricht sich herum, dass die Reiseteilnehmer bei einer Rot-Kreuz-Reise sehr gut betreut sind“, erklärt Ingrid Sölkner, Bezirksleiterin des Betreuten Reisen in Vöcklabruck. „Wir nehmen schon bei der Anmeldung Rücksicht auf jeden einzelnen Teilnehmer und planen jede Reise individuell abgestimmt auf die Teilnehmer.“

14 Tage vor jeder Betreuten Reise gibt es eine Teambesprechung beim Roten Kreuz, bei der die Bedürfnisse jedes einzelnen Teilnehmers noch einmal besprochen werden. So können bis zu vier Rollstühle für gehschwache Reisende mitgenommen werden. „Ich bin ja kein Pflegefall, kann aber nur langsam und nicht sehr weit gehen“, erklärt Josef Schmidtbauer.

„Wenn ich dann auf der Reise einen Rollstuhl haben kann, dann kann ich auch an größeren Ausflügen teilnehmen.“ Und für seine Lebensgefährtin ist das nicht nur eine große Entlastung, sondern auch ein gutes Gefühl, dass auf alle Rücksicht genommen wird und jeder die Zeit bekommt, die er braucht. „Das Betreuerteam teilt sich oft auf und wir bilden verschiedene Gruppen, je nachdem wie schnell die Teilnehmer unterwegs sein können“, berichtet Ingrid Sölkner.

Und dass sie auf jeder Reise Gleichgesinnte und Menschen mit ähnlichen Problemen und Schwierigkeiten kennen lernen, das bestärkt sie oft und bringt auch viele neue Freundschaften, sagt Elisabeth Wielander. „Manche haben wirklich ein großes Handicap, aber sie sind trotzdem lustig und glücklich, wenn sie mit dem Roten Kreuz unterwegs sind“, meint Josef Schmidtbauer. „Das ist oft direkt ansteckend.“ So können die rüstigen Pensionisten aus Timelkam und Vöcklabruck doch noch viele gemeinsame Reisen – und auch Tagesausflüge – unternehmen. Immer mit dem guten Gefühl, bestens betreut zu sein.

„Wir genießen es sehr, wenn wir unter Leuten sind. Das baut uns selbst auch auf. Ich will ja meinen Mann nicht mehr alleine lassen, da habe ich keine Ruhe dabei. Bei Reisen mit dem Roten Kreuz geht das aber, da kann ich auch alleine etwas unternehmen und weiß, es kümmert sich jemand um ihn“, fasst Elisabeth Wielander die Betreuten Reisen zusammen. Insgesamt 34 Betreute Reisen bietet das Rote Kreuz heuer von Mai bis Dezember an. Darunter auch eine spezielle Reise für Demenzkranke (22.-29. September) und eine begleitete Reise für Trauernde nach Umag (7. – 14. Juni).

„Trauerarbeit hat für die Angehörigen das Ziel, den Verlust zu akzeptieren und wieder Interesse am Leben, an Freunden sowie an der Umwelt zu entwickeln. Während der ‘Begleiteten Reise für Trauernde’ werden gemeinsam mit den Teilnehmern neue Perspektiven entwickelt, um den Trauerprozess bewältigen zu können“, erklärt Bezirksleiterin Ingrid Sölkner.

Alle Informationen zu den Betreuten Reisen des Roten Kreuzes gibt es bei ihr telefonisch (Tel.: +43 664 82 34 348) oder per Mail: ingrid.soelkner@o.roteskreuz.at oder bei jeder Rot-Kreuz-Dienststelle im Bezirk Vöcklabruck.

Reisen mit dem Roten Kreuz – Teilnehmer erzählen