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Franz Froschauer als “Eichmann” in der Zipfer Kirche am 2. Mai

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Am 2. Mai um 19:00 Uhr wird im Anschluss an die Befreiungsfeier in Zipf der oberösterreichische bühnenkunstpreisgekrönte “Eichmann” in der Zipfer Kirche aufgeführt. Es wird dies die einzige Vorstellung von Eichmann im Bezirk Vöcklabruck in diesem Jahr sein.

Pressefoto Eichmann zugeschnitten

Eichmann (Foto: privat)

EICHMANN von Rainer Lewandowski

Nach seiner Entführung aus Argentinien begann am 29. Mai 1960 in Jerusalem das Verhör des ehemaligen SS-Obersturmbannführers Adolf Eichmann durch den israelischen Polizeihauptmann Avner Werner Less. Sie haben 275 Stunden lang miteinander gesprochen. Die Verhöre wurden auf Tonband aufgenommen und anschließend abgeschrieben. Es gibt 3564 Seiten Protokoll. Eichmann berichtet von seinem Leben in Linz und Umgebung, seiner Wiener, Prager und Berliner Zeit.

Das Stück zeigt wie und was Adolf Eichmann aussagt. Der Zuschauer nimmt die Position des Gegenübers ein. Begleitet wird Eichmanns Aussage von einer Gruppe Menschen, die chorisch das historische Gegengewicht verkörpern: Das Textmaterial besteht aus nüchternen Fakten bis hin zu emotional tief berührenden Passagen aus Berichten und Zeugenaussagen. Der Chor begleitet, unter- oder widerlegt das von Eichmann Gesagte. Er ist der Alptraum, der Eichmann verfolgt.

Eichmann: Franz Froschauer
Chor: Alessa Dullinger, Andrea Froschauer-Rumpl, Tanja Jetzinger, Heidemarie Mayer; Friedrich Eidenberger, Gerhard Lehrner;
Regie: Franz Froschauer, Georg Mittendrein, Dramaturgie: Franz Huber

Ein Abend starker Emotionen 70 Jahre nach Beendigung des 2.Weltkrieges.

2. Mai | 19:00 Uhr
Zipfer Kirche

Quelle: Youtube

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