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Bei der Geburt in besten Händen – Geburtshilfe am SK Vöcklabruck

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Geburtshilfe am SK Vöcklabruck: In besten Händen – von der Hebammengeburt bis zum geburtshilflichen Notfall

Das Bedürfnis werdender Mütter nach Intimität und einer sehr persönlichen Betreuung vor, während und nach der Geburt ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. In diesem Zusammenhang spielt im Salzkammergut-Klinikum Vöcklabruck das 26-köpfige Hebammenteam eine große Rolle: Es begleitet und unterstützt die entbindenden Frauen einfühlsam und kompetent durch alle Phasen der Geburt. Dabei gilt es vor allem, Vertrauen und ein Gefühl von Zuversicht zu vermitteln, alternative Entspannungsmethoden anzubieten und einfach ganz und gar „da“ zu sein.

„Die Geburt des eigenen Kindes ist für die meisten Schwangeren ein emotionaler Moment. Für uns ist es wichtig, sie dabei zu unterstützen, dieses Ereignis weitestgehend selbstbestimmt zu erleben und zu erfahren, welche Stärke in ihnen liegt“, berichtet Margit Terwul, leitende Hebamme am SK Vöcklabruck.

Margit Terwul, die leitende Hebamme, freut sich Frauen bei einer natürlichen Geburt unterstützen zu können. Bildquelle: gespag

Hebammenorientierte Geburt

Seit 2016 steht die hebammenorientierte Geburt (Hebammengeburt) im SK Vöcklabruck  verstärkt im Vordergrund. „Verläuft die Geburt normal und komplikationsfrei, so tritt die Medizin bewusst etwas in den Hintergrund“, informiert Prim. Dr. Johannes Berger, Leiter der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe am SK Vöcklabruck. „Entsprechend bestimmter Einschlusskriterien wird die komplette Entbindung von unseren Hebammen durchgeführt. Natürlich immer mit der Sicherheit, bei auftretenden Komplikationen auf ein kompetentes Team aus Gynäkolog/innen und Kinderärzte/-innen zurückgreifen zu können. Seit Einführung der Hebammengeburt im November 2016 können wir auf rund 160 Hebammengeburten zurückblicken.“

In vier freundlichen, nach Farbenlehre konzipierten, Kreißzimmern, einem Wehenzimmer, einem Entspannungs-zimmer und einem Aufnahmeuntersuchungszimmer können sich die schwangeren Frauen in ihrem persönlichen Tempo auf das bevorstehende Ereignis einlassen. Während der Geburt steht ihnen zusätzlich ein komplementär-medizinisches Angebot zur Verfügung. Neben der herkömmlichen stationären Geburt gibt es zudem die Möglichkeit, ambulant oder mit flexibler Aufenthaltsdauer zu entbinden.

Prim. Dr. Dieter Further (Leiter der Kinderabteilung am SK Vöcklabruck), Hebamme Martha Holzmannhofer-Asamer und Prim. Dr. Johannes Berger (Leiter der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe am SK Vöcklabruck).
Bildquelle: gespag

Im Notfall

Im Laufe einer Geburt können aber auch unerwartet Probleme oder Komplikationen auftreten. Diese erfordern ein rasches, kompetentes und geübtes Handeln im Notfall. Zu solchen Komplikationen gehören zum Beispiel ein Abfall der kindlichen Herztöne, ein Vorfall der Nabelschnur, starke Blutungen während der Geburt oder eine drohende Uterusruptur (Riss in der Gebärmutterwand). Das Salzkammergut-Klinikum Vöcklabruck mit der geburtshilflichen Schwerpunktabteilung und der angeschlossenen Neonatologie ist auf solche Situationen spezialisiert und bestens vorbereitet.

Regelmäßige Fortbildungen und Simulations-Trainings fördern diese Kompetenz. Dabei werden die technischen Fähigkeiten aller beteiligten Berufsgruppen (Hebammen, Gynäkologen, Kinderärzte, Anästhesisten) und deren Zusammenarbeit vertieft. In den Simulationen werden diverse Handlungsprozesse wie zum Beispiel auch die Neugeborenenreanimation optimiert. Ebenso regelmäßig an der Abteilung geübt werden Alarmierungen wie sie zum Beispiel bei einem akuten Kaiserschnitt notwendig sind. „Durch all diese Maßnahmen kann das Risiko für Mutter und Kind möglichst gering gehalten werden. Die werdenden Eltern erfahren dadurch eine kompetente Betreuung nicht nur bei einer natürlichen Geburt, sondern auch im Notfall“, sagt Primar Dr. Johannes Berger, Leiter der Abteilung Gynäkologie und Geburtshilfe am Salzkammergut Klinikum Vöcklabruck.

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