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Der Grünberg bekommt einen Baumwipfelpfad

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Aussichtsturm Grünberg (c) eak / Stöger

Der Grünberg soll bald um eine Sehenswürdigkeit reicher sein. Im Rahmen einer Pressekonferenz wurde Dienstag Nachmittag im Rathaus Gmunden die neueste Attraktion am Gmundner Hausberg präsentiert. Ein Baumwipfelpfad mit Aussichtsturm soll ab dem kommenden Jahr 2018 den Grünberg noch interessanter machen. 

Die international tätige Erlebnis Akademie AG (eak) aus Bad Kötzting in Bayern plant nahe der Seilbahn-Bergstation im Gipfelbereich einen Baumwipfelpfad mit Aussichtsturm zu errichten und zu betreiben. Der Pfad soll 1.383 Meter lang und der Turm etwa 38 Meter hoch sein.

Die primär aus Holz bestehende Konstruktion soll barrierearm gestaltet werden und ist somit auch für Rollstuhlfahrer und Familien mit Kinderwagen leicht erlebbar. Entlang des Pfades sind Lern- und Spielstationen geplant, im Turm werden eine Tunnelrutsche und ein Merchandise Shop integriert. Ziel ist es, neben der Schaffung ungewöhnlicher Perspektiven und neuer Ausblicke den Besuchern auch ein Umwelt- und Naturbewusstsein zu vermitteln.

5 Mio. Euro Kosten – 220.000 Besucher pro Jahr

Rund 5 Mio. € soll das Vorhaben kosten. Den Großteil der Investitionssumme wird der Betreiber selbst tragen. Jährlich werden 220.000 erwartet, die geplante Eröffnung ist für 1. Juli 2018 anberaumt. 

Das Projekt haben Stadt und Österreichische Bundesforste an Land gezogen, nachdem die eak verlauten ließ, dass sie einen ersten Baumwipfelpfad in Österreich errichten wolle. Bei allen Beteiligten, also Stadtgemeinde, Land OÖ + OÖ. Seilbahnholding, Bundesforste AG und Traunsee-Tourismus und touristischen Akteuren auf dem Grünberg stößt das Vorhaben auf große Zustimmung.

Panoramablick (Foto: Stadtgemeinde Gmunden)

Erlebnis Akademie AG, Bad Kötzting

Die Erlebnis Akademie AG gehört europaweit zu den führenden Anbietern (Bau und Betrieb) von naturnahen Freizeiteinrichtungen mit natur- und umweltpädagogischen Elementen. Sie wurde 2001 in Bad Kötzting / Bayerischer Wald als AG gegründet und notiert seit Dezember 2015 am m:access an der Börse München. In Deutschland betreibt sie aktuell vier Anlagen: die Baumwipfelpfade im Bayerischen Wald (2009), im Schwarzwald (2014), an der Saarschleife im Saarland (2016) sowie das Naturerbe Zentrum Rügen inkl. Baumwipfelpfad (2013). In Tschechien ist sie im Rahmen eines Joint Venture an den Baumwipfelpfaden in Lipno (2012) und im Riesengebirge (2017) beteiligt, in der Slowakei am Baumwipfelpfad Bachledka (2017). Weitere Projekte im In- und Ausland sind in Planung. www.baumwipfelpfade-eak.de

Einen weiteren Schwerpunkt der Erlebnis Akademie AG bilden Seminare, Events und Teamtraining (s.e.t.), die immer in einer außergewöhnlichen Umgebung stattfinden und ebenso nachhaltige und naturorientierte Aspekte in sich tragen. www.eak-ag.de

Der gelpante Verlauf des Baumwipfelpfads

 Statements

 „Der Grünberg in Gmunden ist eines der beliebtesten Ausflugsziele in Oberösterreich und hat für den heimischen Tourismus eine überregionale Bedeutung. Nach der umfassenden Modernisierung der Seilbahn im Jahr 2014 wird der Grünberg mit dem Baumwipfelpfad um eine weitere Attraktion reicher. Im Mittelpunkt stehen dabei das Naturerlebnis und die Naturvermittlung aus einer neuen, ungewöhnlichen Perspektive. Berge, Seen und Naturerlebnis sind die Hauptmotive für Urlauberinnen und Urlauber, nach Oberösterreich zu kommen, aber auch für die Tagesausflügler, der zweiten großen Säule des Tourismus. Genau aus diesem Grund ist der Baumwipfelpfad für die am und rund um den Grünberg bereits vorhandene Infrastruktur eine perfekte Erweiterung des Angebotes.“ LH-Stv. Dr. Michael Strugl, Tourismusreferent der OÖ. Landesregierung

„Der Grünberg gehört bereits jetzt zu den beliebtesten Ausflugszielen im Salzkammergut. Durch die Erweiterung des Angebotes mit dem neuen Baumwipfelpfad wird der Grünberg die TOP-Tourismusattraktion in Oberösterreich. Das Gesamtangebot am Grünberg mit der Seilbahn und dem Baumwipfelpfad garantiert den Gästen einen erlebnisreichen und einzigartigen Ganztagesausflug für alle Altersklassen.“ Dietmar Tröbinger, Geschäftsführer der OÖ. Seilbahnholding GmbH

“Wälder sind unmittelbar mit der Tourismusregion rund um Gmunden verbunden. Das Waldbild rund um den Traunsee ist geprägt von artenreichen Mischwäldern, in denen typischerweise Fichten, Buchen und Tannen vorkommen. Mit dem Baumwipfelpfad schaffen wir nun ein völlig neues Walderlebnis – auf Du und Du mit den Baumkronen. Damit machen wir für den Waldbesucher normalerweise unerreichbare Höhen – über den Baumwipfeln – erstmals zugänglich. Die Besucher erfahren nicht nur viel Wissenswertes über die Fauna und Flora der Region – der Baumwipfelpfad gewährt auch einen einzigartigen Rundblick über die Baumkronen der Bergwälder Richtung Traunsee, Dachstein und Traunstein und reicht bis weit hinein in das oberösterreichische Alpenvorland.” DI Georg Schwaighofer, Österreichische Bundesforste AG, Geschäftsfeldentwickler für Tourismus

„Die Realisierung des Baumwipfelpfades auf unserem Hausberg wird Gmunden zu einer der bekanntesten Tourismusdestinationen Österreichs machen. Für alle Generationen ist dieses tolle Projekt eine große Attraktion und ein einzigartiges Naturerlebnis. Für Wolfgang Schlair und mich ist der Baumwipfelpfad eine Herzensangelegenheit, wir wollen diese einmalige Chance zur touristischen, aber auch wirtschaftlichen Weiterentwicklung unserer Stadt unbedingt nutzen.“ Mag. Stefan Krapf, Bürgermeister von Gmunden

 „Als Tourismusreferent war mir die Errichtung des Baumwipfelpfades am Grünberg aufgrund der Nachhaltigkeit und überregionalen Wirkung stets ein großes Anliegen. Die Projektentwicklung gemeinsam mit dem Land OÖ und den Bundesforsten verlief von Beginn an hochprofessionell und zielorientiert. In Gmunden wird nun eines der größten touristischen Projekte Oberösterreichs realisiert.“ DI Wolfgang Schlair, Vizebürgermeister und Tourismusreferent von Gmunden

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16 Kommentare

  1. Pfitschipfeil am

    Schade dass dafür das tolle fertig konzipierte Mountainbike-Projekt geopfert wurde. Die Zeit und Nerven die die privaten Initiatoren dafür geopfert haben sind also von heut’ auf morgen für die Würscht’. Aber da werden mit Sicherheit noch einige unangenehme Fragen gestellt werden.

    • Die “Radlfoahrer” wollen nicht das Wanderer unter sich sind! Am liebsten gefährden sie auf auf jeden “Waldwegerl” die Menschheit! In diesem Sinne ein Hoch auf den “Baumwipfelpfad”!

  2. Und was ist mit dem Singletrail oder eine vernünftig Mountainbike Strecken. Seit 10 Jahren warte ich darauf aber es wird immer nur gelabert und alle lustigen Trails mit Verbotsschilder zugepflastert.
    Aber ich war geduldig weil die Grundstückseigentümer auch ausgelöst werden wollen… ist alles nicht so einfach und hab ich Verständnis für.
    Aber jetzt kommt ihr mit so einem Schmarren für 5 Mille, was für ein Witz.

  3. Besser wäre den GRÜNBERG OBEN RUNDHERUM ABHOLZEN –

    und dem FORST und der Jagdgenossenschaft EINE ENTSCHÄDIGUNG zu zahlen .

    ( Früher war der Grünberg oben auf alten Fotos fast Baumfrei )

    Dann wäre eine perfekte Aussicht gegeben , und Besucher werden nebenbei von weit her noch angezogen .

    Alle Wanderer und Biker wären glücklich und die Paragleiter ebenso –

    OHNE VIEL GELD DER STEUERZAHLER UNSINNIG ZU INVESTIEREN .

    • Noch alles gut im Oberstüberl? Alles abholzen, was für ein Wahnsinn. Wir brauchen mehr Wälder, nicht weniger. Nur weil früher die Leute so deppert waren, sind sie es heutzutage wenigstens nicht mehr.

  4. Was für ein Irrsinn auf an Berg a nu an Aussichtsturm aufistön.Wer mehr Aussicht wü,der geht eh aufn Stoa oder Sattl aufi.Des passt zu de Gmundna.

  5. Haha!
    5Millionen und 220.00Besucher?
    Was ist mit der Downhill Strecke geworden??
    Kostet einen minimalen Bruchteil von 5Millionen und ALLE die die Bike Trails benutzen würden, benutzen auch die Seilbahn! Aber da ist ja schön das nächste Problem…
    Macht von mir aus was ihr wollt! Ich fahr nach Salzburg!

    • Das passt perfekt in unsere Region!
      Das Moto lautet schon seit Langem: “NUR SCHAUEN – NIX ANFASSEN – GELD ABGEBEN UND WIEDER HEIM FAHREN”
      Damit sind unsere “Aufseher” zufrieden, ein wenig vom komischen “Turm” herunterschauen und ohne Geld wieder nach Hause! SUPER!