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Familiendrama in Gmunden: angeblicher Missbrauch, Erpressung und Verleumdung

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Er soll vom eigenen Vater und einem Freund sexuell missbraucht worden sein, sei mit Gewalt an den Gartentisch gedrückt und von beiden anal vergewaltigt worden.

Diese furchtbare Behauptung stellte Helmut W. im Dezember 2016 auf, wohlwissend, er hatte sich alles nur ausgedacht. Nun wurde dem 33-jährigen, der in Altmünster wohnt, der Prozess in Wels gemacht.

Geldgier als Motiv  

153.000 Euro wollte Helmut W. mit dem Vorwurf der Vergewaltigung von seinem Vater Helmut W. Senior erpressen. Der Senior weigerte sich jedoch zu bezahlen. Die Vorwürfe erwiesen sich bald als erfunden und gelogen. Am Freitag stand Helmut W. nun in Wels vor Gericht. Er habe sich der versuchten Erpressung, der falschen Beweisaussage und der Verleumdung schuldig gemacht, lautete die Anklage.

10 Monate bedingte Haft – Vater starb vor Verhandlung

Ein Gutachter stellte bei Helmut W. Junior eine psychologische Beeinträchtigung fest, das Urteil lautet 10 Monate bedingt und ist noch nicht rechtskräftig. Der Vater, Helmut W. Senior hat die Verhandlung gestern am Landegericht Wels nicht mehr miterlebt. Er ist bereits im Juli verstorben. Seine Rechtsanwältin Mag. Dr. Christina Gesswein-Spießberger ist überzeugt, bei der Einvernahme des Beschuldigten habe sich die besondere Schwere der Schuld des Angeklagten gezeigt.

“Das zuständige Gericht hat die besondere Schwere der Tat sehr gut herausgearbeitet und die verwerflichen Motive des Helmut W. jun. erkannt. Ich hätte mir gewünscht dass mein Mandant das Urteil noch erleben hätte dürfen. Das hätte ihm geholfen seinen Frieden zu finden“, so Gesswein-Spießberger. (Foto: privat)

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3 Kommentare

  1. Verleumdungen hin oder her, egal, aber es gibt eine Gerechtigkeit. Ich durfte das schon einige mal erleben und freue mich darüber jedes mal.

  2. Pfui, ist das grauslich, jemanden so zu verleumden und schädigen!
    Das sind Menschen, die eine massive Persönlichkeitsstörung
    haben!

    Noch dazu, den eigenen Vater!