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Gestohlene Altarbilder kehren nach Hallstatt zurück

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Knapp 30 Jahre ist es her, dass vier Tafelbilder aus der Pfarrkirche Hallstatt im Jahre 1987 bei einem Einbruch gestohlen wurden. Nun hat sie Österreich wieder.

Von Seiten der Diözese Linz wurden die Bilder im November 2016 in Rom begutachtet und identifiziert. Anschließend waren sie in einer Ausstellung in Mailand zu sehen. Die über 500 Jahre alten Kunstwerke stammen aus der Zeit um 1450 und sind beidseitig mit Öl bemalt. Nun wurden die wertvollen Tafelbilder von Italien wieder nach Österreich überstellt. 

Vor 30 Jahren in Nacht-und-Nebel-Aktion aus der Kirche entwendet

Der gotische Altar stellt laut Erzdiözese einen kunsthistorischen Schatz dar, der die 1505 fertiggestellte zweischiffige gotische Kirche über die Landesgrenzen hinaus berühmt machte. Ein italienisches Diebespaar hatte die gotischen Flügel, in denen 4 beidseitig bemalte Tafelbilder montiert waren, 1987 in einer Nacht-und-Nebel-Aktion aus der Kirche entwendet. Eine Fahndung nach den Dieben bzw. der Beute blieb vorerst erfolglos. Daraufhin wurden vorübergehend Nachbildungen angefertigt, um das Erscheinungsbild zu bewahren.

Die Diözese Linz verfügt über ein vollständiges Kunstgutinventar, in dem über 130.000 Kunstobjekte mit Foto und Datenblatt verfasst sind. Dies ermöglicht die Identifizierung gestohlener Objekte. Bei Diebstählen wird mit Fotos auf kurzem Wege mit der Kriminalpolizei kommuniziert und die Fahndung eingeleitet. Im Falle von Hallstatt hat dieser Vorgang nach 30 Jahren zum Fahndungserfolg geführt.

Foto: Diözese Linz / Hubert Nitsch

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