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Ökumenisches Reformationsgedenken in der Kapelle der Familie Jörger

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Auf den Spuren der ersten evangelischen Förderer in Oberösterreich. Bischof Bünker erinnert an die Kraft der Erinnerung, die von diesem Ort ausgeht.

Am Samstag, den 7. Oktober feierten in der Kapelle zur heiligen Maria in Köppach evangelische und katholische Christen gemeinsam ein Reformationsgedenken. Oberkirchenrätin a.D., Dr. Hannelore Reiner erinnerte, dass Dorothea Jörger bereits sehr früh reformatorisches Gedankengut in Oberösterreich verbreitet hat. In der Kapelle von Schloss Köppach hat Dorothea Jörger gebetet.

Foto: privat

Der evangelische Bischof Dr. Michael Bünker verwies in seiner Ansprache auf die Kraft der Erinnerung. “Durch das Erinnern kann die Vergangenheit, die Schmerzen und die Freuden welche durch die Reformation entstanden sind, aufgearbeitet und ins Gespräch gebracht werden. Das eröffnet die Möglichkeit, aus der Vergangenheit gemeinsam an einem weitern ökumenischen Weg zu arbeiten. Deshalb ist es so wichtig, gemeinsam an solchen Orten zu feiern, und sich die Geschichte zu vergegenwärtigen.”

Pfarrer Matthias Bukovics betont die gute ökumenische Stimmung, die in der Region herrscht. “Es ist schön, dass wir gemeinsam die Vergangenheit aufzuarbeiten, an so einem historischen Ort feiern und gedenken zu können. Gerade in der Ökumene ist es wichtig, sich gegenseitig zu respektieren, die Verschiedenheit anzunehmen, aber gemeinsam an der Zukunft zu arbeiten.”

Beschlossen wurde die Feier mit einer ökumenischen Fürbitte durch den kath. Pfarrassistent von Wolfsegg, Dr. Markus Himmelbauer, die Presbyterin Doris Humer, den katholischen Dechant von Puchheim, Pater Josef Kampleitner und Hannelore Reiner. Musikalisch begleitet hat die Andacht der Chor der Evangelischen Pfarrgemeinde A.B. Schwanenstadt, sowie Bernd Geißelbrecht an einem Orgelregal, wie es früher in manchen Kirchen verwendet wurde.

 

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