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125 Jahre Bildungsstandort der Kreuzschwestern Gmunden

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Im Herbst September 1892, vor 125 Jahren, öffneten die Bildungseinrichtungen der Kreuzschwestern in Gmunden mit dem „Mädchenpensionat“ erstmals ihre Pforten. In einem Festakt begingen Kindergarten, Volksschule, AHS, Hort und „Höhere Schule im Spital“ am 6. November gemeinsam das Gründungsjubiläum. Höhepunkt der Veranstaltung war eine beeindruckende Lichtinstallation von Waltraut Cooper, die noch bis 12. November die Fassade des Gründerzeithauses abends zum Strahlen bringen wird.

Lichtinstallation von Frau Cooper Foto: Manfred Keller

Bereits 1861 kamen die ersten Kreuzschwestern aus dem Mutterhaus in der Schweiz nach Oberösterreich. Durch Ankauf des „Mayrhofschen Gutes“ in Gmunden konnten die Schwestern dem Wunsch des damaligen Bischofs, „eine im christlichen Geist geführte Erziehungs- und Bildungsstätte für Mädchen zu schaffen“, nachkommen. 1892 startete die Schule, die viele unter dem Namen „Pensi“ kennen, mit einer Volksschulklasse und zwei Bürgerschulklassen.

Im Laufe der Jahrzehnte wurde das Bildungs- und Betreuungsangebot stets im Sinne des gesellschaftlichen Wandels gestaltet und erweitert – mit der konstanten Wertebasis eines lebendigen Miteinanders und Füreinanders. So wurde 1924 nach dem Ankauf der benachbarten Villa “Aichelburg” der Kindergarten eröffnet, 1999 erfolgte die Gründung des Horts. Seit 1999 gehen in der Pensionatsstraße 9 auch Buben zur Schule. Die jüngste Kreuzschwestern-Einrichtung, die vom Standort Gmunden ausgeht, ist übrigens die „Höhere Schule im Spital“, bei der Jugendliche im Krankenhaus unterrichtet werden. Davor hatten LangzeitpatientInnen in Oberösterreich ab der 9. Schulstufe keine Möglichkeit, im Spital am Unterricht teilzunehmen.

 

Anlässlich des 125-jährigen Gründungsjubiläums gestaltete die renommierte Lichtkünstlerin und ehemalige Schülerin Waltraut Cooper eine Lichtinstallation auf Basis ihrer Regenbogentrilogie zum Frieden. Diese haben Schüler/innen in zwei Projekten fortgesetzt:

Eine weltweite Friedensaktion der 7. Klasse, gestartet über die sozialen Medien, möchte Jugendliche auf der ganzen Welt einladen, ihren Wunsch nach Frieden und Respekt gemeinsam zum Ausdruck zu bringen.

Die Verbundenheit der Schule nach Innen zeigt ein Projekt der 8. Klasse mit dem Titel „Das ist für mich Pensi“. Dabei sind 12 Bilder mit prägnanten Aussagen zum Menschenbild und der Wertbasis der Schule entstanden: Gemeinschaft, Zusammenhalt und Respekt, die wiederum den Weg zum Frieden erschließen. Diese Bilder wurden im Stile der Arbeit von Frau Cooper in die Farben des Regenbogens getaucht.

Beim Festakt wurde die Lichtinstallation, die noch bis 12. November ab Einbruch der Dunkelheit an der Ost-Fassade des Gebäudes bewundert werden kann, in Anwesenheit der Künstlerin feierlich eröffnet.

Alte Ansicht der Schule Foto: Gymnasium Ort

Über die Kreuzschwestern:
Die Kreuzschwestern sind der größte Frauenorden Österreichs und betreiben Bildungs-, Sozial- und Gesundheitseinrichtungen in acht Bundesländern, darunter das Klinikum Wels-Grieskirchen, das Krankenhaus Sierning und die Kreuzschwestern-Schulen in Linz. Am Standort Gmunden/Ort erfolgte heuer vor 125 Jahren die Gründung eines „Mädchenpensionats“, aus dem sich der heute noch existierende Spitzname „Pensi“ herleitet, im Volksmund kurz als „Pensi“ bezeichnet. Im Bildungsjahr 2017/18 nutzen insgesamt rund 600 Kinder und Jugendliche die Einrichtungen der Kreuzschwestern in Gmunden: den Kindergarten, die Volksschule, das Gymnasium und den Hort.

Über Waltraut Cooper:
Waltraut Cooper ist eine renommierte Künstlerin und ehemalige Schülerin der Kreuzschwestern-AHS Gmunden/Ort. Frau Cooper erreichte vor allem mit ihren Lichtarbeiten im Architekturkontext internationale Bekanntheit. So war sie heuer bereits das 4. Mal mit einem Projekt auf der Biennale in Venedig vertreten, auch die Landesgalerie Linz widmet der Künstlerin ab November 2017 eine Sonderausstellung. Es war daher naheliegend, die wunderschöne Fassade der Schule „ins Licht zu stellen“. Dafür hat Frau Cooper ein Beleuchtungskonzept entwickelt, das auf ihrer international bekannten „Regenbogentrilogie 1999-2015“ – der Regenbogen als Friedenssymbol – basiert.

 

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