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Leistungsschau und Ausblick auf zukünftige Investitionen im Salzkammergut-Klinikum Vöcklabruck

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Hochqualitative Gesundheitsvorsorge in Wohnortnähe – um diesem Anspruch gerecht zu werden, investieren das Land Oberösterreich und die gespag laufend in die regionale Gesundheitsversorgung. Im Salzkammergut-Klinikum Vöcklabruck stehen in den nächsten Jahren umfassende Investitionen an. Ende dieses Jahres erhält der gespag-Standort im Salzkammergut beispielsweise ein neues MRT-Gerät. Der geplante Zu- und Umbau wird 2021/2022 fertiggestellt sein.

Mehr als 100 Millionen Euro in regionale Gesundheitsversorgung investiert
Mit einem Marktanteil von rund 30 % und über 7.000 Mitarbeiter/innen ist die Oö. Gesundheits- und Spitals-AG die größte Krankenanstaltenträgerin Oberösterreichs. Das Salzkammergut-Klinikum mit den drei Standorten Bad Ischl, Gmunden und Vöcklabruck ist für die wohnortnahe Versorgung von rund 230.000 Oberösterreicherinnen und Oberösterreichern verantwortlich. Um diesem Versorgungsauftrag gerecht zu werden, bieten die drei Standorte neben dem Angebot eines Schwerpunktkrankenhauses in zahlreichen Bereichen eine darüberhinausgehende Spezialisierung.

„Uns geht es darum, dass die Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher rasch und in unmittelbarer Nähe eine hochwertige medizinische Versorgung in Anspruch nehmen können. Um dies zu gewährleisten, wurden in den vier Jahren seit der Gründung des Salzkammergut-Klinikums insgesamt mehr als 100 Millionen Euro investiert. Mit dem Da Vinci Operationsroboter und dem neuen zusätzlichen MRT-Gerät im Salzkammergut-Klinikum Vöcklabruck sind uns zweifellos Meilensteine in der Stärkung der regionalen Gesundheitsversorgung gelungen“, betont Landesrätin Mag.a Christine Haberlander und ergänzt: „Eine weitere wesentliche Investition, die erst kürzlich getätigt wurde, ist die hochmoderne Produktionsstätte für Zytostatika (= Krebsmedikamente).“

Ausblick – Zubau für Dialyse und Labor
Um den gegenwärtigen und zukünftigen Anforderungen zu entsprechen, wird auch in den kommenden Jahren umfassend investiert. „Die vorgesehenen Zu- und Umbauten am Standort Vöcklabruck sind ein wichtiger Schritt in der Weiterentwicklung einer hochwertigen, regionalen Gesundheitsversorgung für die Bevölkerung im Inneren Salzkammergut. Insgesamt werden 16 Millionen Euro investiert, um rund 2.000 Quadratmeter zusätzliche Nutzfläche für Dialyse und Labor zu schaffen bzw. bestehende Räumlichkeiten zu adaptieren“, informiert gespag-Vorstand Mag. Karl Lehner, MBA.

Der Startschuss der Bauarbeiten erfolgt Anfang 2019 – die Inbetriebnahme des geplanten Zubaus 2021, der Abschluss der Umbauten in den bestehenden Räumlichkeiten im Jahr 2022.

Erweiterte Dialyse ermöglich wohnortnahe Versorgung
„Um den aktuellen Bedarf zu decken, werden am Salzkammergut-Klinikum Vöcklabruck die bestehenden sechs Dialyseplätze um zehn auf 16 Plätze aufgestockt. Somit können anstelle von derzeit 30 bis 36 Patientinnen und Patienten in Zukunft 80 Patientinnen und Patienten wohnortnah versorgt werden“, erklärt Pflegedirektorin Mag.a Gabriele Aster, MBA. „Das bedeutet eine große Verbesserung für dialysepflichtige aus der Region. Sie können wohnortnahe versorgt werden und müssen zukünftig keine langen Wege zurücklegen. Das ist gerade für Dialysepatienten, die drei Mal wöchentlich ins Krankenhaus kommen, ein großer Gewinn an Lebensqualität.“

100 Prozent Leistungssteigerung im Labor – mehr Raumbedarf
Auch der Laborbereich entspricht nicht mehr den Anforderungen eines Schwerpunktkrankenhauses, da seit Inbetriebnahme im Jahr 2004 eine Leistungssteigerung von 100 Prozent zu verzeichnen ist“, skizziert der Kaufmännische Direktor, Mag. Günther Dorfinger, MBA die Notwendigkeit einer Kapazitätserweiterung am Standort Vöcklabruck. „Zudem reichen unsere vorhandenen räumlichen Strukturen im Bereich der Akutaufnahme nicht mehr aus. Insgesamt besteht am Standort Vöcklabruck ein vermehrter räumlicher Bedarf an Dienst- und Bereitschaftszimmern.“

Nach intensiver Prüfung und Analyse haben sich die Verantwortlichen schließlich für einen Zubau entschieden. Dieser wird direkt neben dem Strahlenzentrum entstehen.

Die derzeitigen Labor-Räumlichkeiten sollen künftig als interdisziplinäre und interprofessionelle Arbeitsplätze zur Verfügung stehen. Durch die Verlegung der Dialyse in den Neubau kann die notwendige Vergrößerung der Akutaufnahme erfolgen.

Neues MRT-Gerät kommt Ende 2018
Das für das Salzkammergut-Klinikum Vöcklabruck vorgesehene 3 Tesla-MRT wird noch Ende dieses Jahres in Betrieb genommen. Es ermöglicht vor allem in der Gefäßdiagnostik klare Vorteile. Aber auch andere sehr feine Strukturen im Körper – beispielsweise Sehnen, Bänder und Nerven – werden dadurch besser und schneller sichtbar. Somit stellt dieses hochmoderne Gerät eine wertvolle Ergänzung der Schwerpunkte des Standortes dar – sei es in der Schlaganfallversorgung (Stroke Unit), der Traumatologie, einer noch besseren OP-Planung (Urologie) oder bei Mammografien (Brustzentrum Salzkammergut).

„In Kombination mit unserem DaVinci OP-Roboter sowie dem Brustzentrum Salzkammergut können wir hier zweifellos von einer Top-Ausstattung für unsere Patientinnen und Patienten sprechen“, freut sich Dr. Tilman Königswieser, MPH, Ärztlicher Direktor des Salzkammergut-Klinikums.

Maßgeschneiderte Krebsmedikamente aus hauseigener Apotheke
Bereits seit 2017 sind die Reinräume der Apotheke des Salzkammergut-Klinikums Vöcklabruck nach besonders strengen Richtlinien zertifiziert.

Damit ist sichergestellt, dass bei der hauseigenen Produktion individuell abgestimmter Krebsmedikamente (Zytostatika) die gleichen hohen Qualitätskriterien wie bei großen Pharmakonzernen erfüllt werden. „Die Zertifizierung der onkologischen Produktionsstätte am Standort Vöcklabruck ist für uns ein Meilenstein, der sich nahtlos in das onkologische Gesamtkonzept der gespag einfügt“, sagt Mag. Karl Lehner, MBA.

Foto: gespag

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6 Kommentare

  1. 6 Stunden Wartezeit mit Kind in der Aufnahme mit schwerem Durchfall, der sich als schwere Erkrankung herausstellte! Im selben Jahr ein Kind das nicht aufgenommen wurde und verstarb! … Ohne Worte…

  2. Ausbau ohne das nötige Personal wird spannend. Eine Akutaufnahme die nach 19.00 Uhr nicht mehr besetzt ist…

    • Wieso werden dann Verkehrsunfallopfer aus dem Almtal nach 19:00 nach Vöcklabruck gebracht? Auf Nachfrage beim RK Scharnstein hieß es, deswegen weil das Klinikum in Gmunden nach 19:00 niemanden mehr annimmt, da die Aufnahme nicht besetzt ist.

      Kann es sein, dass es auf die Schwere der Verletzung ankommt? Wobei das auch unlogisch wäre. Wäre interessant was den nun stimmt, ich kenn´ mich da auch nicht mehr aus.