Wie schon am 20. Mai exklusiv berichtet, spielt die Rettung aus der Luft im Salzkammergut eine wesentliche Rolle. Anflugzeiten von über 20 Minuten der Rettungshubschrauberstaffel des ÖAMTC sind oft keine Seltenheit, um verletzte Bergsteiger oder Skifahrer aus dem oft unwegsamen Gelände zu holen. Mit dem Wegfall des Rettungshubschrauber Knauss in Ebensee brach damals auch ein Stück gewohnte Sicherheit unserer Region weg.
Fly Med bringt Sicherheit ins Salzkammergut
Am 29. Mai 2009 hätte aus diesem Anlass die Firma Fly Med aus Oberpullendorf gemeinsam mit der Firma Berger Air Flugdienst GmbH am Flugplatz Gmunden-Gschwandt schon in die Lüfte gehen sollen. Ein neuer Ganzjahres Rettungshubschrauberstützpunkt wurde dafür vom erfahrenen Radiologe Primarius Dr. Günther Schamp aus Oberpullendorf (Burgenland) mit seiner Firma FlyMed und dem Partner Berger Air Flugdienst in Gschwandt eingerichtet und alle Genehmigungen und Lizenzen seitens dem Land OÖ, der Austrocontroll und der Flugsicherheit eingeholt.
Präsident verbietet Alarmierung
Seit Anfang 2009 steht die Firma FlyMed mit dem Roten Kreuz Oberösterreich sowie Gesundheitsrätin Silvia Stöger (SPÖ) in Verhandlung, um einen eigentlich perfekten Kooperationspartner, das Rote Kreuz, zu finden, um in das bestehende Rettungssystem eingebunden zu werden. Nach anfänglicher Euphorie wurde nun der Ball - ob ja, wie und was - zwischen dem Roten Kreuz und der Politik hin und her geworfen. Nach mehreren Gesprächen mit Vertretern des Roten Kreuzes und Gesundheitsrätin Stöger steht nun fest; der Hubschrauber darf nicht alarmiert werden.
"Die Gesundheitsrätin hat absolut nichts gegen einen neuen Rettungshubschrauber im Salzkammergut, nur Rot Kreuz Präsident Leo Pallwein Prettner verbietet durch eine Dienstanweisung seinen eigenen Mitarbeitern den neuen Rettungshubschrauber "Airmed1" zu alarmieren.
Wir melden uns täglich in der Rettungsleitstelle Gmunden frühmorgens einsatzbereit, Abends melden wir uns wieder ab!", so Dr. Schamp gegenüber salzi.at und meint weiter "Alarmiert werden wir jedoch aufgrund der Dienstanweisung des Präsidenten nicht! So sind auch den Mitarbeitern der Rettungleitstelle Gmunden die Hände gebunden, den einsatzbereiten Hubschrauber zu entsenden!"
Bürgermeister befürworten Rettungshubschrauber im Salzkammergut
Das öffentliche Interesse ist jedoch beachtlich groß. Alle Bürgermeister aus dem Salzkammergut befürworten sogar in einem gemeinsamen Brief einen neuerlichen Standort im Salzkammergut, um die Notfallmedizin in unserer Region zu verbessern. Damit kann das Salzkammergut, ein weißer Punkt in Sachen Flugrettung auf der Landkarte, nun endgültig geschlossen werden.
Gmunden-Vöcklabruck als Einsatzgebiet
Mit dem Standort Gmunden-Gschwandt deckt der neue Rettungshubschrauber das gesamte Salzkammergut, also den Bezirk Gmunden und Vöcklabruck ab und kann bei einem Notfall innerhalb weniger Minuten vor Ort sein.
Dem ÖAMTC ein Dorn im Auge
Wie aus Insiderkreisen bekannt wurde, wehrt sich auch der ÖAMTC gegen diesen neuen Standort, denn die Einsatzzahlen würden dann für diesen beachtlich geringer werden.
Alarmierung über Rettungsleitstelle Gmunden
Die Alarmierung des neuen Rettungshubschraubers soll, so gehe es nach den Betreibern, von der Rettungsleitstelle Gmunden aus erfolgen, bei der alle 144-Notrufe aus dem Bezirk Gmunden zusammenlaufen. Neben dem Notarztstützpunkt Gmunden und Bad Ischl wäre der Rettungshubschrauber in Gschwandt der dritte Notarzt, um bei Notfällen ein bodengebundenes Rettungsmittel zu entsenden und dadurch raschest Hilfe Leisten zu können.
FlyMed und Berger Air - zwei erfahrene Partner
FlyMed ist österreichweit mit drei Rettungshubschraubern vertreten und führt gemeinsam mit dem Partner Berger Air Flugdienst GmbH jetzt schon mit einer BO-105 CBS4 die Alpin-Rettung mit dem Notarzthubschrauber AIRMED 1 am Nassfeld (Kärnten) durch.
Mit dem Notarzthubschrauber AIRMED 2, in diesem Winter erstmals in Bramberg (Oberpinzgau) stationiert, garantiert FlyMed dort für flächendeckende Alpin-Rettung sowie auch heuer wieder in einem Sommerflugrettungsstützpunkt in Unterkärnten.
Alle drei BO 105 CBS 4 sind als Rettungshubschrauber zugelassen, verfügen über modernste Ausrüstung und ein mobiles Ultraschallgerät.

