Elektronische Krankenstandsmeldung in Oberösterreich gut angelaufen
Mittwoch, 17.06.2009 12:42 (GMT+2)
Nach einem Monat im Betrieb ist die Oberösterreichische Gebietskrankenkasse zufrieden: Rund 300 Vertragspartner nützen derzeit in Oberösterreich das neue System zur elektronischen Krankmeldung, österreichweit sind es fast 1300. In den vergangenen 6 Wochen langten über 12.600 papierlose Meldungen bei der OÖGKK ein. „Da Oberösterreich federführend an der Einführung beteiligt war, freut es mich besonders, dass es so problemlos läuft und sich so viele Ärzte freiwillig beteiligen“, meint der Obmann der Oberösterreichischen Gebietskrankenkasse Felix Hinterwirth.
Ab Mai 2009 können Vertragsärzte der OÖ Gebietskrankenkasse die Arbeitsunfähigkeitsmeldung elektronisch übermitteln. In Zusammenarbeit mit der Ärztekammer OÖ wurde ein System entwickelt, das bei Ärzten und Patienten die Zettelflut eindämmt und eine raschere Bearbeitung möglich macht. Das System der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsmeldung läuft in ganz Österreich. Die Teilnahme für die Ärzte ist freiwillig, sie können ihre Patienten (auch nur fallweise) weiter auch in bisheriger Form krank melden.
Der Patient erhält von seinem Arzt einen Ausdruck zur Vorlage beim Dienstgeber, dieser erhält keine persönlichen Krankenstandsdaten, also auch keine Diagnosen.
Weiters wurde das Formular der Arbeitsunfähigkeitsmeldung österreichweit vereinheitlicht. Bestätigungen für Dienstgeber und Dienstnehmer sind jetzt gleich. „Damit kann der Patient auch nicht mehr irrtümlich seine Dienstnehmer- Bestätigung mit der Diagnose drauf, dem Dienstgeber geben“, erklärt Hinterwirth. Seit kurzem läuft auch ein Testbetrieb für die online Krankenstandsabfrage für die Dienstgeber: Dabei kann der Dienstgeber die Daten abfragen, ob und wie lange (falls der Krankenstand zeitlich begrenzt wurde) seine Mitarbeiter krank gemeldet sind.
„Mit der elektronischen Krankmeldung beweist die OÖGKK wieder einmal ihre Innovationskraft und Vorreiterrolle. Der Informationsfluss zwischen Ärzten und Gebietskrankenkasse wird beschleunigt, die Datenqualität verbessert. Portokosten und Handlungsaufwand können reduziert werden“, freut sich der Projektverantwortliche der OÖGKK, Dir. Stv. Dr. Gerhard Mayr.
Redaktion
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