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Gesundheit
 
SKRIP revolutioniert die Rückenschmerztherapie am LKH Vöcklabruck
Dienstag, 28.07.2009 08:35 (GMT+1)

Rund 600.000 Österreicher leiden unter chronischen Schmerzen. Die häufigste Ursache liegt im Bewegungsapparat. 60 Prozent davon sind chronische Kreuzschmerzen. „Chronische Rückenschmerzen sind in den westlichen Industrienationen inzwischen die teuersten Diagnose überhaupt geworden, teuerer als alle onkologischen Erkrankungen zusammen“, sagt Prim Dr. Peter Pauly, Leiter des Institutes für Physikalische Medizin und Rehabilitation am Landes-Krankenhaus Vöcklabruck. „Aus diesen Gründen und weil wir unsere Patienten optimal betreuen wollen wird Rückenschmerzen am LKH ganz besonderes Augenmerk geschenkt.“

Unter dem Kürzel „SKRIP“ (Salzkammergut Rücken-Intensiv-Programm) wird am LKH Vöcklabruck Pionierarbeit bei der Rückenschmerztherapie geleistet. „Der Grund für chronische Kreuzschmerzen ist – neben strukturellen Veränderungen – auch ein Verlust von Feinmotorik, Halte- und Stellreflexen sowie Balance“, erläutert Primar Pauly. Oftmals wird nach wie vor Entlastung als Therapie empfohlen. Das bewirkt zwar möglicherweise kurzfristig Schmerzfreiheit, verstärkt aber funktionelle Defizite und damit die eigentliche Ursache des Schmerzes. Die therapeutischen Prinzipien von SKRIP wirken in die entgegengesetzte Richtung. Primar Pauly und sein Team setzen damit jene Rückenrehabilitationskonzepte um, die in den USA bereits seit knapp 40 Jahren bekannt und hoch wirksam sind.

Der Fokus der Behandlung liegt auf Aktivität. Befindlichkeitsverbesserung ohne Funktionsverbesserung ist dabei kein Behandlungsziel. „Die Therapieprogramme werden individuell nach dem Bedarf der Patientinnen und Patienten zusammengestellt. Vor allem die Eigenverantwortung der Betroffenen soll gefördert werden“, sagt der Experte.

Die Therapie endet auch nicht mit der Erreichung der angestrebten Funktionsverbesserung. Sie beinhaltet weiters eine Rückfallprophylaxe, bei der die PatientInnen lernen, auf Schmerzvermeidungsverhalten zu verzichten. „Auf diese Weise wird die funktionale Leistungsfähigkeit verbessert und eine alltagstaugliche Rückenbelastbarkeit wiederhergestellt. Zugleich werden unnütze Behandlungen eingespart“, zitiert Prim. Dr. Pauly die evidenzbasierten Studienergebnisse.

Rückenschmerzen sind in Österreich die häufigste Ursache von Krankenständen, Spitalsaufenthalten, Behandlungen im niedergelassenen Bereich sowie für Frühpensionen im Alter unter 45 Jahren. Häufig führen chronifizierte Schmerzsyndrome zum Rückzug und zum Verlust sozialer Kompetenzen. Das kann Beziehungsprobleme, Isolation und Depression auslösen. „Chronische Schmerzen haben ungeheuere Auswirkungen auf Familien und senken die Chancen der Betroffenen auf berufliche Reintegration“, erklärt Prim. Pauly. Bei erfolgreicher Behandlung mit SKRIP kann bei 67 bis 85 Prozent die Arbeitsfähigkeit wiederhergestellt werden. Diese Ergebnisse sprechen für sich.

Das Team um Prim. Dr. Peter Pauly (ganz rechts) setzt ein Rehabilitationskonzept für Rückenschmerzen aus den USA um. | Foto: LKH Vöcklabruck

Redaktion


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