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Allianz beendet die finanzielle Bergnot bei Hubschrauberbergungen Dienstag, 20.10.2009 12:19 (GMT2)
Hubschrauberbergungen sorgen seit Jahren für Schlagzeilen in den Medien. Grund dafür: Die Sozialversicherung zahlt erst bei lebensbedrohlichen Verletzungen einen Teil der Rechnung für den Flugrettungseinsatz. Die Patienten bleiben deshalb sehr oft auf Kosten von mehreren tausend Euro sitzen. Die Allianz und Alpgarant stellen deshalb ein neuartiges Konzept vor, wie dieses Dilemma gelöst werden kann. Die Wiener PatientInnenanwaltschaft begrüßt die auf der Riesneralm bereits erfolgreich umgesetzte Lösung als beispielhaft für die österreichischen Ski- und Bergsportregionen. Einzigartiges Sicherheitskonzept Dadurch sind Gäste jener Region, die über die jeweilige Liftanlage oder Bergbahn erreichbar ist, mit der Liftkarte automatisch gegen das Bergungskosten-Risiko nach einem Unfall versichert. Der Versicherungsschutz beginnt mit der ersten Benützung der Anlage, die Kosten dafür belaufen sich auf nur einen Euro pro Tag, für Kinder ist er gratis. Nicht versichert sind Unfälle infolge von Bewusstseinsstörungen durch Alkohol- und Drogenkonsum. Doch der Deckungsumfang erstreckt sich auch auf Risikosportarten, die üblicherweise von privaten Unfallversicherungen ausgeschlossen sind - also z.B. Paragleiten und Extrembergsteigen. Kein finanzieller Beinbruch - kein lästiger Papierkram Patientenanwalt begrüßt Pilotprojekt Riesneralm "Jetzt liegt es an den Betreibern von Skiliften und Bergbahnen, sich zu entscheiden, ob sie ihren Gästen unnötige Härtefälle ersparen möchten", ergänzt Sturmlechner und verweist auf die Empfehlung des Wiener Patientenanwalts Prof. Dr. Konrad Brustbauer: "Da die Krankenkasse nicht in allen Fällen, sondern nur bei Vorliegen entsprechender medizinischer Indikation für einen Teil der Kosten aufkommt, ist eine private Vorsorge bzw. Versicherung derzeit unbedingt empfehlenswert." Für Alles und Jedes zahle man beim Liftpreis mit, von der gut präparierten Piste bis hin zur künstlichen Beschneiung. "Für die eigene finanzielle Absicherung und Gesundheit sollte da auch noch ein bisschen Platz sein", so Brustbauer. Finanziell verhängnisvoll: Diagnose im Nachhinein Dieser Index wurde vom National Advisory Committee for Aeronautics ursprünglich für Unfälle in der Luftfahrt entwickelt und später vom US-Militär im Vietnamkrieg als Triage-Instrument eingesetzt. Mit diesem Selektionsverfahren wird bei Militäreinsätzen bzw. Rettungs-Großeinsätzen entschieden, wie die knappen personellen und finanziellen Ressourcen unter einer Vielzahl von Verletzten am effizientesten aufgeteilt werden. "Am Berg müssen bessere Maßstäbe angelegt werden" Redaktion
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