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Airmed 2 ab sofort in Scharnstein stationiert
Samstag, 31.10.2009 17:01 (GMT+1)

Airmed 2 absofort in Scharnstein stationiertDie Rettung aus der Luft spielt im Salzkammergut eine wesentliche Rolle. Anflugzeiten eines Rettungshubschraubers von über 20 Minuten gehören seit dem Notarzthubschrauber Airmed 2 in Gschwandt der Vergangenheit an, um verletzte Bergsteiger oder Skifahrer aus dem oft unwegsamen Gelände zu holen.

Airmed 2 ab sofort in Scharnstein stationiert
Um auch während der Nebelsaison im Seengebiet für die Gesundheit der Bürger zur Verfügung zu stehen, entschied sich die Firma Flymed einen neuen Standort zu suchen. Nach zahlreichen Gesprächen konnte nun der Flugplatz Scharnstein auserkoren werden. Mit diesem Standort versorgt Airmed 2 nun noch mehr den Bezirk Kirchdorf, das Skigebiet Kasberg, den Feuerkogel aber auch Gosau sowie das steirische Salzkammergut. "In erster Linie haben wir uns wegen der Nebelsituation für Scharnstein entschieden!", sagt Primar Dr. Schamp.

FlyMed mit eigener AOC
Die Firma FlyMed aus Oberpullendorf startete vorerst gemeinsam mit der Firma Berger Air Flugdienst GmbH am Flugplatz Gmunden-Gschwandt den neuen Ganzjahres Rettungshubschrauberstützpunkt. Nach einem knappen halben Jahr lief jedoch mit Berger Air der Vertrag aus und FlyMed fliegt nun seit 30. Oktober mit eigener Air Operating Certification für Hems, kurz AOC in Scharnstein nun mit allen erforderlichen Genehmigungen.

Direkte Verrechnung mit der Krankenkasse
"Wir haben nicht nur etwa 60 (freie) Mitarbeiter unter Vertrag, sondern verrechnen in Oberösterreich auch direkt mit der Gebietskrankenkasse sowie mit dem Wohlfahrtsfond der Ärztekammer OÖ. Verhandlungen mit weiteren Versicherungspartnern sind in Planung!", sagt Primar Dr. Günther Schamp aus Oberpullendorf (Burgenland) im salzi.at Interview.

FlyMed ist österreichweit mit drei Rettungshubschraubern vertreten und führt ab Anfang November wieder mit einer BO-105 CBS4 mit ausgewählten Partnern die Alpin-Rettung mit dem Notarzthubschrauber AIRMED 1 am Nassfeld (Kärnten) durch. Zuvor war dieser Hubschrauber am Sommerstützpunkt in Kühnsdorf (Unterkärnten) stationiert und garantierte dort für flächendeckende Alpin-Rettung. "Sogar Kärntens Landeshauptmann Gerhard Dörfler gratulierte FlyMed mit Dankschreiben für die hervorragende medizinische Versorgung in Unterkärnten!", so Schamp lachend.

Gefährdet `AOCV-Novelle 2008´ den Flugbetrieb?
Alle drei BO 105 CBS 4 sind als Rettungshubschrauber zugelassen, verfügen über modernste Ausrüstung und ein mobiles Ultraschallgerät. Sollte mit 1.1.2010 vom Verkehrsministerium das Bundesgesetz Luftverkehrsbetreiberzeugnis-Verordnung 2008 – AOCV Novelle 2008 in Kraft treten, dürfte Airmed 2 von Scharnstein aus aufgrund technischer Bestimmungen für zwei Jahre im Bereich der Luftrettung nicht mehr in die Lüfte gehen.

"Diesbezüglich wird sich in den kommenden Wochen noch einiges tun", sagt Schamp und meint weiter: "Sollte dieses Gesetz seitens des Verkehrsministeriums nicht aufgehoben werden, dürften wir nur mehr Einsätze bis zu einer Seehöhe von etwa 900m durchführen. (Anmerkung: Typen und Leistungsbezogen aufgrund technischer Daten eines Hubschraubertypes). Zahlreiche Hubschrauberbetreiber österreichweit werden am Boden bleiben müssen. Auch den ÖAMTC wird dieses Gesetz in manchen Bereichen hart treffen. Das Skurile daran ist jedoch, dass nach zwei Jahren dann ein EU-Gesetz in Kraft tritt, welches diese Verordnung wieder aufheben würde!", so Schamp zuversichtlich, dass diese wettbewerbsverzerrende Verordnung aufgehoben wird.

Redaktion


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Kommentare:

...
Der Redaktion bekannt Walter aus GmundenMontag, 02.11.2009 13:02

Zur Hofberichterstattung von Salzi.at sollte noch folgende ergänzt werden.

1. Steht der Termin für das Inkrafttreten der Bestimmung schon seit vielen Jahren fest und IN GANZ EUROPA haben sich alle Rettungsdienstbetreiber seit langem auf die künftige Situation eingestellt.

2. Die BO 105 ist eben nicht das modernste Fluggerät sondern ein, gemessen am heutigen Standard, stark veraltetes Luftfahrzeug. Und gerade weil dieses Muster seit Jahren aus der Flugrettung massenhaft ausgeschieden wird, ist es am Markt billig erhältlich.

3. Die in der AOCV verlangten technischen Anforderung dienen der Sicherheit und sind nicht einfach behördliche Schikane. Schließlich kann sich der Patient nicht aussuchen in welchem Hubschrauber und von welchem Betreiber er geflogen wird. Er muss blind darauf vertrauen können in eine Maschine gelegt zu werden die den höchsten Standards entspricht. Darauf zielt die Verordnung ab!

4. Die angesprochenen, in zwei Jahren in Kraft tretenden EASA Richtlinen, werden bestehende Regelungen zwar teilweise ersetzen. Inhakltlich werden die technischen Sicherheits-Anforderungen an Rettungshubschrauber aber mit Sicherheit nicht zurückgenommen.

5. Wettbewerbsverzerrend ist nicht der Umstand, dass künftig alle mit den GLEICHEN, leistungsstarken und teuren Hubschraubern fliegen müssen.
Wettbwerbsverzerrend ist vielmehr der derzeitige Zustand, Anbieter mit nicht Kat-A tauglichen und im Betrieb wesentlichen billigeren Hubschraubern wie z.B. der BO 105 fliegen dürfen.

6. Das Aus für die nicht KAT-A tauglichen Hubschrauber wird nicht, so wie im Artikel geschrieben, VIELE österreichische Betreiber betreffen.
Ganz im Gegenteil, die überwiegende Zahl der Betreiber in Österreich (ARA, ÖAMTC, ADAC, Schieder, Wucher, SchenkAir) haben ihre Flotten längst umgestellt und seit Jahren entsprechende Hubschrauber in Betrieb.

Dies als kleiner Beitrag zur Objektivität. 


@ Walter
Der Redaktion bekannt Bernhard aus EbenseeMontag, 02.11.2009 18:07

Lieber Walter!

ad 1 & 2) Du hast vollkommen recht, auch ich wünsche mir in einem Notfall die bestmögliche Versorgung! Du magst schon recht haben, dass die BO nicht die modernste Maschine ist, jedoch für die Flugrettung immer noch ausreichend (meine persönliche Meinung)! Und wenn die Maschine bis dato fliegen durfte und das ohne jegliche Zwischenfälle, wieso soll sie dann desshalb nur wegen einer Bestimmung aus dem Verkehr gezogen werden?!

ad 3) Weiters trifft es mit dieser Bestimmung genauso ARA, Schieder und wie sie alle heissen! Auch den ÖAMTC, denn der darf dann nur mehr bis zu einer Höhe von etwa 2200m Bergungen durchführen! Na das schau ich mir dann in Tirol an, wenn er dort Bergungen durchführt! Und es kann nicht sein, dass eine Bestimmung vorschreibt, auch wenn man sich zeitlich darauf einstellen kann, dass plötzlich alle nur mehr mit einem Merzedes herumfahren/ fliegen! Den werden sich einige nicht leisten können! Vergleich das mal mit dem Strassenverkehr - dann wären sicherlich nur mehr ein paar betuchte unterwegs.

Weiters ist die BO auch in Deutschland stellenweise immer noch als RTH im Einsatz!

ad 5) finde ich nicht, denn ein Taxler der mit Disel fährt wird auch nicht finden, dass es wettbewerbsverzerrend ist wenn ein anderer mit Erdgas fährt und dadurch kostengünstiger aussteigt! UND viel mehr wettbewerbsverzerrend finde ich, dass der ÖAMTC jährlich Subventionen erhält, beispielsweise in Linz einen Hanger hingestellt sowie Ärzte, Piloten und Sanitäter kostenlos zur Verfügung gestellt werden und ein Privater, egal wie vermögen der Betreiber sein mag, dafür selbst aufkommen muss! Da finde ich es dann sogar OK wenn dieser mit einer wirtschaftlich günstigeren Maschine fliegt!

ad6) naja, und dass sich Wucher vom ÖAMTC "kaufen" hat lassen ist ja wohl auch klar und dass dann der ÖAMTC in Tirol, Salzburg und Kärnten mit Wucher gleich 6 (!) Hubschrauber betreibt (Alpin 1-6), sicherlich nicht weil sie die heiligen Samariter sind und das dort, ausgerechnet in den Wintermonaten betreiben, weil sie so lieb und nett sind, nein, weil sie dort die mörder Kohle schäffeln.

abschließend - mir ist es prinzipiell sch*** egal, ob, wann und wer bei uns einen Hubi betreibt, viel wichtiger ist, er kommt wenn er gerufen wird! In diesem Sinne, nur das Beste für die Patienten! 


BO 105
Der Redaktion bekannt Markus aus Bezirk VöcklabruckMontag, 16.11.2009 22:07

Die Bölkow/Eurocopter BO105 ist zwar ein Hubschrauber der sicherlich nicht mehr der neuesten Generation angehört, das ist klar!
Wiederum muß man aber auch sagen, das die BO105 trotz des Alters einer der sichersten Hubschrauber weltweit ist!

Meiner Meinung nach ist die BO völlig ausreichend! Natürlich wäre ein EC135, EC145, AS355 etc. ein Traum, aber der Hubschrauber sollte ja seinen Zweck erfüllen, und das macht er!

Man sollte einmal aufhören immer diverse Dinge negativ zu machen!
Seit doch froh das ein "AIRMED" in Salzkammergut stationiert ist!
Ich denke er bzw. die Crew hat bereits in den halben Jahr wo er in LOLU stationiert war hervoragende Dienste geleistet und einige Menschenleben gerettet!
Auch in LOLC wird das nich anders sein!

Also, weiterhin viele Unfallfreie Flugstunden mit eurer BO105!
 



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