Zur laufenden Diskussion über Koronarangiographie in Oberösterreich stellt heute Landeshauptmann und Gesundheitsreferent Dr. Josef Pühringer fest, dass die Beschlüsse der Gesundheitsplattform eingehalten werden. Die Anträge für Koronarangiographen in Steyr, Vöcklabruck und Ried werden voraussichtlich wie geplant im Juni 2010 der Bundesgesundheitskommission vorgelegt werden.
"Gefasste Beschlüsse stehen außer Frage und behalten selbstverständlich ihre Gültigkeit. Daher wird auch am oben dargestellten Procedere nichts geändert. Die Anträge werden nach Wien weitergeleitet und zur Entscheidung vorgelegt. Ziel der Gesundheitspolitik in Oberösterreich bleibt die bestmögliche flächendeckende Gesundheitsversorgung für die Menschen in Oberösterreich", so Pühringer.
Gleichzeitig werde die begonnene Modernisierungsoffensive in den Spitälern weiter umgesetzt. Dafür sind insgesamt im Jahre 2010 Investitionen in Höhe von 256 Millionen Euro vorgesehen, die zum Großteil längerfristig finanziert werden.
"Als Bruch eines Wahlversprechens" bezeichnet BZÖ-Landesobfrau Ursula Haubner hingegen die Ankündigung von ÖVP-Landesrat Stockinger, die Anschaffung von Herzkathetern für die Spitäler Steyr, Vöcklabruck und Ried in Frage zu stellen. "Auf Kosten der Gesundheit von Patienten darf nicht gespart werden. Das Sparen muss bei der Verwaltung beginnen", verlangt Haubner.
"Auch in ländlichen Regionen hat die Bevölkerung einen Anspruch auf effiziente medizinische Versorgung", mahnt die BZÖ-Landesobfrau. Und die Pühringer-Partei habe noch vor der Landtagswahl 2009 eben diese Herzkatheter versprochen. Das Argument, wonach die Umsetzung in wirtschaftlich schwierigen Zeiten aus finanziellen Gründen nicht möglich sei, lässt Haubner nicht gelten. Sie verlangt einen "Sparkurs bei der Gesundheitsverwaltung, nicht bei Gesundheitsversorgung und Gesundheitsvorsorge!"