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Gesundheit
 
Histoscanning am LKH Vöcklabruck ermöglicht moderne Prostatadiagnostik
Freitag, 16.12.2011 10:06 (GMT+1)

Histoscanning am LKH Vöcklabruck ermöglicht moderne Prostatadiagnostik | Foto: gespag
Prim. Dr. Michael Dunzinger führt mittels Histoscanning Prostatauntersuchungen durch
Am Landes-Krankenhaus Vöcklabruck bietet die Abteilung für Urologie und Andrologie ein neues Verfahren für die Erkennung von Prostatakrebs an. Sie ist eine von drei Abteilungen österreichweit, die dieses sogenannte Histoscanning durchführt, bei dem in einer einfachen Untersuchung verdächtiges Gewebe genau analysiert wird.

Das Histoscanning wird tagesklinisch durchgeführt. Mittels Ultraschall werden bei einer rektalen Untersuchung aussagekräftige Daten gewonnen, die mit einem speziellen Computerprogramm aufbereitet werden. Das schmerzlose Verfahren ermöglicht eine genaue Differenzierung des Prostatagewebes. Auffällige Areale werden farblich dargestellt und geben dadurch einen Hinweis auf ihre Lage und Ausdehnung im Organ.

Ergibt das Histoscanning einen begründeten Verdacht auf eine bösartige Veränderung, so kann anschließend eine gezielte Biopsie durchgeführt werden. „Das Verfahren unterstützt uns wesentlich bei der Entscheidungsfindung für oder gegen eine weiterführende Prostatabiopsie“, erklärt Prim. Dr. Michael Dunzinger, Leiter der Abteilung für Urologie und Andrologie am LKH Vöcklabruck.

Aus therapeutischer Sicht gibt das Histoscanning auch Auskunft, ob im Zusammenhang mit einer radikalen Prostataentfernung eine Funktionserhaltung der Nerven im umliegenden Gewebe möglich ist, oder ob alternative Behandlungsmethoden wie die Strahlentherapie zur Diskussion stehen.

„Damit können wir den Patienten eine weitere Verfeinerung der Diagnostik anbieten, wodurch weiterhin die bestmögliche Betreuung auf höchstem medizinischen Niveau möglich ist“, sagt Prim. Dunzinger abschließend.



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