Bei der Jahrestagung der Medizinischen Universitäten in Bad Aussee stellten die Ärztevertreter fest, dass sie zwischen den Anforderungen der Universitäten und den Anforderungen der Spitalsbetreiber aufgerieben werden!
Die Mangelfinanzierung des Gesundheitswesens führt dazu, dass Ärzte der Medizinischen Universitäten Österreichs fast ausschließlich zur Patientenversorgung eingesetzt werden. Für die universitären Kernaufgaben in Forschung und Lehre bleibt zu wenig Zeit. Die Ärzte werden zwischen den Vorgaben der Universitäten und den Anforderungen der Spitalsbetreiber aufgerieben. Ärzte an Universitätskliniken arbeiten im Durchschnitt 70 Stunden pro Woche. Mit diesem Ausmaß an Patientenversorgung ist es nicht einmal möglich, das Krankenanstalten-Arbeitszeitgesetz einzuhalten. Dies beweisen eindrucksvoll die Strafanträge der Arbeitsinspektorate wegen vielfacher Gesetzesübertretungen.
Die Betriebsräte der Medizinischen Universitäten fordern ausreichende Mittel für das unbedingt benötigte Personal. Die Vorsitzenden der Betriebsräte sind Univ. Prof. Dr. Regina Gatternig, Medizinische Universität Graz Univ. Prof. Dr. Thomas Szekeres, Medizinische Universität Wien sowie Univ. Prof. Dr. Martin Tiefenthaler, Medizinische Universität Innsbruck.