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Neuer Rettungshubschrauber versorgt das Salzkammergut
Mittwoch, 20.05.2009 07:55 (GMT+1)
Die Rettung aus der Luft spielt im Salzkammergut eine wesentliche Rolle. Anflugzeiten von über 20 Minuten sind oft keine Seltenheit, um verletzte Bergsteiger oder Skifahrer aus dem oft unwegsamen Gelände zu holen. Mit dem Wegfall des Rettungshubschrauber Knauss in Ebensee brach auch ein Stück gewohnte Sicherheit unserer Region weg.
Fly Med bringt Sicherheit ins Salzkammergut
Wie exklusiv in Erfahrung gebracht, startet aus diesem Anlass ab 29. Mai die Firma Fly Med aus Oberpullendorf gemeinsam mit der Firma Berger Air Flugdienst GmbH am Flugplatz Gmunden-Gschwandt einen neuen Ganzjahres Rettungshubschrauberstützpunkt. Vorab startet der erfahrene Radiologe Primarius Dr. Günther Schamp aus Oberpullendorf (Burgenland) mit seiner Firma FlyMed und dem Partner Berger Air Flugdienst in Gschwandt mit eigenem Personal, die Übernahme von Rot Kreuz Mitarbeitern wird angedacht. FlyMed ist österreichweit mit drei Rettungshubschraubern vertreten und führt jetzt schon mit einer BO-105 CBS4 mit ausgewählten Partnern die Alpin-Rettung mit dem Notarzthubschrauber AIRMED 1 am Nassfeld (Kärnten) durch.
Mit dem Notarzthubschrauber AIRMED 2, in diesem Winter erstmals in Bramberg (Oberpinzgau) stationiert, garantiert FlyMed dort für flächendeckende Alpin-Rettung sowie auch heuer wieder in einem Sommerflugrettungsstützpunkt in Unterkärnten.
Alle drei BO 105 CBS 4 sind als Rettungshubschrauber zugelassen, verfügen über modernste Ausrüstung und ein mobiles Ultraschallgerät.
 
Bürgermeister befürworten Rettungshubschrauber im Salzkammergut Das öffentliche Interesse ist beachtlich groß. Alle Bürgermeister aus dem Salzkammergut befürworten sogar in einem gemeinsamen Brief einen neuerlichen Standort im Salzkammergut, um die Notfallmedizin in unserer Region zu verbessern. Damit kann das Salzkammergut, ein weißer Punkt in Sachen Flugrettung auf der Landkarte, nun endgültig geschlossen werden.
Seit Anfang 2009 steht die Firma FlyMed mit dem Roten Kreuz Oberösterreich sowie Gesundheitsrätin Stöger in Verhandlung, um einen eigentlich perfekten Kooperationspartner, das Rote Kreuz, zu finden, um in das bestehende Rettungssystem eingebunden zu werden. Nach anfänglicher Euphorie wird nun der Ball - ob ja, wie und was - zwischen dem Roten Kreuz und der Politik hin und her geworfen.
Gmunden-Vöcklabruck als Einsatzgebiet Mit dem Standort Gmunden-Gschwandt deckt der neue Rettungshubschrauber das gesamte Salzkammergut, also den Bezirk Gmunden und Vöcklabruck ab und kann bei einem Notfall innerhalb weniger Minuten vor Ort sein.
Dem ÖAMTC ein Dorn im Auge Wie aus Insiderkreisen bekannt wurde, wehrt sich auch der ÖAMTC gegen diesen neuen Standort, denn die Einsatzzahlen würden dann für diesen beachtlich geringer werden.
Alarmierung über Rettungsleitstelle Gmunden Die Alarmierung des neuen Rettungshubschraubers soll, so gehe es nach den Betreibern, von der Rettungsleitstelle Gmunden aus erfolgen, bei der alle 144-Notrufe aus dem Bezirk Gmunden zusammenlaufen. Neben dem Notarztstützpunkt Gmunden und Bad Ischl wäre der Rettungshubschrauber in Gschwandt der dritte Notarzt, um bei Notfällen ein bodengebundenes Rettungsmittel zu entsenden und dadurch raschest Hilfe Leisten zu können.
Redaktion
Kommentare:
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| Etliche Tausend Euro |
Karl aus | Donnerstag, 21.05.2009 21:04 |
... bekommt der ÖAMTC jedes Jahr für seine 2 Stützpunkte in OÖ! Dazu kommen noch riesige Summen für den Neubau von Einsatzzentren, Gratisbenützung der Leitstellen des RK, Ärzte fast zum Nulltarif, .... !
Ein "privater" NAH betreiber hat in Österreich nur dann ein sorgenfreies Leben, wenn er seinen Stützpunkt in Witersportregionen betreibt! Warum sonst gibt´s allein in Tirol 18 (!) Hubschrauberstützpunkte, von denen allerdings nur wenige sogenannte "Ganzjahresstützpunkte", also nicht nur während der Schisaison im Betrieb sind???
Allein im Bezirk Gmunden kommt es während der Schisaison im Schnitt zu 2-3 Helieinsätzen TÄGLICH! Während der Wandersaison bei schönem Wetter ist es immerhin im Schnitt ca 1 Einsatz pro Tag. Also ausreichend Routine!
Die BO- 105 wird hauptsächlich wegen des höheren Geräuschpegel und der vielen Flugstunden zunehmend ausgemustert! Wichtig hier ist allerdings die Zertifizierung nach EU- Norm, welche allerdings mit Ende 2010 auch dem ÖAMTC mit seinen EC- 135 im Magen liegen dürfte!
Ein Ultraschall kann nicht nur zur Kontrolle des Ungeborenen bei Schwangeren, sondern z.B. bei Verdacht auf innere Blutungen zur Diagnose eingesetzt werden, da hier gewisse Medikationen und Behandlungspraktiken als eher Kontraindiziert angesehen werden! Habe schon manchen Notarzt gesehen, der sich ein solches Gerät "draussen" gewünscht hätte!
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| @kk |
Inselina aus | Freitag, 22.05.2009 06:34 |
ich find die Bemerkung betreffend die Rettungssanis eine bodenlose Frechheit - oder hast du "kk" jemals Dienst beim RK geleistet? wenn nicht, dann halt die Klappe und quatsch keinen solchen Blödsinn daher, du hast nämlich keinen blassen Schimmer, was die dort leisten und dass die Leute das nicht machen, um das Ego gestreichelt zu bekommen... so viele sind es nicht, die nach einer Woche, in der sie jeden Tag mindestens 8 Stunden gearbeitet haben, dann auch noch einen Tag vom WE opfern um von 7.00 bis 19.00 Dienst zu schieben - ehrenamtlich nämlich... mach doch selbst die Ausbildung zum Rettungs-Sani, damit du siehst, was die Leute schon mal vorweg, bis sie Sani sind, an Freizeit hergeben - für die meisten Sanis gilt nämlich wirklich der RK-Leitsatz "aus Liebe zum Menschen" - UND die meisten Sanis sind Freiwillige - die Ortsstelle Gmunden hat gerade mal zw. 8 bis 10 hauptberufliche Sanis - gerade an WE's sind aber so gut wie nur ehrenamtliche Sanis im Einsatz
was 2 Notärzte im Bezirk betrifft: vielleicht sollte man auch mal bedenken, WIE groß unser Bezirk ist und wie lange der Notarzt von GM nach Bad Ischl oder umgekehrt brauchen würde - na Leute macht es "klick" was die "bessere" Versorgung angeht?
klasse finde ich: jetzt reißen alle wieder die Klappe auf - nur wenn es um ihre eigene Haut geht, DANN sollte innerhalb von 30 Sek. Hilfe da sein, wenn es um andere geht, reicht es auch, wenn die Hilfe in 30 Min. da ist - oder gleich ganz weg bleibt
allen, die keinen Bedarf sehen, wünsche ich eine Situation, in der sie selbst ganz dringend Hilfe brauchen, vielleicht kapieren sie es dann mal, um was es geht - nämlich um Menschleben und da ist jedes einzelne kostbar davon
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| habe alle möglichen Kombinationen schon im Einsatz miterlebt |
exinsider aus | Freitag, 22.05.2009 08:56 |
Also ich war mal beim RK. Und habe die Zeit vor den NEF's, nach Einführung der NEF's und Hubschraubereinsätze mit allen Betreibern (Knaus, ÖAMTC und BMI) mitgemacht. Und was da z.T. vom Knaus mit dem Hubschrauber geflogen wurde, war nicht mal eine Notarzindikation geschweige denn eine Hubschrauberindikation. Nun kann man das bei der Alarmierung ja nicht immer wissen und soll vorkommen. Beim ÖAMTC und BMI war es einfacher, denn da war meist ein Arzt vor Ort und hat die Entscheidung getroffen. Da kann dann egal bei welchem Betreiber die Krankenkasse nicht mehr die Kosten ablehnen. Leider hat sich die Alarmierung der niedergelassenen Ärzte im Bezirk so gut wie aufgehört. Früher ist der Arzt gemeinsam oder mit geringem Zeitunterschied mit dem Rettungsauto eingetroffen. Das hat das im Schnitt 5 -7 Minuten für Arzt und Rettungsauto beim Patienten bedeutet. Zur Zeit braucht ein NEF egal von wo ca. 15 Minuten. Hier wären schon einige Minuten zur Patientenversorgung zu holen. Ausserdem kann der niedergelassene Arzt die Zeit bis zum Eintreffen des NEF oder NAH sicher gut überbrücken. Zumindest in Ebensee war der Hubschrauber auch nicht schneller. Turbinen Anwerfen 1-2 Minuten je nach Hubschraubertype, 1 Minute Flugzeit, 2 Minuten Landeplatz suchen, im verbauten Gebiet zum Haus gehen dann sind die 7 Minuten auch verbraucht.
So wie es ausschaut fliegen dann wieder Hauptamtliche NEF Sanis so wie beim Kanus. Also nichts mit Ehrenamtlichen. Und was ich da mal mit NEF Sanis aus GM erlebt habe, weil ich einen Hubschrauber vor dem Eintreffen des NEF bestellt habe das möchte ich hier nicht ausführen. Jedenfalls haben sich dieselben Sanis dann aufgeregt weil der Hubi nicht geholt wurde. Nur weil im ersten Fall der ÖAMTC gekommen ist und im zweiten der Kanus statoniert war und somit zum Einsatz gekommen wäre.
Mein Resümee aus der Diskussion und aus den Erfahrungen ist, dass es sinnvoll wäre die niedergelassenen Ärzte wieder stärker einzubinden. Als Redundanz zu den NEFs falls dies mal belegt ist oder zu lange brauchen würde. (z.B. ein Arzt aus Gosau ist schneller beim Patienten als jedes Rettungmittel)
Jeder sollte einen Erste Hilfe Kurs besuchen und regelmäßig auffrischen. Damit kann die Zeit bis zum Eintreffen von Rettung und Arzt überbrückt werden. (Bei einem Kreislaufstillstand hilft kein noch so schneller Hubschrauber oder NEF wenn keine Reanimation durchgeführt wird.) Als positiver Effekt würde sich im Notfall die Panik etwas in Grenzen halten und der Helfer könnte detailierte Angaben machen was dem gezielten Einsatz von Rettungsmitteln erleichtern würde.
Die Standorte für Hubschrauber sollen nach einsatztaktischen Gesichtspunkten festgelegt werden und eine Ausschreibung erfolgen bei der sich alle Betreiber beteiligen können. Der Gewinner betreibt den Hubschrauber Standort und die Krankenkasse ist verpflichtet die Kosten zu übernehmen.
Die Liftbetreiber werden verpflichtet in die Liftkarte eine Versicherung über die Bergekosten einzurechnen. Alle andern im Alpinen Gelände müssen eine Bergekostenversicherung haben.
PS: Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten.
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| Unglaublich |
pp aus | Freitag, 22.05.2009 18:14 |
Es ist einfach unglaublich was man da an Kommentaren so liest. Der eine glaubt er kann sich ein Urteil über Rettungssanitäter bilden (warscheinlich selbst keiner). Das Zweite Urteil bzw. in die zweite Schublade werden die NEF-Sanis gesteckt, trau mich wetten, diese Ausbildung haben die 'Schmipfenden' ebenfalls nicht. Und dann wird geglaubt man kann sich da aufregen und die Arbeit jener Leute einschätzen, die eh für alle selbstverständlich ist.
Betrifft es einen selbst, hat man Schmerzen, ist schwer verletzt oder sonst irgendetwas, oder betrifft es jemanden aus der Familie: das eigene Kind, Geschwister,.... so ist das SCHEISS egal wo der Notarzt her kommt (mit Rotorblätter oder mit Radl) Hauptsache er is schnell da. Und auf das kommts an, das sind dan die Leute, die am Einsatzort mit Vorwürfen kommen: Wo wart ihr denn so lange? dann denkt man sich imemr scherzhaft: ja fliegen können wir auch nicht!
Jetzt können wir es wieder, da die Möglichkeit besteht, und dann is auch wieder nicht recht.
Und damit ma den jenigen nocch ein wenig auf die Sprünge hilft. Glaubst der Radiologe ist als Radiologe auf die Welt gekommen und hat bisher noch nichts anderes getan als a paar Röntgenbilder zu bestaunen und a bisserl mit Kathetern in den Leisten der Menschen rumzustochern?
Wenn man schon so kompetent ist, dass man eine eigene Hubschrauberstaffel auf die Beine stellt, so wage ich anzunehmen, dass dieser Arzt bereits mehr gesehen, geleistet und vollbracht hat, als sich manche nur wage vorstellen können. Aber es muss ja bei jeder Veränderung immer wieder Irre geben, die sich aufregen, laut schreiben - und nicht den Hauch einer Ahnung haben, warum sie das tun!?!
Aber wenn so jemand mal an Arzt braucht, der würde sich wundern wennst sagen würdest: ja da Heli is in 5 Minuten da, aber warten wir am NEF die wissen ja auch was sie tun, wenn die starke Blutung bis dorthin nicht zu stillen ist, dann zahlt es sich halt eben nicht mehr aus - shit happens - natürliche Auslese! Alles klar. So kann mans auch machen.....
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| Der Held des Tages |
ella aus | Freitag, 22.05.2009 18:26 |
an den Kommentar von Realist
Du bist ja da größte Koffer des Tages, hast schon mal a halbe Stunde ohne Notarzt reanimiert, da wünsch i da viel Vergnügen wenns da um deine Haut geht, weil dann können wir es eh lassen auch.
Das müsste an Laien ins Gehirn gehen, dass eine Reanimation ohne Medikamente nichts wird, nur hat die da Rettungssanitäter nicht in da Hosentasche, kapiert?
Und wenn da Praktiker wie so oft wieder die Aussage tätig, 'mei Ordi is voll, i kann nicht weg, schicks in NEF' , dann hast halt Pech gehabt.
Dann ist es nicht an uns gelegen, und nicht am NEF, weil mehr wie fahren kann er nicht, oder du hast Glück und wohnst in da Miller v. Aichholzstraße, und auch da wenn da NEF nicht da ist, glaubst da nächstbeste Arzt ausm KH läuft auf die andere Straßenseite und massiert da in Brustkorb?
Darfst ja gern mal an Tag bei da Rettung mitfahren, dasst ansatzweise a Ahnung vom Rettungswesen in unserem Bezirk bekommst!!!
Gilt übrigens auch für alle anderen, die keinen Schimmer davon haben!
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| Überlegt doch mal |
Tom aus | Freitag, 22.05.2009 21:04 |
Für alles hätten die lieben Mitmenschen Geld genug! I-Pods, Handys, neues Autos, mehrmals jährlich auf Urlaub fahren, dreimal die Woche ins Kaffeehaus oder ins Gasthaus gehen - alles kein Problem! Alles finanzierbar! Doch scheißt (man verzeih mir diesen Ausdruck) es dich einmal oder vielleicht auch mehrmals im Leben so richtig in die Kacke, dann hätte der liebe Mensch keinen Cent für seine Gesundheit übrig! Also mir ist es ziemlich egal wer kommt wenn es jemand aus meiner Familie oder mich selbst erwischt, Hauptsache es kommt, jemand, und dass so schnell wie möglich! Und wie auch schon einer meiner Vorschreiber zitiert hat, steht es unqualifierzten Leuten mit Sicherheit nicht zu, über Menschen, Firmen und Leistungen, die bisher noch nicht einmal in unsere Gegend erbracht wurden, zu urteilen.
Jeder Mensch möchte sich sicher fühlen, kauft sich Alarmanlagen sämtlichen Sicherheits-Pipapo, aber die Gesundheit ist scheinbar in unserer Gegend so sicher, dass es keinem zusätzlichen Schutz bedarf!
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