Die Rettung aus der Luft spielt im Salzkammergut eine wesentliche Rolle. Anflugzeiten von über 20 Minuten sind oft keine Seltenheit, um verletzte Bergsteiger oder Skifahrer aus dem oft unwegsamen Gelände zu holen. Mit dem Wegfall des Rettungshubschrauber Knauss in Ebensee brach auch ein Stück gewohnte Sicherheit unserer Region weg.
Fly Med bringt Sicherheit ins Salzkammergut
Wie exklusiv in Erfahrung gebracht, startet aus diesem Anlass ab 29. Mai die Firma Fly Med aus Oberpullendorf gemeinsam mit der Firma Berger Air Flugdienst GmbH am Flugplatz Gmunden-Gschwandt einen neuen Ganzjahres Rettungshubschrauberstützpunkt. Vorab startet der erfahrene Radiologe Primarius Dr. Günther Schamp aus Oberpullendorf (Burgenland) mit seiner Firma FlyMed und dem Partner Berger Air Flugdienst in Gschwandt mit eigenem Personal, die Übernahme von Rot Kreuz Mitarbeitern wird angedacht. FlyMed ist österreichweit mit drei Rettungshubschraubern vertreten und führt jetzt schon mit einer BO-105 CBS4 mit ausgewählten Partnern die Alpin-Rettung mit dem Notarzthubschrauber AIRMED 1 am Nassfeld (Kärnten) durch.
Mit dem Notarzthubschrauber AIRMED 2, in diesem Winter erstmals in Bramberg (Oberpinzgau) stationiert, garantiert FlyMed dort für flächendeckende Alpin-Rettung sowie auch heuer wieder in einem Sommerflugrettungsstützpunkt in Unterkärnten.
Alle drei BO 105 CBS 4 sind als Rettungshubschrauber zugelassen, verfügen über modernste Ausrüstung und ein mobiles Ultraschallgerät.


Bürgermeister befürworten Rettungshubschrauber im Salzkammergut
Das öffentliche Interesse ist beachtlich groß. Alle Bürgermeister aus dem Salzkammergut befürworten sogar in einem gemeinsamen Brief einen neuerlichen Standort im Salzkammergut, um die Notfallmedizin in unserer Region zu verbessern. Damit kann das Salzkammergut, ein weißer Punkt in Sachen Flugrettung auf der Landkarte, nun endgültig geschlossen werden.
Seit Anfang 2009 steht die Firma FlyMed mit dem Roten Kreuz Oberösterreich sowie Gesundheitsrätin Stöger in Verhandlung, um einen eigentlich perfekten Kooperationspartner, das Rote Kreuz, zu finden, um in das bestehende Rettungssystem eingebunden zu werden. Nach anfänglicher Euphorie wird nun der Ball - ob ja, wie und was - zwischen dem Roten Kreuz und der Politik hin und her geworfen.
Gmunden-Vöcklabruck als Einsatzgebiet
Mit dem Standort Gmunden-Gschwandt deckt der neue Rettungshubschrauber das gesamte Salzkammergut, also den Bezirk Gmunden und Vöcklabruck ab und kann bei einem Notfall innerhalb weniger Minuten vor Ort sein.
Dem ÖAMTC ein Dorn im Auge
Wie aus Insiderkreisen bekannt wurde, wehrt sich auch der ÖAMTC gegen diesen neuen Standort, denn die Einsatzzahlen würden dann für diesen beachtlich geringer werden.
Alarmierung über Rettungsleitstelle Gmunden
Die Alarmierung des neuen Rettungshubschraubers soll, so gehe es nach den Betreibern, von der Rettungsleitstelle Gmunden aus erfolgen, bei der alle 144-Notrufe aus dem Bezirk Gmunden zusammenlaufen. Neben dem Notarztstützpunkt Gmunden und Bad Ischl wäre der Rettungshubschrauber in Gschwandt der dritte Notarzt, um bei Notfällen ein bodengebundenes Rettungsmittel zu entsenden und dadurch raschest Hilfe Leisten zu können.