Oö. Berufsschulen mit 30.204 Schülern im "Hoch". Bis 2012 investiert das Land OÖ 81 Mio. Euro in Berufsschulbau
Für unsere Unternehmen und den Wirtschaftsstandort Oberösterreich ist die Lehrlingsausbildung DIE Zukunftsvorsorge, welche das Land Oberösterreich durch den laufenden Bau von modernsten Berufsschulen unterstützt.
"Um den Ansprüchen an eine qualifizierte Berufsausbildung gerecht zu werden, investiert das Land Oberösterreich als Rechtsträger von 26 kaufmännischen und gewerblichen Berufsschulen mit mehr als 30.000 Schülerinnen und Schülern, kontinuierlich in den Bau- und Einrichtungsstandard der Schüler", sagt Wirtschafts- und Bildungs-Landesrat Sigl.
In den Jahren 1993 bis 2007 lagen die Gesamtausgaben des Landes OÖ für die Berufsschulen bei 240 Mio. Euro. Diese Summe setzt sich aus Neu- und Zubauten, Generalsanierungen und Ausgaben für die Anschaffung von Maschinen bzw. für bauliche Reparaturmaßnahmen zusammen. In den Jahren 2008 bis 2012 investiert das Land OÖ in das Berufsschul-Bauprogramm 65 Mio. Euro. Für die laufende Instandhaltung der Berufsschulen und Berufsschulinternate bzw. für die Anschaffung von Ausstattung (Maschinen, EDV-Anlagen etc.) werden zudem jährlich 3,2 Mio. Euro ausgegeben. "Bis zum Jahr 2012 investiert das Land OÖ somit 81 Mio. Euro in die oö. Berufsschulen", sagt Sigl.
Die 26 oö. Berufsschulen befinden sich in einem „Hoch“. Mit Stichtag 31. Dezember 2008 besuchen im Schuljahr 2008/09 30.204 Schülerinnen und Schüler die oö. Berufsschulen - eine sensationelle Gesamtzahl, wenn man zum Vergleich die Gesamtzahl vom Jahr 1998 mit 25.166 Schülerinnen und Schülern heranzieht. Ein Beweis für die Qualität der oö. Wirtschaft und des oö. Berufsschulwesens!
50 Bauvorhaben im Konjunkturprogramm des Landes OÖ Berufsschule Altmünster um 12 Mio. Euro erweitert
Um die Konjunktur weiter anzukurbeln, hat das Land OÖ das Hochbauprogramm des Landes beschleunigt und nimmt noch heuer über 50 Bauvorhaben im Landeshochbau (Gesamtkosten rund 100 Mio. Euro) in Angriff. Eines dieser beschleunigten Bauvorhaben, das im Zuge des Konjunkturprogramms rasch realisiert wird, ist die Errichtung der Hackschnitzelanlage in der Berufsschule Altmünster.
In den vergangenen Jahren wurde die Berufsschule Altmünster bereits erweitert.
Am Dienstag, 9. Juni 2009, erfolgt die offizielle Eröffnung durch Wirtschafts- und Bildungs-Landesrat Viktor Sigl, bei der er an die Unternehmer/innen des Landes appelliert, auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten junge Menschen auszubilden: "Die Lehrlingsausbildung ist die Zukunftssicherung für die Unternehmen und den Wirtschaftsstandort Oberösterreich. Verstärkte Bemühungen in diesem Bereich werden sich in Form von gut ausgebildeten Mitarbeiter/innen nach der auftragsschwachen Zeit für jeden Betrieb auszahlen."


Berufsschule Altmünster: 2.030 Lehrlinge / fünf Lehrberufe
An der gastgewerblichen Berufsschule Altmünster – für Lehrlinge aus dem Tourismus - werden im Schuljahr 2008/09 (Stichtag: 1.1.2009) 2.030 Lehrlinge, davon 1.154 Mädchen, von 53 Lehrerinnen und Lehrern unterrichtet. Folgende Lehrberufe der Gastronomiebranche werden lehrgangsmäßig beschult: Koch, Restaurantfachmann/frau, Gastronomiefachmann/frau, Hotel/Gastgewerbeassistent und Systemgastronomiefachmann/frau. Die beiden letztgenannten Lehrberufe, die wegen Platzmangels an die Landesberufsschule Aigen im Ennstal (Steiermark) ausgeschult wurden, werden ab dem kommenden Schuljahr 2009/10 beginnend mit den 1. Klassen an der BS Altmünster unterrichtet. Insgesamt sind weitere 45 Mitarbeiter (Verwaltung, Schulwart, Küche, Reinigung) beschäftigt.
Bautätigkeit an der Berufschule Altmünster
- Die Berufsschule Altmünster wurde 1986 in Betrieb genommen. Durch die Sanierung und den Umbau des Schlosses Ebenzweier zu einem Internat, konnten die Berufsschüler/innen dort untergebracht werden. Die Unterrichtsräumlichkeiten wurden in einem Neubau geschaffen wurden.
- Durch die in den letzten Jahren stark gestiegenen Schüler/innenzahlen - von 1.340 Berufsschüler/innen im Schuljahr 1994/95 auf nunmehr mehr als 2.000 Schüler/innen – kam es zu einer großen Raumknappheit. Ebenso unbefriedigend waren die Arbeitsbedingungen für die Lehrer/innen: für ca. 50 Lehrkräfte stand nur ein 70 m² großes Lehrerzimmer zur Verfügung.
- Nach Bereitstellung des für eine Erweiterung erforderlichen Grundstückes wurde ein Architektenwettbewerb durchgeführt: Das Projekt der Architekten Luger & Maul, Wels, ging als Siegerprojekt hervor und wurde zur Ausführung vorgeschlagen.
- Durch einen Zubau zum Schulgebäude bzw. eine teilweise Aufstockung wurden zusätzliche Klassen und Gruppenräume, zwei Lehrküchen, ein Multifunktionsraum, zwei EDV-Räume sowie zwölf Internatszimmer mit je vier Betten geschaffen. Durch Adaptierungen wurden die bestehenden Direktionsräumlichkeiten und der Konferenzzimmerbereich wesentlich verbessert. Gleichzeitig wurde der Energiehaushalt durch Niedrigenergiebauweise verbessert und das gesamte Schulgebäude behindertengerecht adaptiert.
- Nach Herstellung der Heizungsanlage und Durchführung der Außengestaltung wird das Bauvorhaben 2010 abgeschlossen.
- Die Gesamtkosten belaufen sich auf ca.12 Millionen Euro, die das Land Oberösterreich investiert.
Oberösterreich ist das Lehrlingsbundesland Nummer 1 - 25.840 Lehrlinge in 7.304 Ausbildungsbetrieben
Oberösterreich ist weiterhin das Lehrlingsbundesland Nummer 1. Mit aktuell 25.840 Lehrlingen (+2,3% gegenüber 2008) in 7.304 Ausbildungsbetrieben ist Oberösterreich gefolgt von Niederösterreich und Steiermark das Bundesland, das die meisten Lehrlinge ausbildet.

Zurzeit befinden sich 8.471 Lehrlinge im ersten Lehrjahr (- 2 % gegenüber 2008). Im Jahr 2008 wurden bis Ende Mai 3.000 Lehrverträge abgeschlossen. Von 1. Jänner 2009 bis 29. Mai 2009 haben oö. Unternehmen 2.722 Lehrverträge bei der Lehrlingsstelle angemeldet. Der Rückgang um 9 % gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres zeigt, dass die Unternehmen mit fixen Lehrstellenzusagen noch etwas zuwarten. Trotz spürbarer Auswirkungen der Krise auch am Lehrstellenmarkt ist die Situation deutlich besser als 2007: Die Steigerung im Vergleich mit 2007 beträgt 5,8 %. Außerdem gibt es derzeit immer noch mehr freie Lehrstellen als Lehrstellensuchende: Ende Mai stehen 535 beim AMS gemeldeten Lehrstellensuchenden 539 offene Lehrstellen gegenüber.
Karriere mit Lehre - dieser Slogan hat nach wie vor gerade in unserem Bundesland seine Gültigkeit. Das duale Ausbildungssystem - die Lehre - verhilft unseren Unternehmen zu jenen höchst qualifizierten Fachkräften, die wir auch in Zukunft brauchen werden. Nach der abgeschlossenen Lehre bieten sich unseren Jugendlichen mit der Berufsreifeprüfung beste Entwicklungschancen - und der Zulauf auf das kostenlose Modell "Lehre mit Matura" ist sehr groß. Derzeit besuchen rund 1.850 Lehrlinge die kostenlosen Kurse. Weitere 200 Anmeldungen werden für dieses Schuljahr noch erwartet.