Eine ganz besondere Auszeichnung erhielt dieser Tage Hofrat Dr. med. univ. Franz Thalhammer in Wien durch Bundesminister Alois Stöger überreicht. Im Marmorecksaal des Bundeskanzleramtes wurde zu einer Feierstunde geladen, bei der dem Ärztlichen Direktor des Landeskrankenhauses Bad Ischl das „Große Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich“ verliehen wurde.


Der 1946 geborene Oberösterreicher promovierte 1972 an der Universität Wien und erhielt im Jahr 1978 die Zulassung als Facharzt für Anästhesiologie. Von 1983 bis März 2009 war Franz Thalhammer Primararzt und ist seit 2004 Ärztlicher Direktor des LKH Bad Ischl. Neben der Ausbildung zum Facharzt für Blutgruppenserologie und Transfusionsmedizin im Jahr 1994 hat er sich vor allem als Vorreiter in der Einführung von Qualitätsstandards im Bereich der Medizin große Verdienste erworben und so wurde bereits 1999 am LKH Bad Ischl der QIP-Parameter - obwohl noch nicht gesetzlich vorgeschrieben - eingeführt, deren Beauftragter er bis Ende 2001 war.
Ein besonderes Anliegen ist Thalhammer die Einführung von Qualitätsstandards bzw. deren Sicherung. Unter seiner Leitung wurde die Gesundheits- und Krankenpflegeschule Bad Ischl als erste Lehranstalt im Jahr 2002 ISO-zertifiziert sowie zahlreiche Standards eingeführt.


Die Zusammenarbeit mit anderen Gesundheitseinrichtungen stellt für Thalhammer ebenfalls ein Schwerpunkt dar und so wird im Verbund Salzkammergut (ÖSG Versorgungsregion 45) im Bereich der Arzneimittelproduktion, der physikalischen Medizin, der Urologie, MRI und Neurologie intensiv zusammen gearbeitet.
Ein weiteres „Steckendpferd“ stellt auch das Blutdepot dar, dessen Leiter er von 1983 bis 2004 war. Auch hier war Thalhammers stetes Bestreben, Qualitätsstandards einzuführen und umzusetzen. Bereits seit 1988 wird die Lagerhaltung EDV-gestützt durchgeführt und im Jahr 2003 erfolgte die ISO-Zertifizierung.
Neben seiner beruflichen Tätigkeit am LKH Bad Ischl engagiert sich Thalhammer vor allem beim Roten Kreuz. Als Ärztlicher Leiter zahlreicher Katastrophenübungen, als Referent für Ärzte bzw. Notärzte im Bezirk oder auch als Prüfer für Notärzte, Sanitäter und Notfallsanitäter hat sich der Ausgezeichnete bleibende Verdienste erworben.