Der Verein Lebensraum Salzkammergut lud vergangene Woche die Bürgermeister des oberösterreichischen Salzkammerguts zu einer Sitzung nach Bad Ischl ein. Dies mit dem Ziel, dass auch in den oberösterreichischen Gemeindestuben Gemeindevertretungs-Beschlüsse für die nachhaltige Schwerverkehrsentlastung gemacht werden. In den Gemeinden des salzburgerischen und steirischen Salzkammerguts liegen diese Beschlüsse bereits alle vor. Sie unterstützen die Forderung nach Rückverlagerung des LKW-Autobahn-Ausweichverkehrs auf die vorhandenen Autobahnen mittels Verordnung der LKW-Tonnagenbeschränkung 3,5 Tonnen. Ausgenommen sind Zulieferer und heimische Frächter, also der Ziel- und der Quellverkehr.
Gute Zusammenarbeit mit der Politik
Die Bürgermeister des salzburger Salzkammerguts sind in diesem Zusammenhang bereits beim zuständigen Verkehrslandesrat und LH-Stv. Dr. Wilfried Haslauer vorstellig geworden. Ebenso starke Unterstützung hierfür kommt seitens der Salzburger Hotellerie. Dies alles mit dem Ergebnis, dass in Salzburg bereits erste Aktivitäten für die Umsetzung einer LKW-Tonnagenbeschränkung im Gange sind.
„Besonders erfreulich ist auch, dass die bereits vorhandenen sechszehn Gemeindevertretungs-Beschlüsse über alle Parteigrenzen hinaus fast zur Gänze einstimmig beschlossen worden sind. Jetzt fehlen nur mehr die Aktivitäten und Beschlüsse der oberösterreichischen Salzkammergut-Gemeinden. Dann hätten wir hundert Prozent der Gemeinden, die hinter der notwendigen nachhaltigen Schwerverkehrsentlastung für das Salzkammergut eintreten. Für die Durchsetzung der Verordnung ist die Unterstützung der oberösterreichischen Gemeinden insofern besonders wichtig, zumal in diesem Bereich auch das meiste Schwerverkehrsaufkommen ist.“, erklärt der Obmann des Vereins.
Alle Prognosen weisen auf einen weiterhin stark steigenden LKW-Transport auf der Straße hin. Wenn man dann noch die vielen Straßenausbaupläne rund um das Salzkammergut betrachtet, die die Region massiv treffen würden, dann ist es umso verständlicher, dass das Natur- und Seenland vor dieser sehr negativen Entwicklung geschützt wird.


Viele Tonnagenbeschränkungen gibt es bereits
In Österreich gibt es bereits weit über hundert LKW-Fahrbeschränkungen. Alleine siebzig davon mit 3,5 Tonnen. In der Wachau gibt es sie bereits seit dem Jahr 2004, also seit Einführung der LKW-Autobahnmaut. Die Verordnung hat sich dort bestens bewährt und trägt so zum Erhalt dieser wunderschönen Natur- und Kulturlandschaft bei. Hierzulande sind die Voraussetzungen sehr ähnlich, aus welchem Grunde also sollte es für das Salzkammergut nicht möglich sein. Erst kürzlich wurde eine weitere Bundesstraße, die B148, auf 3,5 Tonnen LKW-beschränkt.
„Es ist sehr wichtig, dass unsere Region gemeinsam auftritt und alle Salzkammergut-Gemeinden am selben Strang ziehen. Wir sind daher sehr in der Hoffnung, dass nun auch seitens der oberösterreichischen Gemeindevertretungen die Unterstützung für die längst überfällige Schwerverkehrsentlastung im Salzkammergut kommt.“, resümiert Obmann Leitner.
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