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Leserbrief: Umstrukturierungen führen zu Frust und Ärger
Donnerstag, 28.01.2010 12:16 (GMT+2)
Wie loyal können Mitarbeiter noch hinter einer Firma stehen, in der sie eingeschüchtert werden. Die erwähnte Firma gilt als Vorzeigeunternehmen im Herzen des Salzkammergut´s, doch wie sieht es mit den Arbeitsbedingungen wirklich aus? Inhaber des genannten Unternehmen trägt den klingenden Namen der „Salzbaron“, doch sei hier einmal erwähnt, dass die Zeit der Monarchie und die damit verbundene Unterdrückung der Bevölkerung durch den Adel vorbei ist!
Dieser Artikel soll keine Anklageschrift gegen den Inhaber und seine Vorstände werden, sondern lediglich zur Aufklärung dienen. Seit zwei Jahren laufen Umstrukturierungen, die sicherlich notwendig waren, doch leider läuft manches aus dem Ruder. Der neue Kurs der eingenommen wurde ist äußert fragwürdig. Das Unternehmen rühmt sich damit, seine Mitarbeiter zu fördern. Doch ich denke das zwölf Stunden Schichten keinen Mitarbeiter anregen sich noch weiterzubilden.
Jetzt mag sich mancher fragen, in so einem großen Unternehmen ist doch sicher ein starker Betriebsrat anzutreffen? Doch wie es den Anschein hat sind auch diesen Mitarbeitern die Hände gebunden oder gebunden worden. Und auch ein Betriebsrat ist nicht vor einer Entlassung gefeit sobald er zu aufmüpfig wird. Auch dies ist leider schon passiert. Durch die Umstrukturierung leidet die Lebensqualität vieler Mitarbeiter. Krankenstände häufen sich, da sich viele psychisch überfordert und massiv unter Druck gesetzt fühlen. Arbeitsunfälle stehen ebenfalls an der Tagesordnung.
Telefonisch werden die krankgemeldeten Mitarbeiter von den Abteilungsleitern immer wieder angerufen und gefragt, ob sie auch sicher seien, dass der Arzt auch kompetent genug sei um den gesundheitlichen Zustand beurteilen zu können und sie nicht doch schon arbeiten können. Ich nenne das Terror reinster Prägung. Das neue Wort ist Mobbing! Jetzt noch mal die Frage, wie loyal wären sie gegenüber dieser Firma?
Ich wünschte mir, dass die Mitarbeiter sich erheben und ihre Rechte einfordern, Rechte die unsere Vorahnen erkämpfen mussten und welche nun mit den Füßen getreten werden. Und dies kann nur deshalb passieren, weil Angst, Angst um den Arbeitsplatz und die damit verbundene Lebensexistenz verbreitet wird. Menschen die in der Lage sind Angst zu verbreiten haben eine unvorstellbare Macht, doch nun ist es an der Zeit die Machtverhältnisse zu ändern um die Lebensqualität der Menschen in diesem Unternehmen wieder zu verbessern!
Name der Redaktion bekannt
Kommentare:
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| salz, lügen und videos |
schneckson aus traunkirchen | Dienstag, 02.02.2010 20:30 |
In George Orwells futuristischem roman ´1984´ wird die Bevölkerung permanent durch den sogenannten "Großen Bruder" überwacht. In den Fabriken und Ministerien, selbst in Privathäusern hängen Kameras, die Abweichler oder andere Querulanten in flagranti erwischen sollen. Dieser Roman entstand im Jahre 1949. Wüsste man es nicht besser, so hätte Orwell seine Inspiration ebenso aus der Saline Ebensee schöpfen können. Seit einiger Zeit werden dort Überwachungskameras installiert, um "Arbeitsunfälle zu verringern", bzw. rascher handeln zu können, oder sogar um Diebstählen zuvor zu kommen. Gut, das mag eine plausible Erklärung vor dem Arbeitsinspektorat sein. Die mögliche gegenteilige Absicht aber, nämlich seine Mitarbeiter zu überwachen, macht Sinn, wenn man die mittels Leserbrief geäußerten Mobbingvorwürfe ernst nimmt. Auch der Große Bruder will nichts anderes als das Beste...
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| human????? |
anonym aus 4802 ebensee | Dienstag, 02.02.2010 22:20 |
Das Problem ist, daß sich keiner was zu sagen traut, weil er Angst um seinen Arbeitsplatz hat. Ich frag mich nur wo ist die Humanität geblieben? Es ist eine Frechheit, wenn einem(trotz Flexibilität) mit dem Rausschmeißen gedroht wird, nur wenn er einmal keine Schicht wechseln kann, oder aus familiären (Not-)Gründen leider absagen muß. Da kommen Meldungen von den Oberen, daß es dir schlecht wird. Da will ich gar nicht ins Detail gehen! Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser, wurde sich jetzt zum Motto genommen. Es gäbe noch mehr zu erzählen,..... Traurig, oder?
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