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Politik
 
Raimund Bahr strebt Amt des Bundespräsidenten an
Dienstag, 22.12.2009 12:24 (GMT+2)

Raimund Bahr will Bundespräsident werden | Foto: privSt. Wolfgang/Wien: Unter dem Slogan „Bahr for President“ versucht der Historiker und Schriftsteller Dr. Raimund Bahr die für eine Kandidatur notwendigen 6000 Unterstützungserklärungen zu bekommen. Bahr, seit kurzem BürgerListe-Gemeinderat in St. Wolfgang im Salzkammergut, sieht sich als politische Stimme aus der Mitte aller Bürgerinnen und Bürger Österreichs.

„Das Amt des Bundespräsidenten (gegebenenfalls auch einer Bundespräsidentin) ist eines der wenigen Ämter in diesem Staate, das zumindest die theoretische Chance bietet, von einer Bürgerin oder einem Bürger ohne politische Heimat, ohne parteipolitische Zugehörigkeit, ohne ökonomische Interessen und Voraussetzungen angestrebt und ausgeübt zu werden. Ich sage deswegen theoretisch, weil es in der bisherigen Geschichte unserer zweiten Republik keinen Präzedenzfall für eine No-Name und No-Budget Kandidatur wie meiner gegeben hat. Bisher haben die Parteien dieses Amt fest in ihrem Griff. Laut Verfassung hat aber jeder Bürger das Recht sich um die Bundespräsidentschaft zu bewerben. Es ist weder lächerlich noch ehrenrührig dies zu tun.“ 
 
Seine politischen Wurzeln
Der als Raimund Kremlicka geborene Wiener lebt seit 1999 in St. Wolfgang, ist verheiratet und Vater zweier Kinder (4 und 7 Jahre alt). „Als ich meine Frau kennengelernt habe, zögerte ich nicht und habe meinen Wohnsitz nach St. Wolfgang verlegt. Im Zuge dieses Umzugs habe ich bei der Eheschließung auch den Namen meiner Frau angenommen, ich hieß ja früher Kremlicka. Dafür gab es zwei einfache Gründe. Bahr ist leichter zu buchstabieren und in der Familie sollten alle den gleichen Namen tragen.", so Bahr. Seine politischen Wurzeln liegen weit in der Familie zurück. Bahrs Vater ist linker Sozialdemokrat, sein Bruder war eine Zeit lang Marxist. Sein Geschichte-Studium habe ihm sicher dabei geholfen klarer zu sehen, wo er politisch herkommt und heute steht.
 
„Ich habe keine Chance, aber nutzen wir sie.“
Zur Zeit ist der im „Brotberuf“ im Organisationsmanagement in Wissenschaft, Kunst und Politik Tätige arbeitslos, was er persönlich aber nicht als Hinderungsgrund sieht. „Es könnte sein, dass ich als erster arbeitsloser Präsidentschaftskandidat in die Geschichte eingehe. Ab 11. Jänner 2010 bin ich ja in einer arbeitsmarktpolitischen Maßnahme. Ich bin aber nicht der Meinung, dass es für die Kandidatur zum Bundespräsidenten wesentlich ist, ob ich ein derzeit Arbeitsloser oder ein solventer Industrieller bin“, so Bahr. Dass seiner Kandidatur von den Parteien wenig Chance auf Erfolg beigemessen werden wird, ist sich der 47-Jährige sicher. Trotzdem meint er: „Frei nach Achternbusch kann ich nur sagen ‚Ich habe keine Chance, aber nutzen wir sie.’“

Bahr for President
Raimund Bahr ist optimistisch die 6000-Stimmen-Hürde zu schaffen und bittet auf seiner Homepage bahrforpresident.net um Unterstützung dafür. Dort nennt er auch sein Motto für die Bundespräsidentenwahl 2010: „Ich bin der No-Budget Präsident. Geld darf keine Rolle spielen, in der Erwägung seine politischen Rechte in Anspruch zu nehmen. Ich kandidiere, weil es notwendig, rechtens und in der derzeitigen politischen und ökonomischen Situation wichtig ist.“

www.bahrforpresident.net



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