Alarmstufe 2 híeß es für elf Feuerwehren in der Nacht von Montag auf Dienstag gegen 4:30 Uhr in Neukirchen an der Vöckla (Bezirk Vöcklabruck), als sie zu einem Wohnhausbrand nach Kogl gerufen wurden.
Durch einen lauten Knall wachte gegen 04.38 Uhr wachte eine Frau auf, der offensichtlich aus der unmittelbaren Nachbarschaft stammte. Als sie aus dem Fenster blickte sah sie, dass die Garage des benachbarten Wohnhauses ihres 44-jährigen Bruders brannte. Daraufhin verständigte sie via Notruf die Feuerwehr.
Feuer breitete sich rasch aus
Seitens der ersteintreffenden Feuerwehrmänner konnte im vorderen Drittel der Garage der Brandherd wahrgenommen und vorerst bekämpft werden. Der Brand selbst hatte sich aber bereits über eine in der Garage befindlichen Stiege in den 1. Stock der Halle ausgebreitet. Im ersten Stock war diverses Holz (Latten, Platten etc), Kästen, Regale und KFZ-Teile gelagert.
Feuerwerkskörper als mögliche Brandursache
Aufgrund des übergegriffenen Feuers wurde von der Feuerwehr der Brand im ersten Stock bekämpft sowie ein Übergreifen der Flammen auf den Wohntrakt, der derzeit unbewohnt ist, verhindert. Die Beamten konnten erheben, dass der laute explosionsartige Knall, durch den die Anrainerin geweckt wurde von in der Garage gelagerten pyrotechnischen Gegenständen stammte, die durch den Brand zur Explosion kamen.
Detonation der Feuerwerkskörper riss Garagentore aus Verankerung
Durch diese Explosion wurden die drei montierten, geschlossenen Garagentore aus der Verankerung gerissen und rund 10 Meter vom Gebäude weg geschleudert. Aufgrund der unklaren Brandursache wurde der Bezirksbrandermittler der Polizeiinspektion Vöcklabruck zur weiteren Brandursachenermittlung hinzugezogen.
Rund 200.000 Euro Schaden
Im Zuge der Brandursache konnte erhoben werden, dass die pyrotechnischen Gegenstände, die in der Garage zwischengelagert waren, von einem Arbeitskollegen waren, der seinerseits eine Feuerwerksfirma besitzt und geprüfter Pyrotechniker ist. Die genaue Brandursache ist derzeit ungeklärt. Der Schaden wird mit 150.000 bis 200.000 Euro beziffert.
Seitens der Feuerwehr wurde Alarmstufe 2 ausgerufen und es waren insgesamt 11 Feuerwehren im Einsatz.