Allianz Swans Gmunden vs. UBSC Graz 77:72 (17:25, 42:39, 56:63)
Graz startet am Sonntagabend mit den beiden Neuerwerbungen Pesic und Allen, bei Gmunden steht statt dem verletzten Didi Mayer Vilius Gabsys in der starting-five. In den ersten Minuten entwickelt sich ein offenes Spiel mit wenig Defensivintensität. Nach 5 Minuten steht es 10:10 und schon da wird klar, dass Graz sich nicht als williges Schlachtopfer sieht. In den nächsten Minuten treffen die Gäste sensationell von der Dreierlinie, ziehen auf 18:12 und wenig später 21:14 davon. Und auch der letzte Wurf in diesem Viertel ist ein Dreier – Lanegger trifft zum 25:17.
Im zweiten Viertel ändert sich anfangs nur wenig an der Spielsituation, Graz trifft weiter makellos vom Dreier, Knor trifft einen zur höchsten Führung (33:24). Bei den Swans wird nun endlich etwas konzentrierter verteidigt, das führt auch zu einer kurzfristigen Trendwende und mit einem 12:0 Run zur 36:33 Führung. Aber selbst diese Phase bringt die Grazer nicht aus dem Konzept und nur 2 Superdreier von Schöninger, der letzte davon mit der Shotclock, halten die Swans in Führung.
Oppland sorgt im 3. Viertel fürs 44:39, ehe bei den Swans wieder minutenlang absolut nichts geht. Graz gelingt ein 11:0 Run zum 50:44 und auch nach 27 Minuten führen die gediegen spielenden Gäste 54:46. Dann kann endlich Gabsys mit einem Dreier ein Signal setzen, verkürzt auf 51:54. Bis zum Ende des Viertels pendelt sich der Gäste-Vorsprung bei 4 Punkten ein, ehe Pesic mit der Shotclock einen Dreier zum Viertelendstand versenkt.



Glück in den letzten Minuten
Bis zur 33. Minute konservieren die Grazer ihre Führung, liegen mit 67:60 im letzten Viertel voran. Dann überwinden sich die Swans defensiv endlich, erzielen einige Ballgewinne und vorne ist es vor allem Boylan, der die Sache in die Hand nimmt. Nach 35 Minuten führen die Swans erstmals wieder 68:67, Graz kann noch einmal zurückschlagen, ehe Mayes mit 2 Freiwürfen und Gabsys mit einem Dreier die Swans auf 73:69 davonwerfen. In den letzten Minuten haben die Gmundner einiges Glück, denn die Grazer verwerfen durch Pesic und Allen in aussichtsreicher Position und als Mayes nach Superkombination mit Boylan das 77:72 gelingt, ist diese spannende Partie doch noch zugunsten des Favoriten gelaufen.
Fazit:
Die Gmundner waren in diesem Spiel sowohl mental als physisch nicht auf der Höhe – ist auch kein Wunder bei so vielen Spielen in so kurzer Zeit. Danke dafür auch an das Ligabüro, dass so eine blöde Terminplanung gestaltete, ist für die Cupfinalisten wirklich eine Wettbewerbsverzerrung. Dazu kamen Grazer, die bis zur 13. Minute keinen einzigen Fehlwurf vom Dreier hatten (7 von 7), sehr ambitioniert kämpften und vor allem Dank der Neuverpflichtungen den Rebound dominierten. Dieses Kräfteverhältnis setzte sich bis tief in die zweite Spielhälfte fort, 13 Offensivrebounds der Gäste sprechen eine deutliche Sprache. Man sollte allerdings auch festhalten, dass Graz mit dieser Mannschaft, in der auch noch Zeleznik verletzungsbedingt fehlte, kaum Tabellenschlusslicht wäre. Vor allem Pesic stellte sich als unglaublich starker Center vor. Egal – Sieg ist Sieg, es ist immerhin der zwölfte in Serie geworden, aber es war wohl der am schwersten erkämpfteste.
U-22
Gmunden – Graz 82:57 (27:15, 40:32, 61:48)
Punkte: Splajt 26, Moschny 25, Janisch 12, Frauscher, Kienesberger je 5, Egelkraut 4, Burnic 3