Am vergangenen Wochenende haben die Poolbillard-Sportler des PSC ASKÖ Gmunden zwei Teams zu je zwei Spielern zum Jubiläumsturnier nach Fieberbrunn/Tirol entsandt. Die 20. Saustalltrophy (nach dem Clublokal, welches ein ehemaliger Saustall war) war mit 60 Mannschaften top besetzt. Als haushohe Favoriten wurden die Nummer 1 und Nummer 6 der Österreichischen Rangliste gehandelt, die sich zum Dream-Team formiert hatten, um den heiß begehrten „Wund“ nach Innsbruck zu holen.
Von hinten das Spiel aufgeholt
Nachdem die Gmundner letztes Jahr in anderer Besetzung leider den Einzug ins Halbfinale verpasst hatten, waren dieses Jahr mit Michael Reitter (Rutzenmoos) und Hubert Staudinger (Gmunden) vom PSC ASKÖ Gmunden die Nummer 55 und 292 zwar Gmundens Hoffnungsträger, jedoch viel zu weit hinten im Starterfeld, aber um so erfolgreicher.
Der speziell für diese Turnierserie gültige Modus lag dem Team „MIHUS“ an diesem Wochenende wie sonst keinem anderen – Verschossen die Gegner doch teilweise die „sicheren“ Kugeln aus Nervenschwäche, Aufregung oder durch die schlechte Stellung ihrer Doppel-Partner, sah das Spiel der Gmundner teilweise aus, wie aus dem Lehrbuch. Klar lagen auch bei MIHUS die Nerven teilweise blank, aber die Heimfahrt wurde immer wieder um ein Match verschoben.
Lacherfolge für die „De oarschwarmen Warzen“
Im Spiel um den Einzug ins Halbfinale kam es dann auch zu der schicksalshaften Begegnung mit Maximilian Lechner (Nummer 1) und Günther Parth (Nummer 6), die sich den Teamnamen „De oarschwarmen Warzen“ selber ausgesucht hatten. Spätestens beim 3:4 gegen die Gmundner war klar, dass der Name ihnen nur Lacherfolge gebracht hatte - für das nächste Jahr werden sie sich wohl einen neuen Namen suchen.
 |
| Hubert Staudinger und Michael Reitter |
Das Halbfinale wurde gegen ein junges Salzburger Team (Florian Schönegger, Platz 74 und Gerhard Schwab – Platz 88 der Rangliste) knapp, aber eindrucksvoll gewonnen. Das Finale gegen die dreifachen Sieger dieser Turnierserie (Günther Hann – Platz 153 & Gspann Rene – Platz 312) zeigte dann, dass Ranglistenplatzierungen in diesem Bewerb wirklich nebensächlich sind – Teamgeist, Spaß und Spannung standen im Vordergrund und so spielten Michael und Hubert das Finale mit 4 zu 2 sauber nach Hause und durften sich über die 3. Generation „Wund“ (wegen der handwerklichen Meisterleistung von Franz Bachler so benannten verwundenen Holzsäulen), die es bisher nur bei der Allerersten, der Zehnten und nun zur 20ten Trophy gab, freuen.