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| Aus innovativen Fasern werden Bekleidung und Stationswäsche für den Gesundheitsbereich. |
Die Life Science Branche entwickelte sich in den letzten Jahren zum Zukunftsmarkt mit großem Potenzial. So setzte die deutsche Branche 2009 knapp 18 Mrd. Euro um. Am weltweiten Markt für medizintechnische Produkte betrug das Volumen gut 150 Mrd. Euro.
Für 2010 prognostiziert der deutsche Industrieverband Spectaris wieder ein leichtes Wachstum von etwa drei Prozent. Durch die Verankerung der Branche im Wirtschaftsprogramm 2010 PLUS und die Förderung zielgerichteter Maßnahmen vom Land wird oberösterreichischen Firmen die Teilnahme an diesem dynamischen, krisensicheren Wirtschaftszweig ermöglicht.
Im GC-Kooperationsprojekt „Innovative Textilien“ arbeiten die Unternehmen Lenzing, Wozabal, Reindl und Framsohn noch bis Juni 2010 an der Optimierung der Fasertypen Lenzing-TENCEL® (für Dienst- und Bereichsbekleidung) und Lenzing-Modal® (für Frottierware). Diese sollen einerseits den Anforderungen des Endverbrauchers hinsichtlich Tragekomfort und Performance genügen, andererseits Vorteile in der Wäscheaufbereitung in Bezug auf Haltbarkeit, Durchsatz und letztlich der gesamten Lebenszykluskosten bringen.
Die perfekte Mixtur
Die Lenzing AG hat zur Aufgabe ein optimales Mischverhältnis der bestehenden Fasern TENCEL® und Lenzing-Modal® mit anderen Fasertypen zu entwickeln und deren Eigenschaften im fertigen Textil (z.B. Saugfähigkeit) zu charakterisieren. In der umfassenden Forschungs- und Entwicklungsabteilung von Lenzing können unterschiedlichste Materialien entwickelt, erprobt, auf typische textiltechnische und textilphysiologische Parameter getestet sowie die Verarbeitung (Weberei, Färberei, Ausrüstung) nachgestellt werden. Das Unternehmen führt außerdem Basisversuche zur Wäscheaufbereitung an Kleinanlagen durch und fungiert als Berater für die Verarbeitung, Konfektionierung und Aufbereitung.
Breite Vernetzung
Durch die enge Kooperation mit Garnherstellern und Verarbeitern können gewonnene Erkenntnisse der Lenzing AG direkt in den Weiterverarbeitungsprozess eingebunden werden. Dieses Know-how ist bei allen Fragestellungen der Garn- und Gewebekonstruktion, der Färberei und des textilen Finishing besonders hilfreich.
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| v.l.n.r.: Wirtschafts-Landesrat Viktor Sigl, Prok. Gernot Gaiswinkler (Reindl Ges.m.b.H, Bezirk Schärding), Dr. Heidrun Fuchs (Lenzing AG, Bezirk Vöcklabruck), Mag. Dr. Eva-Maria Gillesberger (Gesundheitscluster), Ing. Christian Wozabal (Unternehmensgruppe Wozabal, Bezirk Vöcklabruck), Mag. (FH) Philipp Schulner (Framsohn Frottier GmbH, NÖ) |
Vorteile für Firmen und Endverbraucher
Diese Optimierung der Fasertypen bewirkt eine wesentliche Verbesserung von Passform, Festigkeit und Optik der Bekleidung und Frottierware im Krankenhaus. Die neuen Materialien reduzieren das Bakterienwachstum, sind besonders saugfähig und geruchsneutral. Aber auch für den gesamten Herstellungsprozess konnte ein großer Nutzen generiert werden: Erhöhung der Energieeffizienz, Prozessoptimierung und -kostenreduktion, Verringerung der Durchlaufzeiten sowie Verlängerung des Lebenszyklus der Textilien.
Vorteile der Zusammenarbeit
Es ist gelungen, eine Zusammenarbeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu erwirken: Vom Faserhersteller bis zur Wäscherei. Das ist die ideale Basis für eine konstruktive Produktentwicklung sowie die Reduktion der Herstellungskosten. Im aktuellen Projekt übernahm der Gesundheits-Cluster das Projektmanagement und agierte als verlängerte Werkbank. Der Erfahrungsaustausch, die Organisation und Moderation von Meetings sowie die bilaterale Abstimmung in den Arbeitsgruppen wurden vom GC übernommen. So blieb den Unternehmen mehr Zeit, um sich auf deren Kernkompetenzen und Aufgaben zu konzentrieren.