Kontakt: Hannes Denzel - mailto: h.denzel@salzi.at
 

"HOAMAT": Heimat – das schöne Wörtchen, wo „heim“ drinsteckt (weshalb es sich auch gut als URL fürs Internet gebrauchen lässt, www.heim.at) bedeutet für jeden was anderes individuelles. Für die meisten ist es die Gegend, wo sie leben, für andere die eigenen vier Wände, viele sehen es auch als eine Art „Rückzugsgebiet“, natürlich gehört auch die Familie dazu, oder die Freunde - für nicht wenige sogar der Stammtisch. Etwas begrenzter wird es mit dem dialektischen Wörtchen „Hoamat“, denn da offenbart sich gleich der regionale Bezug, da geht’s um Oberösterreich, hier geht’s speziell ums Salzkammergut.

So vielfältig wie die Bedeutung des Worts wird demnach auch der Inhalt der Rubrik „Hoamat“ werden. Hier kommt alles rein, was irgendwie einen Bezug zu unserer Gegend hat. Landschaftsfotos, Ausflugstipps, Wetterkapriolen, Veranstaltungen, und nicht zuletzt die Menschen, die hier wohnen und prägend für die Gegend sind. Ganz besonders solche, die einen kreativen Output irgendeiner Art haben, suchen wir und wollen Sie hier portraitieren – daher hier wieder der Aufruf an Dich, lieber Leser – wenn Du jemanden kennst, von dem Du glaubst, es würd3e sich lohnen, über ihn zu berichten, lass es uns wissen!

diese Woche :

 

Was war das heuer für ein Sommer! Regen, Kälte, Nebel, Feuchtigkeit, sonnig und heiß war es bereits im Mai. Als sich die Zyniker wegen der Kälte warmgelaufen hatten und sinnige Sprüche wie „die vier neuen Jahreszeiten: Winter, Frühjahr, Arschl…., Herbst“ oder die zwölf Monate des heurigen Jahrs: „Jänner, Februar, März, April, April, April, April, April, April, Oktober, November, Dezember“ die Medien füllten, wurde es dann doch so richtig schön. Allerdings zu einem Zeitpunkt, wo laut Einheimischen normalerweise die Hitze nachlässt und, besonders am Abend, der Herbst schon zu spüren ist: Mitte August, immer so zu Kaisers Geburtstag. Wieder ein Grund zum Jammern, den 35° ist auch nicht mehr angenehm, besonders wenn es nicht einmal in der Nacht abkühlt.

Den krassen Unterschied zwischen diesen zwei Extremen haben wir bei einem, nein bei zwei Ausflügen zum Nussensee nachgespürt. Dieser kleine Bergsee liegt in der Nähe Bad Ischls und wird von unterirdischen Quellen gespeist. Man kann auf einem Waldweg rundherum wandern, was wir auch vorhatten. Der erste Versuch fand allerdings an einem Regentag statt, was uns nicht abgehalten hätte. Allerdings wuchs sich der Regen zu einem sintflutartigen Wolkenbruch aus, und bereits nach wenigen Metern am See musste sich die Elektronik der Kamera den herabstürzenden Wassermassen ergeben.

Umso schöner aber der zweite Versuch, diesmal am frühen Morgen. Das Wasser glasklar, die einzigen Menschen zu dieser Tageszeit drei Fischer und zwei Jogger, die Temperatur noch angenehm, der Himmel strahlend blau. Trotzdem blühte bald die Erkenntnis, dass Converse Sneakers nicht gerade die ideale Ausrüstung für eine Waldwanderung darstellen, besonders wenn der Weg wie am Nussensee über Stock und Stein und über Berg und Tal führt. Aber selbst mit vielen Fotostopps dauert die Wanderung nur eine knappe Stunde, der See ist ja nur 600 Meter lang und 250 Meter breit, und nirgendwo mehr als 14einhalb Meter tief. Das anstrengendste an diesem Spaziergang war eigentlich, die Kamera mit Stativ zu schleppen!

 

 

 

Text und Fotos: Hannes Denzel

 

 

 

 

 
 

HOAMAT

NOSTALGIE