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Im Juni geht es in den Garten

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Der Juni bringt nicht nur den Sommeranfang, sondern auch verschiedene Gartenarbeiten mit sich. Hecken, Blumen und Obstbäume benötigen in diesem Monat wieder viel Pflege.

Hecken schneiden

Um Nistvögel zu schützen, ist das Stutzen der Hecke zwischen März und Oktober verboten. Ein schonender Formschnitt ist jedoch auch in dieser Zeit erlaubt. Wer im Sommer einen solchen Pflegeschnitt durchführt, hat länger Ruhe, bis die Hecke erneut gestutzt werden muss. Ende Juni haben die meisten Heckenpflanzen ihre Hauptwachstumsphase beendet. Daher bietet sich ein „Schnitt zum Johanni“ in der letzten Juniwoche an. Zuvor sollte jedoch kontrolliert werden, ob sich in der Hecke ein Vogelnest befindet.

Blütezeit verlängern

Damit Rosen, Stauden und Ziergehölze besonders lange blühen, werden verdorrte Blütenreste gründlich entfernt. Auch bei mehrjährigen Balkon- und Kübelpflanzen bietet sich dieses Vorgehen an, um eine zweite Blüte anzuregen. Bei Blühpflanzen wie Wildrosen und Rhododendron verhindert das Entfernen der Blüten außerdem die kraftraubende Samenbildung. Falls an Wildrosenbüschen doch Hagebutten wachsen, können diese im Herbst gesammelt und zu einem gesundheitsfördernden Tee verarbeitet werden. Ende Juni sollten Blühpflanzen noch einmal nachgedüngt werden.

Obstbäume pflegen

Vor allem bei Apfel-, Birnen- und Kirschbäumen kommt es in diesem Monat zum „Junifall“, bei dem ein Teil der Früchte abgeworfen wird. Mit dieser Auslese kann der Baum seine Kraft besser auf die verbliebenen Früchte aufteilen – sie werden größer und schmackhafter. Die herabgefallenen Früchte sollten aufgelesen werden. Gärtner können einen zu hohen Fruchtbestand auch per Hand ausdünnen, indem sie von einer stabilen Leiter aus die einzelnen Äste „putzen“. Dabei sollten nicht mehr als fünf Prozent aller Früchte entfernt werden. Um das Obst vor Vögeln und Insekten zu schützen, werden einige Bäume danach in Schutznetze eingehüllt.

Nutzpflanzen ernten

Bis Ende Juni ist noch Spargel- und Rhabarberzeit und auch die Erdbeersaison ist angebrochen. Jetzt wird das Erdreich rings um die Wurzeln der Erdbeerpflanze mit Holzwolle oder Stroh bedeckt, damit die Früchte keinen direkten Bodenkontakt haben. Das verringert das Schimmelrisiko und ist ebenfalls ein effektiver Schneckenschutz. Genau wie Tomaten werden auch Erdbeeren im Juni ausgegeizt, um den Ertrag zu erhöhen. Küchenkräuter wie Oregano, Thymian, Salbei oder Minze werden kurz vor der Blüte geerntet, da sie zu diesem Zeitpunkt am aromatischsten sind.

Saat aussäen

Sommerzeit ist ebenfalls Saatzeit. Das Sortiment an Küchenkräutern kann um Bohnenkraut, Kerbel, Dill und Rucola erweitert werden. Auch verschiedene Salat- und Kohlsorten wie Radicchio, Endivie, Kopfsalat, Grünkohl, Weißkohl und Chinakohl werden jetzt ins Beet gesetzt. Blumenkohl, Broccoli, Porree, Karotten, Rüben und Radieschen bieten als schnellwachsende Sommersorte noch eine ertragreiche Ernte vor dem Winter. Zweijährige Blühpflanzen wie Stiefmütterchen, Bartnelken und Islandmohn werden jetzt ausgesät, um im nächsten Frühling in voller Blüte zu stehen.

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