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Unbeschwert reisen mit Blasenschwäche

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Der Urlaub soll die schönste Zeit des Jahres sein. Dennoch sehen viele Menschen mit empfindlicher Blase Reisen mit gemischten Gefühlen entgegen. Zu groß ist die Angst vor unangenehmen Situationen. Was ist, wenn es kaum öffentliche Toiletten am Urlaubsort gibt oder mit langen Wartezeiten an Flughäfen, Bahnhöfen oder Grenzen zu rechnen ist? Eine empfindliche Blase muss nicht automatisch den Verzicht auf Unternehmungen bedeuten. Egal, ob Flugreise in die Ferne oder spontane Auszeit in der Heimat: Mit ein wenig Vorbereitung und Planung muss man kaum Abstriche bezüglich der Mobilität machen.

Vor Antritt der Reise

Vor Reiseantritt empfiehlt es sich, ausreichend Einlagen zu besorgen. Dauert die Anreise etwas länger, sollten diese unter Umständen saugstärker sein als die im Alltag verwendeten Produkte. Es ist ebenfalls ratsam, im Vorfeld zu prüfen, ob die Hilfsmittel am Urlaubsort in gleicher Qualität wie in der Heimat erhältlich sind. So kann der Vorrat für die Reise gegebenenfalls entsprechend angepasst werden. Im Idealfall werden die Hygieneartikel in verschiedenen Gepäckstücken transportiert, damit auch verlorenes oder verspätetes Gepäck nicht zu Engpässen während der Reise führt.

Mitunter hängt die Unbeschwertheit auf Reisen davon ab, wie zugänglich öffentliche Toiletten sind. Eine Recherche im Vorfeld kann dazu beitragen, Bedenken zu nehmen. Dabei helfen WC-Führer, die es bereits für zahlreiche Destinationen weltweit gibt. Toiletten-Stadtpläne für Wien, Graz, Linz, Salzburg und Innsbruck hat die Medizinische Kontinenzgesellschaft Österreich (MKÖ) auf ihrer Internetseite veröffentlicht. Bei Busreisen beantwortet der Reiseveranstalter Fragen zu der Verfügbarkeit von Bordtoiletten und Häufigkeit von Pausen. Für längere Anreisen mit dem Auto sind Karten zu empfehlen, auf denen Rastplätze mit Toiletten verzeichnet sind. Alternativ gibt es auch kostenlose Apps für das Smartphone, die in der Nähe befindliche Toiletten anzeigen.

Gerade am Flughafen kann es mitunter zu langen Wartezeiten kommen. Um den Sicherheitscheck kommt man nicht herum. Die Zeit für das Check-in lässt sich aber reduzieren, indem man schon vorab von zu Hause aus online eincheckt. Bei den meisten Airlines ist das mindestens 24 Stunden vor der planmäßigen Abflugzeit möglich. Bei freier Sitzplatzwahl im Flugzeug ist es außerdem zu empfehlen, Plätze in der Nähe der Toilette zu reservieren.

An- und Abreise

Für die An- und Abreise selbst empfiehlt es sich, ein individuelles Set zusammenzustellen. Neben den auf den eigenen Bedarf abgestimmten Hygieneartikeln sollten auch Ersatzunterwäsche sowie Reinigungs- und Pflegetücher darin Platz finden. Damit der Inhalt jederzeit griffbereit ist, ist es ratsam, das Set im Handgepäck zu transportieren.

Am Urlaubsort

Viele Menschen mit Blasenschwäche neigen dazu, weniger zu trinken, um die Wahrscheinlichkeit von Harnverlust zu reduzieren – vor allem unterwegs. Das ist jedoch alles andere als hilfreich. Zum einen kann eine zu geringe Flüssigkeitszuführt Kopfschmerzen, Schwindelgefühl und Kreislaufprobleme begünstigen. Zum anderen vermehrt durch die geringe Flüssigkeitsaufnahme bedingter, stark konzentrierter Urin den Harndrang und kann die Blasenschleimhaut reizen. Deshalb ist es wichtig, ausreichend zu trinken – pro Tag sollten es 1,5 bis zwei Liter sein. Besonders gut geeignet sind stilles Mineralwasser und Tee. Koffeinhaltige Getränke, wie Kaffee und Schwarztee, können in größeren Mengen ebenso harntreibend wirken wie Alkohol. Als Snack für unterwegs eignen sich Obst und Gemüse sehr gut. Viele Sorten haben einen hohen Wasseranteil und tragen damit ebenfalls zur Flüssigkeitsaufnahme bei.

Foto by StockSnap on Pixabay

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