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Mit dem Rad sicher durchs Salzkammergut

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Mit dem Rad sicher durchs Salzkammergut – die wichtigsten Sicherheitstipps für Fahrradfahrer

Das Salzkammergut ist ein echtes Radfahrerparadies. Vielseitige und malerische Landschaften laden gemeinsam mit einem gut ausgebauten Radwegenetz zu Radtouren und Tagesausflügen ein. Dabei ist es Radlern auf einem mehrere Tausend Kilometer umfassenden Wegenetz möglich, die traumhaften Seen des Salzkammerguts zu erkunden. Außerdem laden die Berglandschaften und schweißtreibenden Trails zu abenteuerlichen Ausflügen ein. Trotz des gut ausgebauten Wegenetzes sollten Radfahrer aber beachten, dass es während einer Tour nicht nur auf ihre Kondition ankommt. Insbesondere die Sicherheit sollte bei jeder Radtour auch im Salzkammergut an erster Stelle stehen.

Fahrradunfälle sind keine Seltenheit

Von aufregenden Bergtrails bis hin zu 345 Kilometern Fahrradvergnügen auf dem Salzkammergut Radweg – das Salzkammergut hat Radfahrern jede Menge zu bieten. Trotz der gut ausgebauten Radstrecken vom Wolfgangsee bis nach Hallstatt kommt es allerdings auch hier immer wieder zu schlimmen Radfahr-Zwischenfällen. Gemeint ist hiermit nicht nur der Diebstahl der Radgefährte, der gelegentlich vorkommt. Stattdessen ist immer wieder von schlimmen Unfällen, teilweise sogar mit Todesfolge die Rede.

Untersuchungen zufolge sind insbesondere Kinder und Senioren beim Radfahren besonders gefährdet. Allerdings liegt das nicht daran, dass diese Personengruppen weniger gewissenhaft auf hochwertige und sichere Fahrräder achten würden. Jedoch sind es bei Kindern und Jugendlichen oft eine sorglose Fahrweise oder riskante Manöver, die zu Unfällen führen. Senioren hingegen werden eher aufgrund von unsicheren Bewegungsabläufen in Unfälle verwickelt. Beachten diese und alle anderen Radfahrer aber einige wichtige Sicherheitstipps, kommen sie auch mit dem Rad sicher durchs Salzkammergut.

Der Hallstätter See: traumhafte Kulisse für eine Radtour. Foto: pixabay.com © Duernsteiner (CCO Creative Commons)

Auf den Sicherheitsabstand achten

Um sicher unterwegs zu sein, sollten Radfahrer auf dem Radweg oder am rechten Fahrbahnrand fahren. Wer einmal auf der Fahrbahn unterwegs ist, sollte auf einen ausreichenden Sicherheitsabstand zu anderen Verkehrsteilnehmern achten. Das bedeutet: Zwischen Rad und Gehweg sollte stets ein Meter liegen. Befinden sich parkende Autos am Fahrbahnrand, sollte der Sicherheitsabstand außerdem auf eineinhalb Meter erweitert werden. Schließlich darf die Gefahr, die von ohne Umsicht geöffneten Autotüren ausgeht, nicht unterschätzt werden. Kommt es hier nämlich zu einer Kollision, drohen ernsthafte Verletzungen. Wird der Sicherheitsabstand aber eingehalten, lässt sich eine Sicherheitszone für den Radfahrer schaffen. Dazu kann es gelegentlich auch nötig sein, sich nicht von ungeduldigen Autofahrern mit zu geringem Sicherheitsabstand überholen zu lassen.

Angepasst fahren

Im Salzkammergut können sich Radfahrer auf den Radwegen am Attersee, Mondsee und auf vielen anderen Strecken relativ ungestört fortbewegen. Dennoch ist es auch auf dem Rad wichtig, die Grundregeln des Straßenverkehrs genau einzuhalten. Das bedeutet: Auf und fernab der Radwege gilt es beispielsweise, das Rechts-vor-links-Gebot zu beachten. Außerdem ist das Abbiegen auch von Radfahrern stets deutlich anzuzeigen.

Außerdem fahren Radler dann sicherer, wenn sie mit typischen Fehlern anderer Verkehrsteilnehmer rechnen. Beispielsweise kommt es dann, wenn Autos oder Lkw nach rechts abbiegen, immer wieder dazu, dass Fahrradfahrer übersehen werden. Um sich in diesen Situationen selbst zu schützen, ist vorausschauendes Fahren auf dem Rad gefragt.

Das eigene Rad sicherer machen

Insbesondere die Sicherheit sollte beim Fahrradfahren nicht dem Zufall überlassen sein. Wichtig ist es daher für Radfahrer, ihr Gefährt regelmäßig auf seine Funktionsfähigkeit zu prüfen. Dabei kommt es selbstverständlich gerade auf die Bremsen besonders an. Sie sollten regelmäßig – möglichst von einem Experten – auf Abnutzung, Verschleiß und ihre Bremswirkung untersucht werden. Außerdem sind die Beleuchtung, sämtliche tragenden Teile sowie der Antrieb regelmäßig zu prüfen. Die Sicherheitsprüfung, Reparatur und Justierung sollte in festen Zeitabständen – etwa immer im Frühjahr – stattfinden.

Sicherheit sollte bei jeder Radtour im Vordergrund stehen – auch im Gelände. Foto: pixabay.com © Pexels (CCO Creative Commons)

Stets mit Helm aufs Rad!

Fahrradhelme sorgen nach wie vor für Unmut, insbesondere bei erwachsenen Fahrradfahrern. Unumstritten ist allerdings auch, dass sie für mehr Sicherheit sorgen. Obwohl das Tragen eines Fahrradhelms im Salzkammergut keine Pflicht und damit freiwillig ist, ist es durchaus ratsam. Zwar ist der Fahrradhelm lediglich wenige Zentimeter dick. Dennoch verringert er die Aufprallkräfte, die bei einem Unfall oder Sturz auf den Kopf wirken erheblich. Allein durch das Tragen des Helms können Radfahrer das Risiko schwererer Kopfverletzungen erheblich reduzieren.

Obwohl die Entscheidung freiwillig getroffen werden kann, sollte sie aus Sicherheitsgründen zugunsten des Helms ausfallen. Insbesondere Fahrer eines E-Bikes, die oft noch zügiger als anderer Radler unterwegs sind, sollten noch intensiver über das Helmtragen nachdenken.

Sichtbar bleiben

Vor allem bei einer Radtour am Morgen oder Abend ist gute Sichtbarkeit für Radfahrer sehr wichtig. Eine ausreichende Beleuchtung am Rad durch moderne LED-Strahler sorgt dafür, dass Radler ihre Umgebung und mögliche Gefahren jederzeit gut erkennen. Zudem hilft die Beleuchtung dabei, auch von anderen Verkehrsteilnehmern rechtzeitig gesehen zu werden.

Allerdings kommt es beim Radfahren am Abend oder in der Dämmerung nicht allein auf die passende Radbeleuchtung an. Auch die richtige Kleidung hilft, Gefahren zu minimieren. Hellere Kleidung oder Kleidungsstücke in auffälliger Farbe und mit Reflektoren erhöhen beispielsweise die Sichtbarkeit des Radlers im Straßenverkehr. Neben einem Helm sollten insbesondere auch Kinder und Jugendliche, die mit dem Rad unterwegs sind, auf solche Kleidungsstücke setzen.

Die passende Verpflegung für die Radtour

Wer von Unterach am Attersee aus den Attersee einmal mit dem Rad umrundet, ist durchaus drei Stunden oder länger unterwegs. Nun darf auf einer solchen Radtour die passende Verpflegung nicht fehlen. Allerdings dient diese nicht allein dem Wohlbefinden des Radlers. Schließlich sorgen ausreichend Essen und Getränke auch für mehr Sicherheit auf der Radtour.

Machen sich nämlich Hunger, Unterzuckerung oder Dehydration breit, schwindet schnell die Konzentration beim Radfahren. Schlimmstenfalls kann es sogar zu Schwindel, Ohnmacht oder Ähnlichen kommen. Umso wichtiger ist es daher, den Energiebedarf beim Radfahren etwa mit Obst, Müsliriegeln oder einigen belegten Broten zu decken. Außerdem darf eine ausreichende Menge (alkoholfreier!) Getränke auf einer Radtour nicht fehlen. Je nach Außentemperaturen und Anstrengung sollten das etwa zwei Liter für eine längere bzw. eine Tagestour sein – das ist gerade im Sommer besonders wichtig.

Abbildung 1: pixabay.com © Duernsteiner (CCO Creative Commons)
Abbildung 2: pixabay.com © Pexels (CCO Creative Commons)

 

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