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Das Bedürfnis „Bahnfahren“ wecken

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Workshops in Gemeinden geben Aufschluss über die Bedürfnisse der potenziellen Fahrgäste der Traunseebahn

Die Bedürfnisse der potenziellen Fahrgäste zu eruieren und die zahlreichen Nutzungsmöglichkeiten der zukünftigen Traunseebahn aufzuzeigen ist das Ziel der Workshop-Reihe, die in Zusammenarbeit von Stern & Hafferl Verkehr und den Bürgermeistern der Gemeinden Gmunden, Gschwandt, Kirchham und Vorchdorf sowie den Tourismusverbänden durchgeführt werden. In den einzelnen „World-Café‘s“ in den jeweiligen Gemeinden, erarbeiten Gemeindevertreter, Vertreter von Vereinen und Schulen sowie Bewohner in moderierten Kleingruppen Ideen zur Frequenzsteigerung auf der Traunseebahn.

Das Projekt stadt.regio.tram ist in der Zielgeraden. Die zukünftige Traunseebahn wird ab Juli 2018 die Gemeinden Vorchdorf, Kirchham, Gschwandt und Gmunden mit dem Gmundner Hauptbahnhof verbinden. Damit eröffnen sich eine Vielzahl an neuen Nutzungsmöglichkeiten sowohl im Schul- und Pendlerverkehr, als auch touristisch und im privaten Bereich. Basierend auf einer Potenzialanlayse ist der Betreiber Stern & Hafferl angehalten schon jetzt entsprechende langfristige Maßnahmen und Planungen zu treffen.  Ziel ist eine Verdoppelung der Fahrgastzahlen bis zum Jahr 2020. „Um dieses Ziel zu erreichen ist ein langfristiger Prozess notwendig“, erklärt Günter Neumann, GF Stern & Hafferl Verkehr und führt weiter aus: „In der aktuellen Phase der Planung für 2018 ist es uns enorm wichtig, die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger, die entlang der Bahnstrecke leben und die zukünftigen potenziellen Nutzer der Bahn sind, zu erfragen.“

Workshop-Reihe: „World-Café“: Bedürfnisse erkennen – Ideen erarbeiten
Dazu wurde zum World Cafe eingeladen. Im Gegensatz zu einem klassischen Bürgerforum haben die geladenen „Meinungsbildner“ der Gemeinden die Möglichkeit in moderierten Kleingruppen an konkreten Themen, Wünschen, Ideen oder Verbesserungsvorschlägen zu arbeiten. Diese Ergebnisse werden dokumentiert und in einem weiteren Schritt gemeinsam mit dem Tourismus, dem Regionalmanagement, dem OÖVV und dem Land OÖ in ein langfristiges Maßnahmenkonzept eingearbeitet.

Positiver Tenor – mehr Information gewünscht
Die zahlreichen konstruktiven Inputs aus den bereits im Mai durchgeführten „World Cafés“ in Gmunden, Gschwandt und Kirchham (Vorchdorf ist im Juni an der Reihe) sind extrem wichtig für die zukünftige Tarif- und Fahrplangestaltung. Zudem konnten tolle Vorschläge für ein zielgruppenspezifisches Marketing, die erweiterten Nutzungsmöglichkeiten von Sport- und Freizeitangeboten in Kombination mit der Traunseebahn und touristische Nutzungsmöglichkeiten in Form von Packages erarbeitet werden. Alleine das Aufzeigen von einer Kosten-Gegenüberstellung von z.B.: eine Jahresticket und einem Zweitauto sorgte für ein Aha-Erlebnis bei den Anwesenden. Dies sind nur einige wenige Beispiele.

Zusammengefasst ist der Tenor aus den Gemeinden eindeutig: Das Potenzial für die Traunseebahn ist definitiv vorhanden. Attraktive, zielgruppenspezifische Angebote werden entwickelt und viel Informationsarbeit geleistet. Nun ist es an der Zeit, dass die Menschen in die Traunseebahn einsteigen, mitfahren und alle Vorteile einer Regionalbahn genießen!

„Eine gute Auslastung der Traunseebahn ist natürlich das Ziel. Viel wichtiger ist uns allerdings das Herzstück eines gut funktionierenden öffentlichen Nahverkehrs zu sein und somit einen wesentlichen Beitrag für einen nachhaltigen Lebensstil in der Region zu etablieren. Wir setzen Trends.“ So Günter Neumann abschließend.

Fotos: privat

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