Die geplante Übernahme der Almtal Bergbahnen durch die Traunsee Touristik GmbH (TTG), eine 100-prozentige Tochter der OÖ Seilbahnholding, steht offenbar vor dem Aus. Wie die Fördergenossenschaft lebenswertes Almtal mitteilt, drohen die Gespräche abzubrechen. Grund dafür sei, dass das Land Oberösterreich im Gegenzug für die Übernahme keine langfristige touristische Perspektive für das Almtal garantieren wolle.
Forderung nach langfristiger Absicherung
Die Fördergenossenschaft lebenswertes Almtal ist nach eigenen Angaben bereit, ihre Gesellschaftsanteile beziehungsweise den Betrieb um einen symbolischen Kaufpreis von einem Euro an das Land Oberösterreich abzutreten. Als Gegenleistung fordern die Vorstände DI Karl Drack und DI Michael Stadler eine vertraglich zugesicherte Planungssicherheit über die Landtagswahl im kommenden Jahr hinaus.
Als Mindestinvestitionen nennen sie den Bau einer modernen Vollbeschneiungsanlage sowie den Erhalt der Gruppenumlaufbahn oder die Errichtung einer Ersatzbahn. Damit soll eine Fortführung des Betriebs zumindest bis zum Jahr 2040 ermöglicht werden.
Gemeinsam mit den „Kasberg-Gönnern“, einer Gruppe engagierter Unternehmen und Privatpersonen aus der Region, habe man bereits rund 500.000 Euro in die Sicherung der nächsten Skisaisonen investiert.
Investitionen in den Skibetrieb
Die Fördergenossenschaft verweist auf bereits umgesetzte Maßnahmen zur Sicherung des Skigebiets. Dazu zählen ein motiviertes und frisch ausgebildetes Mitarbeiterteam für den Winterbetrieb, die Neuanschaffung eines Kassensystems und eines Skidoos sowie das Ausschneiden von Bahn- und Lifttrassen.
Zudem sei der dringendste Teil des Investitionsrückstands abgebaut worden, den man von den früheren Betreibern übernommen habe.
Die Vertreter der Fördergenossenschaft betonen, dass sie für eine unverbindliche Fortführung des Betriebs ohne langfristige Zusagen nicht zur Verfügung stehen. Die Spitzen der Landespolitik hätten den Kasberg am 27. Februar für gerettet erklärt. Nun erwarte man, dass diese Zusage im Zuge der Abgabe der Gesellschaftsanteile beziehungsweise des Betriebs vertraglich abgesichert werde.
Drei Skisaisonen ohne öffentliche Förderungen
Abschließend verweist die Fördergenossenschaft darauf, dass die vergangenen drei Skisaisonen ohne eigenes finanzielles Interesse und ohne öffentliche Förderungen abgewickelt worden seien. Maßgeblich dafür seien engagierte Bürger, persönlicher Einsatz und ehrenamtliches Engagement gewesen.
Die Verantwortlichen stellen klar, dass sie nicht bereit seien, eine schrittweise Einstellung des Skibetriebs am Kasberg zu unterstützen.












