Fotoprojekt der Frauenkommission der Diözese Linz macht die vielfältige Arbeit von Frauen in der katholischen Kirche sichtbar.
Zur Vernissage in der Pfarrkirche Steyrermühl am Freitag, 23. Oktober 2026, um 19:00 Uhr lädt die Katholische Frauenbewegung Dekanat Gmunden ein. Die Ausstellung wird im Rahmen eines Gottesdienstes mit Pfarrer Franz Starlinger, Seelsorgerin Christa Recheis-Kienesberger, und Magdalena Welsch, Frauenbeauftragte der Diözese Linz, eröffnet. Die Vernissage ist anschließend bis einschließlich 15. November 2026 täglich von 8:00 bis 17:00 Uhr zu erleben.
„Die Kirche ist weiblich“ lädt dazu ein, Kirche aus einem neuen Blickwinkel zu sehen und die Frauen wahrzunehmen, die sie mit ihrem Engagement, ihrer Kompetenz und ihrem Glauben gestalten und tragen.
“Ich lade Sie sehr herzlich ein, das breite und tatkräftige Arbeitsfeld von Frauen in der katholischen Kirche in OÖ zu sehen und zu würdigen – damit weitere Schritte folgen”, so Angela Heitzinger, kfb-Leiterin Dekanat Gmunden.
49 Frauen, 49 Geschichten, ein gemeinsamer Beitrag
Für das Fotoprojekt haben sich 49 Frauen aus ganz Oberösterreich vor die Kamera gestellt. Sie sind zwischen 28 und 71 Jahre alt und bringen unterschiedliche Lebensgeschichten und Muttersprachen mit.
Auch ihre Aufgaben und Rollen in und für die Kirche könnten unterschiedlicher kaum sein: Manche stehen als Führungspersönlichkeiten oder Seelsorgerinnen im Rampenlicht. Andere sorgen als Mesnerin oder Kirchenbeitragsberaterin dafür, dass im Hintergrund alles funktioniert. Ordensfrauen stellen ihr Leben in den Dienst der christlichen Botschaft. Wieder andere engagieren sich ehrenamtlich und verbinden dieses Engagement mit ihrem Beruf, etwa als Ärztin oder Sachbearbeiterin.
So unterschiedlich die Frauen und ihre Tätigkeiten sind, eines verbindet sie: Ihr individueller Beitrag macht Kirche zu einem lebendigen und stärkenden Ort.
Frauen geben der Kirche ein Gesicht
Das Projekt setzt damit bewusst einen Kontrapunkt zu einem nach wie vor verbreiteten Bild von Kirche, das vor allem von Männern, insbesondere von Priestern geprägt ist. Frauen sind in der Kirche in den unterschiedlichsten Bereichen tätig und übernehmen Verantwortung, begleiten Menschen, organisieren, beraten, pflegen, gestalten und engagieren sich.
Rund 220 Seelsorgerinnen in der Diözese Linz
Wie vielfältig weibliches Engagement in der Kirche ist, zeigt auch ein Blick auf die Seelsorge: Allein in der Diözese Linz sind rund 220 Seelsorgerinnen tätig. Sie begleiten Menschen in Pfarren, Kliniken, Altenheimen und Jugendzentren oder suchen als Betriebsseelsorgerinnen Menschen an ihren Arbeitsplätzen auf.
„Die Kirche ist weiblich“ macht diese Vielfalt sichtbar und gibt den Frauen, die Kirche mit ihrem Tun lebendig halten, ein Gesicht. Das Fotoprojekt lädt dazu ein, den eigenen Blick auf Kirche zu erweitern – und jene Frauen wahrzunehmen, die mit ihrem Wissen und Glauben, ihrer Zeit und ihrer beruflichen Kompetenz, und ihrem Engagement Kirche gestalten, formen und tragen.












