Tödlicher Tauchunfall am Attersee bei Steinbach
STEINBACH AM ATTERSEE. Ein 57-jähriger Taucher aus den Niederlanden ist am Freitag bei einem Tauchunfall am Attersee ums Leben gekommen. Der erfahrene Taucher geriet in rund 80 Metern Tiefe in Schwierigkeiten und führte anschließend einen unkontrollierten Notaufstieg durch. Reanimationsversuche blieben erfolglos.
Taucher gerät in 80 Metern Tiefe in Schwierigkeiten
Der 57-Jährige war gemeinsam mit zwei Bekannten beim sogenannten Tauchplatz „Ofen“ in Steinbach am Attersee unterwegs. Die drei erfahrenen Taucher hatten einen Tauchgang bis in eine Tiefe von rund 100 Metern geplant.

In etwa 80 Metern Tiefe bekam der 57-Jährige laut Polizei plötzlich Probleme unbekannter Ursache. Einer seiner Begleiter, ein 42-Jähriger, versuchte noch, ihm zu helfen. Der Taucher geriet jedoch in Panik und stieg anschließend innerhalb kürzester Zeit zur Wasseroberfläche auf.
Rund 100 Meter vom Ufer entfernt wurde der Mann von zwei polnischen Tauchern entdeckt. Sie eilten ihm zu Hilfe und brachten ihn ans Ufer.

Reanimation bleibt erfolglos
Da Rettung und Feuerwehr wegen eines weiteren Tauchunfalls bereits vor Ort waren, konnte unmittelbar mit der Reanimation begonnen werden. Auch der Notarzt wurde hinzugezogen. Die Wiederbelebungsmaßnahmen blieben jedoch erfolglos. Der 57-Jährige starb noch am Unfallort.
Eine weitere Taucherin aus einer anderen Gruppe wurde vom Roten Kreuz versorgt und ins Krankenhaus gebracht.

Die genaue Ursache für die Probleme des 57-Jährigen ist derzeit nicht bekannt. Sein Tauchcomputer konnte aufgrund einer Beschädigung nicht ausgelesen werden. Laut Polizei gibt es keine Hinweise auf Fremdverschulden.
Die B152 Seeleitenstraße war im Bereich der Einsatzstelle rund zwei Stunden nur einspurig befahrbar. Der Verkehr wurde wechselweise an der Unfallstelle vorbeigeleitet.










