Am Montag, 21. September 2026, 17 Uhr, lädt die MAS Alzheimerhilfe ins Neue Rathaus Linz. Anlässlich des Weltalzheimertages gibt es die szenische Lesung „Die Akte Auguste D.“ zu sehen. Es ist dies eine bewegende Reise der Geschichte jener Frau, deren Schicksal einer der häufigsten Demenzerkrankungen ihren Namen gab. Der Eintritt ist frei. Mit Ihrer freiwilligen Spende unterstützen Sie die Arbeit für Menschen mit Demenz und deren Angehörigen.
Als Demenz noch keinen Namen hatte
Wie fühlt es sich an, wenn Worte verloren gehen, Erinnerungen verblassen und selbst die einfachsten Dinge des Alltags plötzlich fremd erscheinen? Diese besondere Lesung von Ulrike Hofmann-Paul nimmt das Publikum mit in das Jahr 1901 und erzählt von Auguste Deter. Alois Alzheimer beschreibt anhand ihrer Symptome erstmals wissenschaftlich diese damals unbekannte Erkrankung – zu einer Zeit, als Demenz noch keinen Namen hatte. Eine Krankheit, die heute allein in Österreich unmittelbar rund 170.000 Menschen mit Demenz sowie deren persönliches Umfeld betrifft.
Als der Arzt und Hirnforscher Alois Alzheimer seiner Patientin Auguste Deter begegnet, stellen ihre Symptome die Medizin vor ein Rätsel. Gedächtnisverlust, Orientierungslosigkeit und Veränderungen ihrer Persönlichkeit geben Anlass zu zahlreichen Gesprächen und Untersuchungen. Alois Alzheimer versucht beharrlich, die Ursachen ihrer Erkrankung zu verstehen. Erst nach ihrem Tod gelingt ihm die wissenschaftliche Erklärung jener Krankheit, die später seinen Namen tragen wird.
Im Mittelpunkt der Aufführung stehen die Dialoge zwischen Arzt und Patientin. Sie vermitteln nicht nur die Anfänge der medizinischen Forschung, sondern machen auch die menschliche Dimension der Erkrankung eindrucksvoll erlebbar. Die Begegnungen zwischen Alois Alzheimer und Auguste Deter berühren bis heute und eröffnen einen besonderen Blick auf das Erleben eines Menschen mit Demenz. Die MAS Alzheimerhilfe will mit diesem Angebot Aufklärung und Enttabuisierung schaffen. „Es ist ein Abend, der Geschichte lebendig werden lässt und zum Nachdenken über Demenz, Menschlichkeit und einen wertschätzenden Umgang mit Betroffenen anregt“, sagt Karin Laschalt, Leiterin der Demenzservicestellen der MAS Alzheimerhilfe. „Es soll uns auch erinnern, dass hinter jeder Diagnose ein Mensch mit seiner ganz persönlichen Lebensgeschichte steht“, so die Demenzexpertin und will gleichzeitig betonen, dass es auch mit einer Demenzerkrankung ein gutes Leben geben kann. Laschalt verweist auf die vielen Angebote der Demenzservicestellen der MAS Alzheimerhilfe für Betroffene und Angehörige. „Durch gezielte psychosoziale Methoden, Ressourcentraining und frühe Unterstützung lassen sich verbleibende Fähigkeiten lange erhalten und der Alltag lebenswert gestalten.“
Hinweis: Aufgrund des begrenzten Platzangebotes bitten wir um Voranmeldung:
dss.linz-nord@mas.or.at oder Tel.Nr.: 0664 / 213 99 77











