Nach dem „Blutgericht am Haushamerfeld“, wie das „Frankenburger Würfelspiel“ in den Geschichtsbüchern bezeichnet wird, und dem darauffolgenden Oö Bauernkrieg 1626 waren in den Jahren der Gegenreformation viele Protestanten aufgrund von sozialer und religiöser Unterdrückung gezwungen, in andere Gebiete auszuwandern. Erster Anlaufort war damals die Grafschaft Ortenburg, welche zur Drehscheibe der Migranten wurde. Aufzeichnungen zufolge sollen um die 200.000 Menschen durch Ortenburg gezogen sein.
Auf Einladung der evangelischen Kirchengemeinde und des Förderkreises Schloss Ortenburg führte ein kleines Ensemble der „Würfelspielgemeinde Frankenburg“ eine verkürzte Version des Stücks in der geschichtsträchtigen Marktkirche auf. Die von Josef Wadl perfekt vorbereitete Inszenierung machte großen Eindruck. Viele Besucher erklärten in nachfolgenden Gesprächen, dass es für sie ein Vorgeschmack für die Freilichtaufführungen (Juli und August 2027) mit rund 500 Darstellern in Frankenburg war.
Wer nicht mehr so lange warten möchte: Am 12. September 2026 wird das Frankenburger Würfelspiel auf dem Bauernhügel in Pinsdorf anlässlich der Communale zum Thema „Mut-Orte: 400 Jahre Bauernkrieg in OÖ“ in einer adaptierten Version mit Zusatztexten zum Bauernkriegsgedenken zweimalig aufgeführt (um 15:00 und 18:00 Uhr, Tickets auf www.floro.at/tickets).














