Die erhofften Niederschläge sind ausgeblieben, der Attersee sinkt weiter. Damit das knappe Wasser auch in den kommenden Wochen möglichst gut zwischen Attersee und Ager verteilt werden kann, wird von der Bezirkshauptmannschaft Vöcklabruck der manuelle Eingriff in die Steuerung am Attersee-Klauswehr, zur besseren Regelung des Abflusses aus dem Attersee, verlängert. Damit wird sichergestellt, dass weiterhin 4,5 Kubikmeter Wasser pro Sekunde aus dem Attersee in die Ager fließen.
„Der Regen, auf den wir gehofft haben, ist leider ausgeblieben. Unsere erste Maßnahme hat gewirkt und das Absinken des Attersees deutlich gebremst. Jetzt müssen wir diesen Weg konsequent weitergehen, damit uns das Wasser nicht zu schnell ausgeht und die Ager nicht in einen ökologisch kritischen Bereich rutscht“, betont Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder.
Seit knapp zwei Wochen gilt an der Attersee-Klauswehr bereits eine einstweilige Verfügung. Dadurch konnte das Absinken des Attersees gebremst werden. Dennoch liegt der Seepegel aktuell nur mehr bei 91 Zentimetern. Der Niederwasserpegel beträgt 126 cm; der niedrigste je gemessene Pegelstand war im Dezember 2018 damals 86 cm. Am 18. August war der Seepegel noch bei 97 cm, jetzt liegt er bei 90 cm.
„Wir müssen nun in dieser Rekord-Trockenphase jeden Liter möglichst klug über die Zeit verteilen. Für den Attersee genauso wie für die Ager“, so Kaineder. Die Bezirkshauptmannschaft Vöcklabruck ordnet daher mit einer neuen einstweiligen Verfügung an, den Abfluss aus dem Attersee weiterhin konstant bei 4,5 Kubikmetern pro Sekunde zu halten, auch wenn der Pegel unter 88 cm fällt.
„Wir können den fehlenden Regen nicht ersetzen. Aber wir können verhindern, dass wir das wenige vorhandene Wasser zu schnell verbrauchen. Genau darum geht es jetzt: vorausschauend handeln und die Schäden für See, Fluss und Tierwelt so klein wie möglich halten“, sagt Kaineder.











