Nach dem Fund mehrerer Kriegsrelikte am ausgetrockneten Nussensee in Bad Ischl ist am Wochenende eine umfangreiche Räumungsaktion durchgeführt worden. Dabei wurden rund 200 Kilogramm Munitions-, Zünd- und Sprengmaterial sichergestellt.
Fund löst Großeinsatz aus
Ein 35-Jähriger aus dem Bezirk Gmunden verständigte am Samstagabend die Polizei, nachdem er am derzeit ausgetrockneten Nussensee mehrere Kriegsrelikte entdeckt hatte. Dabei handelte es sich zunächst um Zugzünder aus dem Zweiten Weltkrieg.
Die Bezirkshauptmannschaft Gmunden verhängte umgehend ein Platzverbot und verständigte den Entminungsdienst des Österreichischen Bundesheeres.
Weitere Hinweise auf verdächtige Gegenstände
Am Sonntag begann der Entminungsdienst mit der Räumung des Geländes. Während der Arbeiten gingen weitere Hinweise auf verdächtige Gegenstände entlang des Uferbereichs ein, weshalb der Suchradius ausgeweitet wurde.
Insgesamt konnten rund 200 Kilogramm Munitions-, Zünd- und Sprengmaterial geborgen werden. Darunter befanden sich auch zwei TNT-Sprengsätze mit jeweils einem Kilogramm Sprengstoff, die vom Entminungsdienst gesichert und anschließend abtransportiert wurden.
Platzverbot um den Nussensee ausgeweitet
Aufgrund der erheblichen Gefahr für Touristen, Badegäste und Anrainer wurde das Platzverbot auf den gesamten Uferbereich sowie den angrenzenden Wanderweg rund um den Nussensee ausgeweitet, berichtet die Polizei.














