LAAKIRCHEN. Wenn der Teufel nicht an der Wegkreuzung, sondern beim Kreisverkehr wartet, dann ist Stephan Zinner nicht weit. Mit seinem Musikkabarett „Der Teufel, das Mädchen, der Blues & Ich“ sorgte der bayerische Schauspieler und Kabarettist im ALFA Laakirchen-Steyrermühl für einen kurzweiligen Abend voller Witz, Musik und skurriler Geschichten.
Den meisten ist Zinner als Metzger Simmerl aus den Eberhofer-Krimis bekannt. Im ALFA zeigte er, dass er als Kabarettist und Geschichtenerzähler mindestens ebenso viel zu bieten hat. Gemeinsam mit dem Musiker Peter Pichler, der als wortloses, aber umso ausdrucksstärkeres Gegenüber auf der Bühne agierte, spannte er einen unterhaltsamen Bogen zwischen Blues, Kabarett und Alltagsbeobachtungen. Mit erdig bayerischem Humor und in charmant-harmlosem Plauderton servierte Stephan Zinner treffsicher seine Pointen. Dabei nahm er sein Publikum mit auf eine Reise zu den Wurzeln des Blues, die er kurzerhand vom Mississippi-Delta nach Bayern verlegte. Dass der Teufel im Blues traditionell an einer Wegkreuzung wartet, kommentierte er mit einem seiner vielen Lacherfolge des Abends: „Das ist bei uns schwierig, da gibt’s nur einen Kreisverkehr. Also einen Kreisverkehr mit einer einzigen Ausfahrt – eigentlich eine Kurve.“
Immer wieder schöpfte Zinner aus persönlichen Erlebnissen und skurrilen Beobachtungen – vom Besuch in einer Motto-Bar mit dem Eberhofer-Drehteam bis zu den häuslichen Herausforderungen, die entstehen, wenn man sich mit drei Frauen ein Badezimmer teilt. Dazwischen sorgten musikalische Einlagen wie der „Maisfeldblues“ für zusätzliche Höhepunkte.
Am Ende des Abends, der das Publikum bis zur letzten Zugabe mitriss, stand lang anhaltender Applaus. Die von der Stadtgemeinde Laakirchen in Zusammenarbeit mit den Salzkammergut Festwochen Gmunden organisierte Veranstaltung bewies damit eindrucksvoll, wie unterhaltsam die Verbindung von Blues, Kabarett und bayerischem Humor sein kann.













