Am späten Donnerstagabend musste die Bergrettung Grünau zwei erschöpfte Kletterer aus einer Alpinroute am Hohen Kreuz retten. Die beiden Männer hatten sich verstiegen und konnten ihre Tour ohne Hilfe nicht mehr fortsetzen.
Notruf aus der Felswand
Gegen 22:28 Uhr setzten zwei Kletterer aus München im Alter von 50 und 59 Jahren einen Notruf ab. Sie befanden sich auf einer Alpinroute am Hohen Kreuz und vermuteten, sich kurz vor dem Ausstieg auf einer sicheren Stelle zu befinden. Da sie weder Stirnlampen noch reflektierende Kleidung mitführten und ihre Rucksäcke wie üblich am Einstieg zurückgelassen hatten, konnten sie ihren Weg nicht fortsetzen. Zudem gaben sie an, bereits stark dehydriert zu sein.

Verstiegen und aus der Wand gerettet
Die Bergrettung Grünau stieg zum Ausstieg der Route auf und transportierte die Ausrüstung mit der Materialseilbahn zur Welserhütte. Von dort seilten sich die Einsatzkräfte zu den beiden Männern ab. Dabei stellte sich heraus, dass sich die Kletterer im oberen Bereich verstiegen hatten und in schwieriges Gelände an der Kreuzkante geraten waren. Gegen 01:30 Uhr konnte zunächst der erste, anschließend auch der zweite Kletterer in Sicherheit gebracht werden.

Versorgung auf der Welserhütte
Um 02:20 Uhr erreichte die Gruppe die Welserhütte, wo die beiden Männer mit Flüssigkeit versorgt wurden und übernachten konnten. Die 17 Einsatzkräfte der Bergrettung Grünau stiegen anschließend ins Tal ab und beendeten den Einsatz gegen 04:20 Uhr, berichtet die Bergrettung Grünau.













