Die Stadt Gmunden steht vor einer wichtigen Entscheidung für Sport, Jugend und Freizeit: Für den beliebten Funcourt, der aufgrund des Neubaus des Kindergartens Marienbrücke entfernt werden muss, zeichnet sich ein neuer Standort ab. Dieser soll im Innenhof zwischen dem Turnsaal der Nikolaus-Lenau-Schule und der jetzt noch ansässigen Polytechnischen Schule entstehen.
Die politische Beschlussfassung steht zwar noch aus, Bürgermeister Stefan Krapf und die ÖVP Gmunden sprechen sich jedoch klar für die Realisierung des Projekts aus. Ziel ist es, den Funcourt als wichtige Sport- und Begegnungsstätte langfristig zu erhalten und gleichzeitig eine moderne Nachfolgelösung für die bestehende Anlage zu schaffen.
Der derzeitige Funcourt stammt aus dem Jahr 1998 und weist mittlerweile deutliche Abnutzungserscheinungen auf. Eine Neugestaltung würde daher nicht nur den Verlust des bisherigen Standorts kompensieren, sondern auch eine zeitgemäße Anlage für die kommenden Jahrzehnte ermöglichen.
Der vorgesehene Standort bietet mehrere Vorteile. Durch die Lage im Innenhof könnten mögliche Lärmbelastungen für Anrainerinnen und Anrainer reduziert werden. Gleichzeitig wäre die Anlage in das Gesamtkonzept des Areals eingebunden und könnte von den benachbarten Schulen im Rahmen des Unterrichts mitbenutzt werden.
Die große Bedeutung des Funcourts für die Bevölkerung wurde bereits in den vergangenen Wochen deutlich. Bürgermeister Stefan Krapf erreichten zahlreiche Rückmeldungen von Sportgruppen und Nutzerinnen und Nutzern, die den drohenden Wegfall der Anlage mit Sorge verfolgen. Der Funcourt ist weit mehr als eine Sportstätte: Er ist ein sozialer Treffpunkt für Menschen aller Altersgruppen und sozialer Schichten. Hier begegnen sich Kinder, Jugendliche und Erwachsene ungezwungen, treiben gemeinsam Sport und pflegen soziale Kontakte.
Um auch während einer möglichen Übergangsphase ein entsprechendes Angebot aufrechtzuerhalten, steht der bestehende Funcourt im Ortsteil Schörihub als Ausweichmöglichkeit zur Verfügung.
„Als Sportstadt Gmunden müssen wir darauf achten, niederschwellige Bewegungsangebote zu erhalten“, betont Bürgermeister Stefan Krapf. „Der neue Standort ermöglicht die dringend notwendige Erneuerung der Anlage und schafft durch die Nutzung der benachbarten Schule zusätzlichen Mehrwert. Deshalb setzen wir uns für diese nachhaltige Lösung ein.“
Sportreferent Max Attwenger unterstreicht insbesondere die soziale Bedeutung der Anlage: „Der Funcourt verbindet Menschen unabhängig von Alter, Herkunft oder sozialem Hintergrund. Gerade solche frei zugänglichen Sport- und Begegnungsräume sind für eine lebendige Stadtgemeinschaft von unschätzbarem Wert. Hier entstehen Freundschaften, Gemeinschaft und Bewegung – deshalb ist es wichtig, dieses Angebot auch künftig zu sichern.“
Mit der angedachten Verlegung könnte ein beliebtes Freizeitangebot erhalten und gleichzeitig an die Anforderungen einer modernen Sport- und Begegnungsstätte angepasst werden. Nun liegt es an den zuständigen politischen Gremien, die weiteren Schritte zu beraten und zu beschließen.











