ÖVP setzt auf Investitionen und neue Arbeitsplätze
Die ÖVP Gmunden begrüßt den Gemeinderatsbeschluss als wichtigen Schritt für die Umsetzung des Seeviertels. Nach jahrzehntelangen Diskussionen soll damit ein Hotelprojekt realisiert werden, das laut Partei rund 170 Millionen Euro Investitionen umfasst.
Geplant ist ein Vier-Sterne-Superior-Hotel mit rund 120 Zimmern, einem öffentlich zugänglichen Restaurant mit 190 Sitzplätzen samt Terrasse sowie Seminarflächen für etwa 120 Personen. Die Stadt erwartet sich daraus zusätzliche Einnahmen aus Tourismus- und Nächtigungsabgaben, Wasser- und Kanalgebühren, Kommunalsteuer und Baurechtszins. Hinzu kommen einmalige Anschlussgebühren. Durch Hotelgäste und Bewohner soll außerdem zusätzliche Kaufkraft in die Stadt fließen.
„Seit 30 Jahren warten wir auf ein Hotel. Vor lauter ,Aber‘ wurde es nie realisiert“, betont Bürgermeister Stefan Krapf. Ohne Umsetzung wäre das Areal nach Einschätzung der ÖVP voraussichtlich noch lange eine ungenutzte Brachfläche geblieben.
Ein weiterer Schwerpunkt ist leistbarer Wohnraum. Eine vorgesehene Ausgleichszahlung soll zweckgebunden dafür eingesetzt werden, insbesondere für Starterwohnungen für junge Gmundnerinnen und Gmundner. Ein gemeinsamer Antrag von ÖVP und FPÖ zur Verwendung der Mittel wurde vom Gemeinderat angenommen.
FPÖ will Hotel und leistbaren Wohnraum ermöglichen
Auch die FPÖ unterstützt die Vertragsänderungen. Fraktionsobfrau Dina Fritz kritisiert die aus ihrer Sicht unsachliche Diskussion und Forderungen, die weder rechtlich noch wirtschaftlich umsetzbar seien.
Statt das Projekt schlechtzureden und die Bevölkerung zu verunsichern, müsse konstruktiv an einer Lösung gearbeitet werden, erklärt Fritz. Gmunden brauche das Hotel ebenso wie leistbaren Wohnraum für Familien. Die gemeinsam mit der ÖVP beschlossene Zweckbindung der Ausgleichszahlung sei dabei ein wichtiger Schritt. Damit sollen die zusätzlichen Mittel gezielt der Schaffung leistbaren Wohnraums zugutekommen.
SPÖ kritisiert geringeren Hauptwohnsitzanteil
Die SPÖ lehnte die Vertragsänderungen ab. Sie kritisiert vor allem die Reduktion des ursprünglich vorgesehenen Hauptwohnsitzanteils von 75 auf 25 Prozent und sieht offene rechtliche Fragen bei den nachträglichen Änderungen. Die Partei befürchtet mehr Zweitwohnsitze und zusätzlichen Druck auf den Wohnungsmarkt. Gegen das Hotelprojekt selbst spreche sie sich nicht aus.










