Fehlender Pachtvertrag als Knackpunkt
Der geplanten Übernahme der Almtal Bergbahnen durch die TTG (Traunsee Touristik GmbH Nfg. & Co KG – eine 100%-Tochter der OÖ Seilbahnholding) droht auf den letzten Metern das Aus! Nach Informationen der beteiligten Parteien konnte bis dato mit einer betroffenen Grundeigentümerin kein neuer Pachtvertrag abgeschlossen werden. Laut dem bereits unterfertigten Übernahmevertrag ist dieser unter anderem erst mit Abschluss aller neuen Pachtverträge rechtsgültig und endet die dafür vorgesehene Frist mit 31.10.2026. Sollten bis dahin nicht alle Verträge unterfertigt sein, ist die Übernahme gänzlich hinfällig!
Kritik an der gewählten Übernahmeform
Die mit der Angelegenheit befassten Vorstände der Fördergenossenschaft lebenswertes Almtal, DI Karl Drack und DI Michael Stadler betonen: wir haben von Anbeginn der Verhandlungen mit dem Land Oberösterreich darauf gedrängt einen „share deal“ abzuschließen – d.h. die Landesholding übernimmt die gesamte Gesellschaft Almtal Bergbahnen Ges.m.b.H. & Co.KG mit allen Rechten und Pflichten und damit auch mit allen bestehenden Verträgen wie EDV, Energie, Versicherung, Dienstverträgen, Seilbahn-Konzession etc. bis hin zu den Pachtverträgen mit den Grundeigentümern.
Trotz mehrmaliger Hinweise unsererseits auf zukünftige Vertragsprobleme haben die Vertreter des Landes Oberösterreich (Geschäftsführung von Landesholding und Seilbahnholding samt ihren Rechtsvertretern) auf einen „asset deal“ beharrt – also lediglich die Übernahme der Grundstücke, Seilbahnen, Lifte, sonstigen Anlagen und Vorräte. Damit sind alle alten Pachtverträge hinfällig geworden und waren neu zu verhandeln bzw. separat zu übertragen! Die Folgen daraus sind jetzt zu sehen.
Detail am Rande: aufgrund des 2023 abgewickelten Konkurses der Almtal Bergbahnen wären allfällig versteckte Risiken in der Gesellschaft bei einem „share deal“ nicht gegeben.
Saisonvorbereitungen geraten ins Stocken
Die Vorstände der Fördergenossenschaft lebenswertes Almtal berichten darüber hinaus: wichtige Saisonvorbereitungen rund um den Kasberg sind ins Stocken geraten – da die TTG vor Rechtskraft des Übernahmevertrags keinerlei Marketing-Maßnahmen für den Kasberg setzt und es auch (trotz zahlreicher Urgenz der Bevölkerung) noch immer keinen Saisonkarten-Vorverkauf gibt, scheint ein regulärer Saisonstart Anfang Dezember in weiter Ferne.
Warnung vor den Folgen eines Scheiterns
Nachsatz: „Sollte die Übernahme jetzt durch einen nicht zustande gekommenen neuen Pachtvertrag mit einer Grundeigentümerin scheitern, haben unsere Verhandlungspartner des Landes Oberösterreich den politischen Willen der Landesregierung und des Landtags zu 100% konterkariert. Ein Abbruch der Übernahme, das Ende der Saisonvorbereitungen und der damit verbundene Beginn des Abbaus der Anlagen wären dann das traurige Endresultat dieses Deals.“












