Am Montag, 9. November 2026 findet in der Stadtgalerie Lebzelterhaus Vöcklabruck der Eröffnungsabend zur Ausstellung von Michael Wittig und Christopher Schlesinger „Mensch sein – in Fotografie und Skulptur“ statt. Die Ausstellung wird um 19 Uhr eröffnet.
Was geschieht, wenn zwei Künstler demselben Menschen begegnen?
Für ihre gemeinsame Ausstellung haben der Holzbildhauer Christopher Schlesinger und der Fotograf Michael Wittig mit denselben Modellen gearbeitet. Aus diesem Ansatz entstehen zwei unterschiedliche künstlerische Positionen und ein Dialog zwischen Abbild und Abstraktion.
Michael Wittigs Fotografien suchen die unmittelbare, uninszenierte Begegnung. Seine einfühlsamen Aktbilder zeigen Menschen in ihrer individuellen, verletzlichen und starken Präsenz.
Christopher Schlesingers Skulpturen bilden den Menschen nicht ab, sondern übersetzen Körper und Haltung in eine eigene Formensprache. Dabei formt das Material Holz mit seinen Maserungen und Brüchen den Prozess entscheidend mit. In der Ausstellung treffen zwei Arten des Sehens aufeinander: Die Fotografie hält die konkrete Erscheinung fest, während die Skulptur diese verdichtet und abstrahiert.
Michael Wittig arbeitet hauptberuflich als Fotograf mit stark künstlerischem Fokus. Ursprünglich in der Porträtfotografie verwurzelt, sucht er zunehmend die Abstraktion. Im Zentrum seiner Arbeit steht dabei nicht die Perfektion, sondern der intuitive, schöpferische Prozess. Seit den frühen 2000er-Jahren realisiert er regelmäßig Projekte, Kooperationen und Ausstellungen.
Michael Wittig lebt in Gmunden (Österreich) und engagiert sich stark in der regionalen Kulturszene. Er ist unter anderem Obmann des Kunstforums Salzkammergut, Beiratsmitglied der Kulturvision Salzkammergut sowie Mitglied im Kunstverein Hannover.
Für den gelernten Bildhauer Christopher Schlesinger ist seine Arbeit ein Ventil für Gestaltung, geistige Befreiung und körperlichen Ausdruck. Seine oft zarten, fragil anmutenden Skulpturen entstehen aus über 100 Jahre alten, bis zu einer Tonne schweren heimischen Baumstämmen. Thematisch befassen sich die Werke oft mit der Suche nach Balance, Fluss und dem Ausbruch im Leben.
Der Schaffensprozess erlaubt es ihm, in eine eigene Parallelwelt einzutauchen – eine emotionale Gratwanderung zwischen Euphorie und Zweifel. Seine internationale Tätigkeit wird durch Ausstellungen in Galerien, auf Kunstmessen und Arbeitsaufenthalte im In- und Ausland (u. a. England, Deutschland, Kanada und die Biennale in Florenz) belegt.
Die Ausstellung ist bis 21. November 2026 jeweils Montag bis Samstag von 10 bis 13 Uhr geöffnet.
Als Parallelausstellung zeigt der Hausruckviertler Kunstkreis am 9. November 2026 ab 18.30 Uhr die Werkschau von Alexandra Engler „Gegenwelt“.













