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Vöcklabrucker war international gesuchter Finanzbetrüger — in Bozen verhaftet

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Beam­te der ita­lie­ni­schen Poli­zei Ques­tu­ar in Bozen haben in Zusam­men­ar­beit mit dem Lan­des­kri­mi­nal­amt einen inter­na­tio­nal gesuch­ten Finanz­be­trü­ger gefasst. Der 42-jäh­ri­ge mehr­fach ein­schlä­gig vor­be­straf­te Auto­händ­ler und Immo­bi­li­en­in­ves­tor konn­te am 23. Febru­ar 2012 in den Mor­gen­stun­den in Bozen fest­ge­nom­men werden.

Per Euro­päi­schen Haft­be­fehl gesucht
Der Ver­däch­ti­ge, gegen den ein Euro­päi­scher Haft­be­fehl vor­liegt, wur­de zwecks Ver­hän­gung der Aus­lie­fe­rungs­haft in das Lan­des­ge­richt Bozen eingeliefert.

Mit exklu­si­ven Sport­wa­gen gehandelt
In den Jah­ren 2002 bis 2004 ver­such­te sich der 42-jäh­ri­ge Auto­händ­ler und Inves­tor aus dem Bezirk Vöck­la­bruck unter ande­rem als Ver­mitt­ler und Händ­ler exklu­si­ver Sport­wa­gen mit Fir­men­sitz im Bezirk Vöck­la­bruck. Dabei erwirk­te er beim Finanz­amt durch fal­sche Anga­ben eine Abga­ben­ver­kür­zung und ver­schaff­te sich so wider­recht­lich enor­me finan­zi­el­le Einnahmen.

Zu 14 Mona­ten Haft und 1,5 Mil­lio­nen Euro Geld­stra­fe verurteilt
Des­halb wur­de er vom Lan­des­ge­richt Wels im März 2010 wegen Abga­ben­hin­ter­zie­hung nach dem Finanz­straf­ge­setz zu 14 Mona­ten Haft und einer Geld­stra­ße in der Höhe von 1,5 Mil­lio­nen Euro ver­ur­teilt. Noch wäh­rend der Beru­fungs­zeit flüch­te­te der Ver­däch­ti­ge nach Mal­lor­ca und zeit­wei­se nach Mün­chen, wo er eben­falls als Auto­händ­ler und Immo­bi­li­en­in­ves­tor tätig gewe­sen sein soll.

Auf­grund meh­re­re beim Lan­des­ge­richt Wels anhän­gi­ger Ver­fah­ren wur­de im Jän­ner 2012 vom Lan­des­kri­mi­nal­amt in Zusam­men­ar­beit mit den Poli­zei­in­spek­tio­nen Att­nang Puch­heim und Len­zing kon­kre­te Ziel­fahn­dungs­maß­nah­men ein­ge­lei­tet, die am 23. Febru­ar 2012 schließ­lich zum Erfolg führten.

Wegen gewerbs­mä­ßig schwe­ren Betru­ges zu 34 Mona­ten Haft verurteilt
Der 42-jäh­ri­ge Inves­tor wur­de über­dies in einem wei­te­ren Ver­fah­ren des Lan­des­ge­richts Wels wegen gewerbs­mä­ßig schwe­ren Betru­ges zu 34 Mona­ten Haft ver­ur­teilt. Er hat­te Mit­te 2005 einen ita­lie­ni­schen Geschäfts­mann zur Über­las­sung eines Fer­ra­ri 430 F1 im Wert von 190.000 Euro und im August 2008 einen Ober­ös­ter­rei­cher zur Über­las­sung eines Mer­ce­des Benz SLR McLa­ren im Wert von 320.000 Euro ver­lei­tet. Damit hat sich der 42-Jäh­ri­ge aber­mals wie­der­recht­li­che Ein­nah­men verschafft.

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3 Kommentare

    • Es betrifft NICHT den nam­haf­ten Händ­ler in Rut­zen­moos bzw. Redl-Zipf. Die Fir­ma Schus­ter hat mit die­ser Sache NICHTS zu tun.