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Stadt hält Kompromiss für Gmundner Keramik für möglich

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Projekt Gmundner Keramik

Die Stadt­ge­mein­de Gmun­den hält an ihrem Ver­spre­chen fest, der Gmund­ner Kera­mik auf ihrem Weg, ihr Unter­neh­men zukunfts­ori­en­tiert auf­zu­stel­len, wei­test­ge­hend ent­ge­gen­zu­kom­men und unter die Arme zu grei­fen. Die Stadt Gmun­den ist sich über­ein­stim­mend einig, dass das Unter­neh­men Gmund­ner Kera­mik sowohl wirt­schaft­lich, aber auch kul­tu­rell bedeu­tend für die Iden­ti­tät der gesam­ten Regi­on sei. „Ver­hand­lun­gen dar­über müs­sen aber auf Augen­hö­he, fair und sach­lich geführt wer­den, das sei man der gesam­ten Bevöl­ke­rung von Gmun­den schul­dig“, so Bür­ger­meis­ter Mag. Ste­fan Krapf.

Bau- und Raum­ord­nungs­aus­schuss der Stadt­ge­mei­ne Gmun­den hat die Rah­men­be­din­gun­gen festgelegt

Die Stadt hält nach einer Sit­zung des Bau- und Raum­ord­nungs­aus­schus­ses vom 23.11.2021 und einer dies­be­züg­li­chen Bespre­chung mit der Geschäfts­lei­tung der Gmund­ner Kera­mik am 7.12.2021 fest, dass man sich über recht­li­che Auf­la­gen und sach­li­che Ergeb­nis­se von Gut­ach­ten nicht hin­weg­set­zen wer­de können.

Dazu Bür­ger­meis­ter Mag. Ste­fan Krapf: „Alle 5 im Gemein­de­rat der Stadt Gmun­den ver­tre­te­nen Par­tei­en sind sich einig, dass die Stadt der Gmund­ner Kera­mik bei ihrer Neu­aus­rich­tung hel­fen wird. Sowohl bei der Neu­wid­mung des bis­he­ri­gen Pro­duk­ti­ons- und Ver­kaufs­stand­or­tes, bei der Suche nach einem neu­en Pro­duk­ti­ons­stand­ort und schließ­lich bei der Suche nach einem inner­städ­ti­schen Ver­kaufs­stand­ort in Gmun­den. Die Stadt reicht die Hand für sach­li­che und lösungs­ori­en­tier­te Ver­hand­lun­gen. Bei ent­spre­chen­der Offen­heit und Trans­pa­renz wird eine für bei­den Sei­ten zufrie­den­stel­len­de Lösung gefun­den wer­den können.“

Die Grund­la­ge für die wei­te­ren Bera­tun­gen sind ins­ge­samt 3 Gut­ach­ten, die vom Bau- und Raum­ord­nungs­aus­schuss auf Kos­ten der Stadt Gmun­den in Auf­trag gege­ben wur­den. Über die Ergeb­nis­se der 3 Gut­ach­ten hat die Stadt ges­tern Diens­tag die Geschäfts­lei­tung der Gmund­ner Kera­mik informiert:

  • Gut­ach­ten im Hin­blick auf die bestehen­den Lichtimmissionen
  • Gut­ach­ten im Hin­blick auf die bestehen­de Lärmsituation
  • Gut­ach­ten im Hin­blick auf die städ­te­bau­li­che Ana­ly­se der Bestandsituation

Licht­im­mis­sio­nen

Das Gut­ach­ten hin­sicht­lich Licht­im­mis­sio­nen zeigt auf, dass zumin­dest an 3 Grund­stücks­sei­ten des Gmund­ner-Kera­mik-Are­als, das für ein Wohn­pro­jekt umge­wid­met wer­den soll, Licht­im­mis­sio­nen bestehen, die einer Umwid­mung ent­ge­gen­ste­hen. Dazu gehö­ren die Flut­licht­an­la­ge des Sport­plat­zes, die Beleuch­tung im Bereich Zugang Turn­saal Gym­na­si­um, die Frei­flä­chen­be­leuch­tung des Hofer-Mark­tes und schließ­lich Beleuch­tungs­an­la­gen bei GEG-Elektrobau.

Lärm­si­tua­ti­on

Zur Lärm­si­tua­ti­on stellt das Gut­ach­ten fest, dass die der­zei­ti­ge und in den letz­ten Jah­ren vor allem auch wegen der Errich­tung des Kunst­ra­sen­plat­zes bereits stark ange­stie­ge­ne Nut­zung des Sport­plat­zes zu einer stän­di­gen Erhö­hung der Lärm­si­tua­ti­on geführt habe. Die durch­ge­führ­ten Inves­ti­tio­nen in die Sport­an­la­ge las­sen eine wei­te­re Erhö­hung der Lärm­si­tua­ti­on mög­lich erschei­nen, was bei einer Umwid­mung zu einem Wohn­bau­pro­jekt zu Nut­zungs­kon­flik­ten füh­ren kann.

Städ­te­bau­li­ches Gutachten

Auf der Grund­la­ge der bei­den Unter­su­chun­gen der Umge­bungs­si­tua­ti­on hat sich für die Fach­gut­ach­ter fol­gen­de Fra­ge gestellt:
Ist unter Berück­sich­ti­gung der Unter­su­chun­gen der Umge­bungs­si­tua­ti­on das Are­al für ein Wohn­bau­pro­jekt über­haupt geeignet?
Ergeb­nis: Von Sei­ten der Gut­ach­ter ist eine Bebau­ung mög­lich, aller­dings mit limi­tier­ter Dich­te. Die Ober­gren­ze soll eine Geschoß­flä­chen­zahl (GFZ) von 1,2 und eine Geschoß­zahl von 3 sein.

Schluss­fol­ge­run­gen des Bau- und Raum­ord­nungs­aus­schus­ses der Stadt Gmunden

Von Sei­ten des Bau- und Raum­ord­nungs­aus­schus­ses kann man sich wegen der Bedeu­tung des Pro­jek­tes für die Gmund­ner Kera­mik eine Wid­mung vor­stel­len, auch wenn dies kei­ne opti­ma­le Lösung darstellt.

Fol­gen­de Auf­la­gen sind einzuhalten:

  • Unter Berück­sich­ti­gung der erst nach dem städ­te­bau­li­chen Gut­ach­ten ein­ge­gan­ge­nen Gut­ach­ten über Licht- und Lärm-Immis­sio­nen ist eine Bebau­ungs­dich­te (GFZ Geschoß­flä­chen­zahl) von maxi­mal 0,9 zulässig.
  • Lösungs­vor­schlä­ge für die laut Gut­ach­ten bestehen­den Über­schrei­tun­gen der Lichtimmissionen
  • ÜKW-Stell­plät­ze in Tief­ga­ra­ge und Berück­sich­ti­gung aus­rei­chen­der Frei- und Grünflächen
  • Die Stadt besteht auch auf eine Stand­ort­ga­ran­tie. Das heißt, zuerst soll der neue Pro­duk­ti­ons­stand­ort errich­tet wer­den und danach eine Umwid­mung beim bestehen­den Stand­ort erfolgen.

 

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