Der Liebstattsonntag in Gmunden zog am 15.3.2026 wieder tausende Besucher an, um das Brauchtum hautnah zu erleben.
Die Trachtenvereine und Goldhaubengruppen, in traditionellen Gewändern, mit musikalischer Begleitung, ziehen nach dem Festgottesdienst auf den Gmundner Rathausplatz. Dort werden die süßen Versuchungen aus Lebkuchen an die Gäste verteilt. Aber auch für die Liebsten kann man ein Herz erstehen und als Zeichen der Anerkennung verschenken.
„Es ist der Tag der Zuneigung, des Zusammenhaltes und Wertschätzung, der Tag der Liebe“ so BGM Stefan Krapf in seiner Ansprache zur Begrüßung.
Neben den vielen Besuchern aus Nah und Fern, konnte die Stadtgemeinde Gmunden viele Gäste aus Bundes,- Landes und kommunaler Politik willkommen heißen: Landeshauptmann Thomas Stelzer, Landesrat Martin Winkler, Pfarrer Gerald Geyrhofer um nur einige zu nennen.
Geschichtliches zum Brauchtum des „Liebe Abstattens“:
Heute wird der Mittfastensonntag in Gmunden auch als „Liebstattsonntag“ bezeichnet. Der ursprüngliche Brauch des gemeinsamen Mahls für die Armen wurde im Laufe der Zeit durch die Prozession mit dem „Liebstattherz“ ersetzt.
Das „Liebstattherz“ hat für viele Einwohner von Gmunden eine besondere Bedeutung. Es gilt als Symbol der Liebe und Hoffnung und wird oft als Schutz- und Heilgegenstand verehrt. Viele Menschen glauben, dass es gegen körperliche und seelische Schmerzen helfen kann und bitten in schwierigen Situationen um Hilfe und Trost.
Genau, dieser Brauch wurde im Jahre 1641 vom Passauer Bischof für die Kurstadt Gmunden am Traunsee begründet. Der Stadtpfarrer wurde beauftragt, die Armen der Stadt zum gemeinsamen Mahl am vierten Fastensonntag einzuladen und selbst aufzutragen.
Insgesamt ist der Liebstattsonntag mit dem „Liebstattherz“ ein wichtiger Teil der lokalen Kultur und Geschichte von Gmunden. Die Tradition wird bis heute gepflegt und zieht jedes Jahr viele Besucher an, die sich von der besonderen Atmosphäre und der Symbolik des Herzens angezogen fühlen.











